Sexkirchentag zu Dortmund

Heute Nachmittag soll auf dem evangelischen Kirchentag in Dortmund (bezeichnender Name?) ein „Workshop“ mit dem Motto „Vulven malen“ stattfinden, morgen einer für Frauen unter „Schöner kommen“.

Ich lache mir – äh – nein, natürlich lieber keinen Ast.

Veranstaltungen wie „Penisse malen“ oder „Besser bumsen“ für Männer scheint es nicht zu geben – mindestens konnte ich das der Presse nicht entnehmen – , denn das wäre sicherlich ein republikerschütternder sexistischer Skandal.

Vielleicht werde ich mir die Veranstaltungsliste doch noch genauer anschauen. Wer weiß, was für Knaller es da noch gibt.

Etwa: „Masturbieren fürs Klima“? Oder „Kondome wiederverwenden“? „Brüste rausstrecken“? „Migranten befriedigen“? „Weltfrieden erficken“?

Ich finde das gut, dass die evangelische Kirche wenigstens in einer geschlechtlichen Richtung ihre Verklemmtheit so deutlich abgelegt hat. Sicherlich werden jetzt Millionen eintreten oder ihren Austritt rückgängig machen, vor allem Frauen, die dort lernen wollen, wie es geht, oder auch ein paar Männer, die meinen, dort fänden sich lauter willige Weiber…

Bisher 4 Kommentare

4 Antworten auf „Sexkirchentag zu Dortmund“

  1. @ Magnus

    das Ganze beweist eindeutig, wo die Moral bei der Geschichte ist. Nämlich heute so, morgen so, und „übermorgen hole ich der Königin ihr Kind“. Die meisten Leute können Moral von Ethik nicht unterscheiden, deshalb probiere ich es hier gar nicht erst, diese Kluft aufzuzeigen. Du weißt mehr Bescheid, als alle Anderen, mit denen ich bis jetzt redete oder schrieb, also sicher auch d a r ü b e r ganz eindeutig.

    In A machen sie das nicht, weil da macht denen niemand mit. Die Kirchen mischten sich immer in das Privatleben der Menschen ein. Früher hieß es in der Kirche zu minderjährigen Kindern, die nicht geschlechtsreif waren, sie dürften keine „Unkeuschheit treiben“ und auch, sie dürften keine „unkeuschen Gedanken haben“! Also es ging bis hinein ins Denken, sie wollten damals schon Gedankenkontrolle betreiben und haben es auch gemacht! Jetzt machen sie es auf der gegenüberliegenden Seite des Geschehens und mischen sich wieder in das private Erleben ein und bringen alles durcheinander, bzw. richten ihre massiven Schäden an.

    Es liegt wirklich in der Verantwortung des einzelnen Menschen, hier selbst mitzudenken und entschieden aufzutreten. Mir liegt immer noch der dumme Spruch: „Mein Bauch gehört mir!“ – im Magen. Mit diesem doofen Spruch haben sie die Leute in Mitteleuropa dazu gebracht, zu denken, es sei cool, das eigene Kind abzutreiben. Damals wurde schon für genügend Platz hier bei uns gesorgt! Es wurde freiwillig mitgemacht. Es ist erschreckend, welche Lücken diese Praktiken hier geschaffen haben. Viele Frauen bekommen nach jahrelanger Einnahme der Pille gar keine eigenen Kinder mehr.

    Zuerst wurden die Familien mit Überlastung durch die Arbeit der Mütter, wie durch Überladung an Informationen zerstört, dann kam der freiwillig mitgemachte Verzicht auf Nachkommen. Jetzt brauchen wir Goldstücke und Facharbeiter, weil die Geburten unserer wundervollen Geschenke, der eigenen Kinder, jedes Jahr zurückgingen. Wir sind modern! Wir entscheiden selbst über unseren Bauch! Der Vater des Kindes wird zum Mündel degradiert und ausgeladen. Jetzt kommt die evangelische Kirche daher und will – ja was denn eigentlich? Weil wir nicht mehr Sex machen, dürfen wir jetzt die anatomischen Werkzeuge aufmalen? Verarschung pur? (Singledasein ist in! Es gibt proportional wesentlich mehr Singlewohnungen als größere Wohnungen! Und natürlich das dazugehörige Selbstspielzeug, der Dildo, die Plastikpuppe.)

    Immer schön die Fäden in der Hand, die Kirchen….. Warum bitte machen wir den Unfug i m m e r mit? Ich fasse es nicht. Wir sind als Masse eine willenlose Knetmasse, sonst gar nichts! Jede Form die auftaucht wird angenommen, jede Farbe, jedes Rülpsen von den Kirchen und Medien ist uns Befehl und willig gehen wir den Weg der Lemminge. Bis zur Steilkante an der Küste.

    Wenn wir auf die letzten paar Jahrzehnte schauen, und dazu sind wir immerhin fähig, in unserer verdrahteten Zeit, dann muss das doch jedem auffallen, was hier abgeht?

    Also, wenn es nach mir geht, dann kann der Pastor das mit seiner Küchenhilfe allein machen. Abstrakte Zeichnungen und Malereien von echten, wirklichen Organen im Körper, die so gut funktionieren, dass es richtig schön ist! Ich jedenfalls lasse mir nichts reinreden von einer Kirche, die nicht mal weiß, was Liebe wirklich ist.

    1. @ Gigi

      In einigen Minuten haben wir Sommersonnwende, egal in welcher Nase oder sonstwo sich eine Pfäffin oder ein Pfaffe gerade bohrt…

      1. @ Gigi

        Ich wollte was Du schriebst in keiner Weise lächerlich machen vorher. Die wissen wahrscheinlich nicht einmal, dass sich die Sonnwende vom Kohlendioxid ebensowenig beeinflussen lässt wie von ihnen.

  2. @ Magnus

    das bist eben Du. Schnell, gründlich, schon fertig bevor andere aufstehen und sich die Augen reiben. Mir wäre recht, wenn ich in einer Gruppe Gleichgesinnter dieses echt wichtige Fest feiern könnte. Gemeinsam baden in den Energien, die völlig umsonst, jedoch sehr gewaltig um uns herum sind, egal was die Püppchen an der Schnur gerade wieder verbocken.

    Mir fiel vorhin ein, Dich zu fragen, was Du denkst über die „Ode an die Freude“ und die Passage darin: Seid willkommen Millionen.

    Also, wir sind mittendrin in der Sommersonnenwende und ich wünsche Dir, dass alle Deine Wünsche in Erfüllung gehen. Kannst Du tanzen? Heute würde ich gerne mit Dir in einem hohen, alten Baum sitzen und schwatzen und den Vögeln zusehen.

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