„Satanisten“? – Vorsicht mit diesem Wort!

Seit einiger Zeit taucht bei alternativen Autoren in der Beschreibung derer, wider deren Machenschaften sie sich stellen, immer häufiger der Begriff „Satanisten“ auf.

Fraglos gibt es darunter Leute, die man als solche bezeichnen kann, indem sie entsprechende Symbole in diesem Sinne ernst nehmen, ernstgemeinte Schwarze Messen feiern, Satan (wen oder was immer sie sich darunter vorstellen) anbeten, ihm opfern.

Damit sind aber schonmal nicht alle Rapper, die sich entsprechend tätowieren, oder die Rolling Stones, wegen ihres berühmten Stückes „Sympathy for the Devil“, tatsächlich praktizierende, gläubige Satanisten.

Und wer die Agenda eines Karl Marx für satanistisch hält, der tut gut daran, trotzdem nicht jeden Sozialisten für einen Satanisten zu halten und als solchen zu bezeichnen, selbst dann, wenn er deren Agenda für menschenfeindlich hält, für von Grund auf böse.

So mögen auch viele der Initiatoren des Klimawahns waschechte Satanisten sein, doch sind deshalb all die verrückt gemachten Kinder, die dem jetzt folgen, auch welche?

Nicht nur, dass diese unscharfe, ständige Verwendung des Begriffs echte Satanisten ungewollt (oder es ist Absicht) verharmlost, er macht diese Autoren auch unglaubwürdig, wenn nicht gar lächerlich, zu hetzenden Spinnern.

Das ist in etwa so, wie wenn der Begriff „Nazi“ für jeden verwendet wird, der irgendwie konservativ ist, die Segnungen der Heranführung sogenannter „Kulturbereicherer“ aus Asien und Afrika, für die er teuer zu zahlen hat, nicht als solche ansieht oder nicht will, dass sein Kind an der Grundschule mit LGBT-Unterricht verwirrt, wenn nicht traumatisiert wird.

Nein, liebe Leute, Ihr tut Euren Anliegen durch die inflationäre Verwendung des Begriffs „Satanismus“ keinen Gefallen.

Allzumal viele junge Leute das mit den Pentagrammen und Baphometbildnissen ganz einfach hip und chic finden, keine Ahnung davon haben, auch eher keine haben wollen – ältere ebenfalls – , was da in überaus mächtigen Kreisen tatsächlich getrieben wird, dass diese zumindest mitverantwortlich dafür sind, die Jungen zu unbewussten, freiwilligen Litfasssäulen ihrer Sache zu machen.

Im übrigen, der Glaube an einen Satan oder Teufel ist in allen drei abrahamitischen Religionen fest verankert, nur dass der da als der böse Böse gilt und nicht der gute Böse. Und wie oft wurde das gegen völlig brave Leute bewusst verleumderisch oder im religiösen Reinigungswahn ausgenutzt, sie um Hab und Gut oder gleich um ihr Leben zu bringen?

Also, ich plädiere klar dafür, da den Fuß vom Gaspedal zu nehmen.

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