Französische Fermdenlegion: Sprachgenies aus aller Welt gesucht!

Ich habe eben nebenher eine Doku (eher eine verbrämte Werbesendung) über die Rekrutierungs- und Ausbildungsmethoden, den Geist der Französischen Fremdenlegion gehört und gesehen.

Klar, dass das nicht lustig ist. Trotzdem musste ich an zwei Stellen lachen.

Der Witz weiter hinten war, dass ein bereits unter Vertrag genommener Legionär anscheinend erst im Dschungel von Guyana, nach allen Vorauswahlverfahren und der harten Grundausbildung, dadurch auffiel, dass er nicht schwimmen konnte. Wie kann das passieren?

Weiter vorne im Film wird auch erwähnt, wie die Rekruten (noch keine echten Legionäre) Französisch lernen.

400 Wörter müssen sie nach vier Monaten (und einem Monat Vorlauf) beherrschen, sich also, können sie noch gar nichts, fast schwindelerregende drei pro Tag (rechnet man alle Tage, sonst gar mehr als das) einpauken (Etwa ab Minute 26:10).

Das ist nun wirklich ein brutales Schleifen. Das verletzt schon fast die Menschenrechte.

Spaß beiseite: Die leben in einer Umgebung, wo andauernd Französisch gesprochen und gebrüllt wird, und das sind diesbezüglich die Anforderungen.

Hätte man mich vor dem Film gefragt, was man wohl ansetzte, so hätte ich wenigstens zehn pro Tag vermutet.

Da sieht man mal wieder, wie wenig ich vom Militär verstehe, vor allem von der Ausbildung von Elitesoldaten (Der Sprecher nennt das, im Ernst, den härtesten Part der anfänglichen Ausbildung.)

Man bedenke dabei, wie viele Wörter nach den Fachbegriffen für Gewehr, Munition, Stiefel, Uniform, Kepi, Korporal, Stillgestanden, Rührt euch undsoweiter noch übrigbleiben.

Sagenhaft.

Bisher 3 Kommentare

3 Antworten auf „Französische Fermdenlegion: Sprachgenies aus aller Welt gesucht!“

  1. @ Magnus

    danke. Es werden wieder Zeiten, und es wird wieder die Gelegenheit kommen, da werden in j e d e m Beruf die drankommen, die etwas davon verstehen! Heute gibt es derartig durchgeklügelte Methoden, einfach eine Sprache zu lernen, dass es eine Schande ist, nicht schnell lernen zu „können“. Sogar für mich ist so die Sprache keine hohen Kunst. Abgesehen von den slawischen Sprachen. Oder russisch, oder chinesisch, das stelle ich mir wirklich schwierig vor.

    1. @ Gigi

      Für diese Leute ist ihr Soldatenberuf alles. Sie haben eine enorme Motivation, sind dafür bereit, jede Strapaze auf sich zu nehmen, zu töten und getötet zu werden. Wer unter diesen Voraussetzungen nicht in der Lage ist, am Tag zehn Wörter wenigstens in ihrer Grundbedeutung zu lernen, der ist ein Kretin. Perfekte Aussprache ist was anderes. Aber die wird ja auch nicht verlangt. In afrikanischen Sprachen gibt es Knacklaute, ich weiß nicht, ob ich die sauber hinbrächte, ich bezweifle es eher. (Ich habe bei allen Anstrengungen nicht einmal das spanische Zungen-r dauerhaft verlässlich hingebracht.) Aber: Höre Dir einfach mal an, was es bei Ausländern im Deutschen alles für Akzente gibt, für Laute, die nicht richtig rüberkommen (gilt übrigens für viele Einheimische im Sinne der Hochsprache auch), und doch reicht es, um verstanden zu werden.
      Und diese Seppel da, die haben ja auch noch täglich Unterricht. Entlarvend ist das für mich, sonst nichts.

      Nachtrag

      Alle diese jungen Männer sind körperlich topfit und taugen sicherlich auch für gefährliche schwere Arbeiten, am Bau zum Beispiel. Dann aber melden sie sich als Söldner zu einer fremden Armee. In eine, bei der sie nie bis zum Offizier aufsteigen können, denn das Offizierskorps besteht ausschließlich aus Franzosen. Nun, nach fünf Jahren haben sie eine hervorragende militärische Ausbildung. Dann können sie bei privaten Söldnerfirmen wesentlich besser verdienen…

  2. @ Magnus

    danke für den Tiefgang. Söldner. Hm. Sehr schwierige Thematik für mich als Pazifistin. Klingt irgendwie hirnrissig, diese Idee der jungen, gut durchtrainierten Männer, Krieg, Kampf und Tod als „Beruf“ zu nehmen. Scheint sich um Psychopathen zu handeln. Wenn einer in den Krieg „muss“, ist es schon schlimm, immerhin haben wir den „Fall Jägerstätter“. Mehrere solcher Fälle, und das ganze Kriegsgeschehen wäre gekippt. Doch da kommen diese Söldner und machen das für ein paar Euro! Über den Jägerstätter gibt es einen Film. Heißt exakt: Der Fall Jägerstätter.

    Ich bewundere, wie Du das immer ausgräbst und dann so präzise Angaben darüber schreibst. Bis hin zu „diese Seppel“ – Hirn scheint denen Seppel nicht vom Himmel geschmissen sein, auch sonst – wie an der mangelnden Sprachaufnahme angezeigt, nicht viel Geistiges. Gerade mal fähig – mit Grinsen? – in „Molotow Cocktail“ zu denken, dann ist schon Ende der Fahnenstange. Widerlich ist das. Ist das überhaupt rechtlich erlaubt, solche emotionalen Wickelkinder als Soldaten auszubilden für eine „Legion“?

    Wo ist da Recht und Ordnung? Wo Legionäre, da Krieg! Wo ist da die NATO und die ganzen, sogenannten Friedenstruppen? Alles nur Augenauswischerei. Lügen am Parkett, dass das Parkett schmilzt. Wird einfach wegretouchiert.

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