Veggie-Burger für Öko-Bonzen-Singles

Lidl verkauft jetzt vegetarische Burger, 227 Gramm kosten 4.99 Euro. Das sind sage und schreibe fast 22 Euro pro Kilo.

400 Gramm fettreduziertes Rinderhack (also das teurere) pflege ich, erinnere ich‘s recht, für 2.69 Euro zu kaufen, macht also etwas über sechs Euro und siebzig.

Wie falschfleischgeil muss man sein, für etwas Erbsenpüree mit Chemie gut das Dreifache zu bezahlen? Wie wohlhabend auch?

Mit fünf Euro pflegte ich für mich und zwei sehr hungrige Buben mindestens eine vollwertige Mahlzeit zu kochen, im vegetarischen Falle, also z.B. Spaghetti mit Tomatensoße und Käse, reichte das für zwei.

Mit drei solcher Burgerportionen wären wir auch alle nicht satt geworden. Auf fünfzehn Euro plus X wäre also eine Mahlzeit gekommen. Derlei Luxus lag bei uns nicht drin, denn das Einkommen eines Grünen-Politikers hatte ich nicht.

Die Firma, die das herstellt, muss astronomische Profite machen, sonst macht sie etwas falsch.

Und wieder sollen sich weniger Begüterte dafür schämen, dass sie sich das Zeug nicht leisten können.

Obendrein: Von den 227 Gramm ist nur ein Anteil Erbsen, es ist ja viel Wasser drin. 500 Gramm Bioerbsen bekomme ich für zwei Euro oder gar darunter. Das dürfte mindestens das Dreifache davon (also verglichen vielleicht Achtfache) an Erbsbrei ergeben. Etwas Öl, Zwiebeln, Knoblauch und Tomatenmark dran, OK. Chemiefrei, ohne Zusätze. Was früher das gesunde Essen armer Leute, das ist jetzt schlechter teurer als Rumpsteak.

Schöne neue Welt!

Bisher ein Kommentar

Eine Antwort auf „Veggie-Burger für Öko-Bonzen-Singles“

  1. Ich machte früher ein veggie-Bosna das so gut war, dass ich nur Lob erhielt. Viel Zwiebel drin. Jedoch vorher etwas angebruzzelt. Ich kaufe das vorgeformte, gefärbte Zeug nicht. Als Würstchen-Ersatz war diese Soja-Wurst drin. Essen wir inzwischen nicht mehr.

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