Zensurolaryngitis

Gerade wieder gesehen, wie einer sich allzuausdrücklich von einer anderen (Lauren Southern) distanzierte, um sie so gegenüber Netzzensur verteidigen zu können.

So geht es allenthalben.

Will einer auf die Verschwörung gegen Strache hinweisen, so muss er erstmal Abscheu gegen Straches Verhalten vornansetzen. Und zwar mächtig. Und bitte ohne naheliegende Vergleiche zu Parteispendenaffären, die nicht die FPÖ betrafen, in Österreich wie in Deutschland.

Umgekehrt ist derlei nicht gefordert.

Und in der Tat habe ich mich selbst dabei ertappt, in diese Falle zu laufen.

Schreibe ich Zustimmendes zur AfD, so habe ich doch wenigstens zu sagen, was der Wahrheit entspricht, aber nicht immer betont sein müsste, dass mir manches an der Partei nicht gefällt, vieles fehlt. Damit setze ich dann selbst ein so starkes Fragezeichen, wie ich das eigentlich gar nicht will. Käme ich dazu, wäre mir eine andere Partei derzeit vergleichsweise lieber? Kaum. Es sei denn, es wäre die NPD, also der Verfassungsschutz.

Vielleicht ersinne ich mir einen eigenen „Disclaimer“ für die Fälle, in denen ich etwas zur AfD sage, so muss ich wenigstens nicht jedesmal rumeiern. Dass ich kein Parteimitglied bin mag übrigens nicht nur daran liegen, dass ich keinen Antrag gestellt habe. Die hätten mich vielleicht lieber gleich gar nicht reingelassen. Wofür ich sogar Verständnis aufgebracht hätte: so blieben beiden Seiten alle Peinlichkeiten erspart.

Noch dazu: Wer hier aufmerksam liest, wird von selbst herausfinden, was mir bei der AfD, bei allem Verständnis für deren Lage, fehlt. Insgesamt ist der Laden klar besser als der bundesrepublikanische Rest.

Weg vom deutschen Beispiel, zurück zum eigentlichen Thema.

Für freie Geister, die auf eigene Rechnung schreiben, ist der Wind die letzten Jahre zweifellos rauher geworden. Jede Bosheit gegen Weiße wird anstandslos durchgereicht, indem auch nur ein harmloses Witzchen in anderer Richtung zur medialen Hinrichtung führen kann. Ebenso bei Gendersachen und der Klimareligion.

Man kommt gar nicht umhin, seine Worte noch genauer zu wägen als vor fünf Jahren schon, gar seit einem.

Das gilt selbst, wenn man, wie ich hier wieder seit September, lediglich einen kleinen Blog ins Leben gerufen hat, der noch von geringer Reichweite. So, dass außer dem eigenen Aufwand noch nicht einmal ein Pfennig für einen selber daran hängt.

Denn immerhin setzt man noch auf eine Art bürgerliche Zukunft. Und man will sich nicht einfach so, zum Spaße von Antifa und Konsorten, das Fell über die Ohren ziehen lassen, womöglich gar vor einem sogenannt ordentlichen Gericht.

Viele haben natürlich auch schon berechtigte Angst, nicht nur „sozial“ zu verlieren, sondern auch nicht nur mit Milchschlunz beworfen zu werden.

Ich weiß nicht, wie tapfer ich hier redete, lebte ich, im Impressum steht vorschriftsgemäß auch meine Adresse, an einer dummen Stelle in Berlin oder Hamburg. Ich mag es nicht verprügelt zu werden. Zumal nicht, wenn ich nicht weiß, ob die zehn Vermummten mich nicht totschlagen wollen oder es endlich im Wahn tun.

Derweil weiß man, dass derlei Kohorten kaum je verfolgt werden, über allerlei Kanäle gar Staatsunterstützung genießen. Da fühlt man sich so richtig beschützt.

Und derweil weiß man auch, dass man jede normale berufliche Zukunft verbrannt hat, indem, den deutschen Fall gerechnet, bei der AfD auch kein Platz am Tisch.

Dies ist, meine ich, kein Gejammer, sondern eine Sachstandsbeschreibung.

Ich beriete, um das auch zu sagen, gerne einen AfD-Politiker, hülfe ihm bei seinen Reden. So er taugt und der Draht stimmt. Was aber, es käme heraus, dass er sich von mir helfen lasse, selbst wäre es unbezahlt?

Von einem, der die antiweiße Agenda seit vielen Jahren auf dem Korn hat, eher noch verstärkt? Von so einem offenkundigen Rassisten?

Nee, so schnell wird das nichts.

Aber man kann ja auch nur heimlich hier lesen, irgendwie geht das schon, heimlich darüber nachdenken und heimlich seine Erkenntnisse ordnen und seine Schlüsse ziehen.

Erstmal das Beste fürs Vaterland.

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