Strache und die „russische Oligarchin“

Dieser Strache, der wollte offenkundig für sich und seine Partei das auch, was für Linke selbstverständlich: Filz mit Medien und Wirtschaft zu seinen Gunsten.

Beim Geheimtreffen soff er sich begeistert einen an und ließ sich sechs Stunden lang filmen, womit er politisch erledigt ist. Inzwischen auch die Koalition mit Kurz, im September soll es Neuwahlen geben in Ösiland.

Der deutsche „Komiker“ Böhmermann wusste offenkundig vorher von der Sache, die die Süddeutsche und der Spiegel dann, gut kurz vor der Europawahl, „aufdeckten“, wobei man aber auf Quellenschutz besteht und das Original nicht vollständig veröffentlichen will. Bislang.

Was sonst soll das gewesen sein, wenn nicht eine Falle?

Wer hat die Mittel und traut sich, einem regierenden Politiker eine solche zu stellen?

Ach ja, und das passt ja besonders gut: diesmal eine „russische Oligarchin“. Wie die heißen soll, das weiß wenigstens ich noch nicht.

Immerhin, wenn es böse wird, so müssen Russen im Spiele gewesen sein. Fast scheint es, als hätten die uns Deutsche, geopolitisch bedingt, auch weil wir weitgehend machtlos, als Oberbösewichter für alle Fälle abgelöst.

Eine echte Räuberpistole ist das. Unterscheidet sich von dem, was man mit Trump versucht hat, allerdings dadurch, dass man Strache etwas nachweisen kann. Er hat wohl tatsächlich mit einer bösen Russin rumgemacht, da war „collusion“.

Ich bin nun gespannt, ob wir das ganze Video je werden sehen dürfen, die böse Russin öffentlich werden wird.

Immerhin, die Stimme, wenn nicht das Gesicht, der bösen Russin müsste hörbar sein. Dann ist sie entweder falsch, oder es gibt eine Stimmprobe von ihr. Das reicht, sie auszufinden.

Mal sehen, was da noch herausgefunden wird, immerhin ist eine europäische Regierung ziemlich im Eimer.

Bisher 8 Kommentare

8 Antworten auf „Strache und die „russische Oligarchin““

  1. Wenigstens passt der Zeitpunkt.
    Vor einer „wichtigen “ „Wahl“ !

    Die schlecht bezahlen Schauspieler in Aktion.
    Bin schon neugierig, welchen wichtigen Job Strache
    danach erhalten wird! Es fehlen ständig überall
    Präsidenten und andere „Verwalter“!

  2. Was nicht nur mir auffällt ist, dass Herr Strache quietschvergnügt zu sein scheint, und seine Frau Philippa eine geläuterte Interviewgeberin geworden ist! Sie ist derart gefasst in ihrer Art und Weise, des Ehemanns Gebaren zu kommentieren, dass es schon fast an vorgekaut oder abgelesen erinnert.

    Was, wenn es gar keine 7 Stunden Videomaterial gibt?

    Was, wenn das alles eine Finte ist, mit dem Herrn Strache als Mitfinter und geheimen Nutznießer?

    Ach wie gut, dass niemand weiß, wo das Rumpelstilzchen zu Hause ist.

    Ich wünsche mir einen Tag, an dem alle Lügen zur Wahrheit werden.
    Alle Geheimnisse und Motive öffentlich zur Schau gestellt werden.
    Das wird der Tag, an dem Politik überflüssig wird und wir im Sonnenlicht
    spazieren gehen, indem wir miteinander reden, ohne das Handy und so.
    Gibt nicht wenige, die sich das wünschen. Wozu brauchen wir die ganzen
    teuren Sachen überhaupt, die unsere Umwelt verschmutzen?

    Sind sie lebensnotwendig?
    Reines Wasser, Sonne und gutes Essen, ein Dach über dem Kopf und
    etwas Bekleidung. Freunde, die sichtbar sind. Was braucht der Mensch mehr?

    Widerspruch erwünscht!

    1. @ Gigi

      Ich bekomme es ständig von besonders stolzen Ökos und Vegetariern mit, wie sie sich Avocados, Ahornsirup, Ananas und Bananen und Cranberries reindrehen, ansonsten Quinoa und Chia-Samen.
      Also jede Menge äußerst aufwendige Sachen, die bei uns nicht oder kaum wachsen.
      Dazu gibt es jede Menge Cashew-Kerne, Pecannüsse, Macadamia, Pistazien undsoweiter. Auch den Bedarf an Haselnüssen und Walnüssen können wir derzeit nicht selbst (in Europa) decken.
      „Superfoods“ heißt das jetzt.
      Gleichzeitig wächst alles Notwendige zu weitaus umweltfreundlicheren Bedingungen bei uns, und es ist, bis auf vielleicht Spargel und Süßkirschen, frische Brom- und Himbeeren, sehr günstig.
      200 Gramm Mischnüsse in Discounterqualität (Öko das Doppelte bis Dreifache) kosten inzwischen schon etwa zweifünfzig. Alle wollen die Dinger, während es zumal in Kalifornien nicht nur große Ernteausfälle gab, sondern ganze Plantagen dürrehalber vernichtet werden mussten. So ein Baum oder Strauch wächst halt nicht allwo übers Jahr.
      Nehme ich nun diese zweifünfzig, in Mischnüssen etwa zwei Drittel des täglichen Kalorienbedarfs eines körperlich wenig arbeitenden Mannes, und da fehlen ernährungsphysiologisch ja noch nicht nur Kalorien, trage die allein auf ein anderes Programm in den Laden. Und rechne das auf ein paar Tage, nehmen wir vier, das ist ein Zehner.
      Davon kaufen wir ein Kilo Bio-Weizenmehl 550, zwei Hefewürfel, rechnen noch Meersalz und Backenergie ein, und wir haben für 1,20 ein Kilobrot für vier Tage. Für Kartoffeln, Reis, Nudeln, Zwiebeln, Knoblauch und Kraut rechnen wir zwei Euro. Zwei Euro für allerlei Gemüse, Tomatenbüchsen, Eier, Öl, etwas Butter, Senf, Gewürze undsoweiter. Jetzt haben wir noch vierachtzig. Vierhundert Gramm Emmentaler, dann bleibt die Hälfte davon. Jetzt reicht es noch für vierhundert Gramm Hackfleisch oder eine einfache Flasche Wein. Oder eine halbe Flasche Obstler.
      Mit diesem Programm kann ich nicht zwölfhundert sondern dreitausend Kalorien am Tag brauchen, und lebe immer noch gesünder als der mit den Nüssen aus Übersee.
      Achja, ich kann statt echter Nüsse auch Erdnüsse mampfen, die passen ebenso ins Budget wie ein Joghurt, ein Stück Hartwurst statt des Hackfleisches oder ein Suppenhuhn, von dem man eher fünfmal essen kann.
      Seien den Leuten ihre Edelfrüchte gegönnt, der Rest dazu. Ich esse ab und an auch mal Nüsse.
      Von dem hohen Ross aber, auf dem da vor allem gutverdienende kinderlose Städter sitzen, wo ich sehen kann, wie Madame Öko dort, wo ich fast nur Mehl und Salz kaufe, für ihre schmale, halbmagersüchtige Tagesversorgung, ohne Wein, ohne Fleisch, locker mal 15 Euro hinblättert, und man sieht, so halten die es jeden Tag: Von dem hole ich solche schnell runter.

  3. @ Magnus

    tatsächlich ist es so, dass ich und alle Anderen ins Geschäft gehen
    und visuell wahrnehmen, was es da gibt, und nach Laune danach
    greifen. Woher das alles kommt, was an Esswaren angeboten wird,
    danach schaue ich inzwischen schon und meide auch Produkte aus
    bestimmten Ländern.

    Süßkartoffel aus USA kaufe ich aus Prinzip nicht.
    Habe ich dieses Jahr selbst angebaut, und muss erst sehen, was die
    jetzt so machen, bis Herbst. OK, Kalorien. Hm. Ich ernähre mich nicht
    Kalorienkonform, weil ich Feinschmeckerin bin. Was sind schon
    Kalorien? Wärmeeinheiten! Ich will Genuss!

    Das ganz große „Dahinter“ beim Lebensmittelgeschäft ist Menge,
    Monopol, Absatz, Gewinn! Ketten wollen alle bedient werden, also
    riesige Mengen. Noch weiter „vorne“ in der Produktion geht es um
    Inhaber, Teilhaber, Konzerne, die alle inzwischen viel Geld haben und
    jedem alles diktieren können. Sie entscheiden, was auf die Bananen
    kommt, wie sie reifen, der Konsument darf doch nur kaufen und
    hat das Maul zu halten. Weil, wer das Geld hat, sagt wie`s läuft.

    Wir müssten uns als Konsumenten – Masse formieren und alle zugleich
    die Forderungen stellen, dazu müssten wir uns erst einmal bewusst
    werden, w a s überhaupt los ist, und was wir wollen. Wenn ich ins
    Geschäft gehe und grüne Marillen sehe, dann kaufe ich kein Stück
    davon. Doch ich sehe, wie Andere die kaufen. Ich denke mir dann immer,
    „die sind irre“! Manchmal sage ich auch etwas, doch selten hat einer,
    meist ein Mann, eine gute Ansicht darüber.

    „Wenn keiner kauft, dann gibt es in zwei Wochen reifes Obst!“ So einfach
    wäre es. Doch wir machen mit! Ich fasse es nicht!

    Von den ganzen Kühen, die ungebraucht mit dem Radlader auf den
    Abfall gekippt werden, will ich gar nicht anfangen. Ich verweigere,
    mir das visuell zu geben, mir wird das immer nur berichtet, und
    das hört sich schon entsetzlich an. Eine Kuh zu viel geschlachtet,
    na und? Gibt ja genug davon! Das ist grässlich dumm. Wer übernimmt
    dafür die Verantwortung? Wenn wir überall zusehen und uns das
    egal ist, dann hängen wir energetisch mit drin?

    Zustimmung per Achselzucken? Reitet uns diese Haltung ins Chaos?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.