Reich beschenkt

Ich fand gestern ein Stück Waldes, wo zwischen Kiefern, einigen wenigen Eichen und noch anderen Laubbäumen ohne Zutun immer mehr Nussbäume hochkommen. Manche davon dürften schon an die zwanzig Jahre sein, an jüngerem Nachwuchs fehlt es nicht.

Woran es liegt, dass dies genau da geschieht, ich weiß es bislang nicht.

In der Nähe grub ich vor über fünfundzwanzig Jahren ein kleines Nussbäumchen aus, es war vielleicht vier Jahre alt das halbmeterhohe zähe Zwerglein, in der Mitte durch eine Unbill in zwei Hauptäste gespalten, ich dachte, Du hast hier kaum eine Zukunft. Jetzt steht es als stattlicher Baum prächtig auf meinem Hof. Im Herbst werde ich ihn schon nach einer Seite hin schneiden müssen, denn ich verstehe, dass der Nachbar nicht noch mehr seiner Blätter auf seiner Seite haben will.

Ja, hier in diesem Teil Frankens wachsen Nussbäume auch wild, noch nie aber sah ich das so wie in diesem Stück.

Ach, fehlt noch, im Jahr zuvor hatte ich in einer guten Gärtnerei einen vielleicht siebenjährigen schön hochgewachsenen Nussbaum gekauft, ihn auf den Hof zu setzen.

Und als ich den Winzling da sah, dachte ich, der andere möchte noch ihn zum Bruder haben. Jetzt stehen sie als Brüder da, ähnlich mächtig.

Der jüngere treibt deutlich früher aus, die Sonne erreicht ihn bälder.

Der ältere steht immer noch etwas höher, muss er wegen des Hauses ja auch.

Der jüngere wiederum bildet jetzt bis auf Haupthöhe und darunter ein grünes Sommerdach, er will seine Äste fast bis auf den Boden hangen.

So, wie es jetzt aussieht, mag es ein gutes Nussjahr werden.

Und fand ich auch noch eine wunderschöne Kiefernwurzel, auf mich wartend am Wegesrand liegend.

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