4 Antworten auf „Ich habe Rainer gefragt“

  1. @ Magnus

    wer ist Rainer?

    Rechtschaffenheit also. Ist das nicht schon ziemlich lange her?
    So lange, so weit zurück, als noch der Vater das Familienoberhaupt war?
    Der gerechte, treu sorgende Vater, der gütig war zum rechten Moment
    und der alles in seinem Weitblick hatte? Das Land, die Familie, die Tiere
    und die Pflanzen.

    Ich hörte da einmal etwas echt interessantes. Bis in die 70er Jahre musste die Frau ihren Mann fragen, ob sie arbeiten gehen dürfe. So gesehen war die Frau damals das Eigentum des Mannes. Das wurde – hurra – erfolgreich abgeschafft. Doch wer schützt uns Frauen jetzt? Jetzt sind wir gleichberechtigt, gleichverpflichtet, müssen niemanden fragen und dürfen Vulven malen. Weil echt ist nicht mehr. Nur mehr abstrakt. Ich meine, es war nicht alles gut, früher. Wer ist schon gern jemandes Eigentum, der mit seiner Verantwortung nicht umgehen kann?

    Kann Irgendjemand behaupten, dass es uns jetzt allen grundlegend besser geht? Nach allen Versprechen, die gemacht und gebrochen wurden? Nach allem, was wir selbstbestimmt und tatsächlich ausprobiert haben? Es ist vielmehr wie mit Kindern, die zu viele Freiheiten und zu wenige Grenzen haben. Unsicherheit und Ängste sind derart angestiegen, dass viele von uns nicht mehr entscheidungsfähig und handlungsfähig sind! M ü s s e n wir diese Erfahrungen alle machen, um weise zu werden? Oder ist das alles völlig unnötiger Zierrat, Kür, Langeweile und pure Dekadenz?

    Heimat. Heute wiederfinden? In uns selbst? Heute am Tag der Sommersonnenwende. Verankerung in uns selbst, sicher und ruhig, egal, was im Außen tobt? Ist das möglich? Ich probiere es jetzt einfach aus. Besser als Vulven malen für den Pastor ist das allemal!

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