Milchschlunz auf die Bösen! – Was schmeißt der Böse auf den Lieben?

In letzter Zeit ist es in den USA und in Großbritannien zu einer „progressiven“ Mode geworden, Konservative mit Milchschlunzbechern zu bewerfen. Prominente rufen öffentlich dazu auf, bekommen damit keinerlei Plattformprobleme, während YouTube gerade „Konservative“ (ich nehme das hier als Sammelbegriff) demonetarisiert und ganz abräumt, die Vergleichbares nie losgelassen haben, ohne Angabe von Gründen (nur „hate speech“, ohne Erklärung).

Nun ist es die Sache von Konservativen nicht, Andersdenkende mit Milchschlunzbechern oder Steinen oder noch Schlimmerem zu bewerfen, und ich kann nur hoffen, dass dies so bleibt.

Irgendwann aber mag es sein, dass auch einer mit etwas auf einen linken Promi schmeißt, allein, um zu zeigen, welche mediale Reaktion das dann im Vergleich auslöst. Vielleicht will auch ein junger oder alter Wilder einfach berühmt werden, ein Zeichen setzen, als der, der es wagte, wohl wissend, dass man ihn wahrscheinlich viel härter bestrafen wird, als wenn Linke sowas tun. (Antifanten in Deutschland werden für viel Schlimmeres regelmäßig gar nicht bestaft, sie bekommen sogar staatliche Fördergelder). Lange Jahre einsperren wird man ihn kaum können, wegen des Vergleichs, solange die Körperverletzung jene durch Milchschlunzbecher nicht übersteigt.

Was also könnte so ein Provokateur in seinen Plastikbecher tun, beziehungsweise was wäre ebenfalls überall erhältlich, flüssig, kalt, so dass es keine Verbrühung bewirken kann?

Kaffee wäre etwas langweilig, denn der haftet nicht so hässlich an wie Milchschlunz. Zu dünnflüssig. Kakaomilchschlunz? Milchkaffee? Die wären braun, und Konservative wollen sich, auch wenn das an der Tagesordnung, noch immer nicht gern Nazis schimpfen lassen.

Also: Das Zeug sollte ein dickflüssiger Schlunz sein, Schwarz und Braun und Blau dürften als Farben ausfallen, auch, weil man die kaum sieht. Es soll ja optisch lustig werden.

Da Weiß von den Anti-“Nazis“ schon besatzt ist, der Schlunz einiges an äußerlich nicht sonderlich gesundheitschädlichem Fett und Zucker enthalten sollte, wegen der Anhaftung, drängen sich ein kräftiges Rosa, ein helles Giftgrün oder ein helles Ocker auf. Die sieht man auch.

Mir ist nun aber nicht bekannt, dass Burger King oder McDonald‘s oder Starbucks so etwas, fettig, süß und zäh, an jeder Straßenecke verkaufen (Burger King rühmte sich kürzlich seines Milchschlunzangebots im Zusammenhang in Schottland recht eindeutig seines jederzeit verfügbaren Arsenals). Denn das ist ja Teil des genialen linken Tricks: Für einen Dollar oder ein Pfund kann jeder Depp sich jederzeit sein geeignetes Wurfgeschoss erwerben, genau so fertig verpackt, dass es beim Fliegen noch nicht ausläuft, beim Aufschlag aber sehr sicher.

Da ist dem Antiantifanten dann guter Rat teuer. Mischte er selber etwas an, unterstellte man ihm viel mehr böswilligen Vorsatz, im Sinne der Vorbereitung der Tat. Spontan kann der Angriff ja schließlich nicht gewesen sein, so eine Ausrede zöge zurecht nie und nimmer.

Und mischte er dann in seiner Dummheit auch noch einen lebensmittelrechtlich nicht zugelassenen Farbstoff oder sonstigen Zusatz hinein, so wäre das schnell ein Giftanschlag auf das unschuldige Opfer…

Nun, bei Starbucks meines Wissens zwar nicht, doch bei den Burgerketten gibt es Senf und Saucen, die sich schon farblich und konsistenzmäßig trefflich anmischen ließen. Einfach einen Becher Milchschlunz gekauft, in den Gulli geschüttet den Inhalt, die Saucen im richtigen Mischungsverhältnis rein, Deckel wieder drauf, und das Geschoss ist fertig. Problem: Wiederum muss man dafür etwas Können mitbringen, und klar ist der arglistig geplante Vorsatz.

Es scheint also wieder mal, als wären Konservative strukturell überall benachteiligt. Es gibt keine Fertigprodukte für sie, im Plastikbecher, ohne etwas Geschick und Intelligenz kommen sie nirgendwohin, und ihre Taten können nie als spontan gelten, als nicht von langer Hand geplant.

Nun, Senfbecher aus Plastik gibt es bei jedem Discounter. Den Deckel spontan etwas angelupft, beherzt das Ding geworfen, das könnte klappen.

Da ist das Plastik aber solider als bei den Milchschlunzbechern, und das könnte dann im Wortsinne ins Auge gehen: dann wäre es möglicherweise am Ende vorsätzliche schwere Körperverletzung, und die wird bei uns mit nicht unter drei Jahren Freiheitsentzug bestraft. Zurecht.

Der arme konservative Antiantifant, der muss also, um relativ auf der sicheren Seite zu sein, zu demselben weißen Schlunzbecher greifen wie der Urantifant.

Das wiederum wird er nicht wollen, denn er will sich ja sicherlich nicht auf dieselbe Stufe mit jenen stellen, verwechseln lassen, sich auch farblich, es geht ja im öffentlichen Raum wesentlich um die optische Wahrnehmung, von jenen absetzen.

Er besinnt sich also, er lässt von derlei Gegeninfanterei ab.

Irgendwann wird es aber, geht es so weiter, wahrscheinlich einen geben, der seinerseits Vernunft und Anstand und rechtmäßiges Handeln fahren lassen wird. Mindestens einer, der sich irgendwann nicht mehr zu beherrschen weiß oder will, findet sich in einer Millionenzahl immer. Umso leichter, wenn die Straftat vermeintlich eine Art Vergeltung, wenig Mut und Können erfordert, das persönliche Risiko überschaubar.

Was wird dieses gnadenlos rechtsextreme menschliche Monster, das Schlunz auf einen Guten schmeißt, also verwenden?

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