Von klugen Frauen

Mir sagte jetzt eine kluge Frau und vor Monden eine wohl etwas weniger kluge, sie wolle nie mehr in ihrem Leben mit einem Manne ernsthaft zusammen sein.

Es ging dabei in keiner Weise um mich.

Der klügeren sagte ich nur: „Das weißt du nicht.“

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Eine Antwort auf „Von klugen Frauen“

  1. Jeder klugen Frau ihr Wille.

    Ich sage: Sag niemals nie.
    Nur bei Moralpredigern, sei es in der Bibel oder aus der Wissenschaft, da halte ich mich gerne fern. Das ist mir zu verstaubt. Ok, jeder, jede, wie einer selbst will.

    Die Frau

    Es ist kein Geheimnis, dass es genetische Unterschiede gibt, zwischen Mann und Frau. Ich meine genetische, nicht Ge – ich kann mich nicht überwinden, das „Schlecht“ – Wort zu schreiben. Also nicht, wo der offensichtliche Unterschied liegt.

    Ich weiß nicht mehr, wo ich die Behauptung aufschnappte, dass ein Mann keine Frau glücklich machen kann. Die Begründung: Frau ist so launisch, sie will morgen das Gegenteil von heute.

    Umgekehrt geht es schon. Frau kann Mann glücklich machen. Mann ist eingleisig, berechenbar, stabil. Grob gesagt. Bitte nicht beleidigt sein, sollte ich Maßgebliches vergessen haben. Um nicht andere Frauen zu beleidigen, die sich selbst anders wahrnehmen, wie ich zum Beispiel meine Nachbarinnen, schreibe ich jetzt dennoch einmal nur von mir.

    Zuvor noch: Es gibt solche und solche Frauen. Schöne, vor allem wenn jung, d o m i n a n t e und s c h ü c h t e r n e. Beides kann für einen Mann sehr strapaziös sein. Die Dominante will. Die Schüchterne will auch. Nur auf eine andere Art und Weise. Näher gehe ich lieber nicht darauf ein. Wo gehöre ich hin?

    Ich bin die passive Cholerikerin. Das Passive an mir scheine ich inzwischen schon ziemlich eliminiert zu haben. Ok, ich fühle mich schon bevorzugt gegenüber melancholischen Frauen oder phlegmatischen, und sanguinischen. Gerade bei „sanguinisch“ stieß ich jüngst in einem Schulbuch auf mich überraschende, sehr negative Klassifizierung. Nun ja, es gibt keine reinen Formen des Temperamentes. So bin ich wieder aus dem Schneider. Ätsch… (Ätsch ist südländisches Temperament und beugt jenen vor, die jetzt schon den einen Zeigefinger auf dem anderen vorwärts trieben!)

    Wie ich auch bin, ich habe gelernt, mich anzunehmen, an mir selbst Freude zu haben, denn ich habe gewaltige Vorzüge und Vorsprünge aufgebaut. Allein schon durch mein Alter. Ich bin angekommen im Erwachsenenalter! Welche Leistung. Hurra, ich lebe noch! Nein, im Ernst. Ein Mensch, vor allem eine Frau, die über sich selbst lachen kann! Wie lange ich gebraucht habe, um das zu üben und zu stabilisieren! Dann kann ich jetzt schon „drüber schlafen“. Wenn etwas ist, ich schlafe zuerst darüber, bevor ich den Zaun mit mir selbst überrenne.

    Ich schätze die überragenden Vorteile dieses Rituals. Denn am nächsten Morgen „sieht die Welt wieder anders“ aus. – Dann falle ich nicht mehr auf jede Lüge herein und ich bleibe ruhig, wenn ein Rudel Vorschulkinder jäh versucht, meinen Garten als Spielfeld zu erobern und zu annektieren.

    Na gut, ich gebe zu, die Diskussionen mit Sprachwissenschaftlern sind noch etwas sehr heftig und ungestüm, doch das habe ich im Auge. Immerhin. Sprachwissenschaftler zeichnen sich durch letztliche Versöhnlichkeit aus und begeben sich über Nacht wieder auf die sachliche Ebene. Das kann ich sehen und anerkennen. WER bitte, hat an mir noch etwas auszusetzen?

    Hoffentlich meldet sich hier niemand, sonst komme ich womöglich in irre Erklärungsnot und ins Zwischenschwitzen, wo es doch jetzt etwas kühler ist als zuletzt…… Seid gnädig mit uns Frauen und seht das Schöne an uns, und wenn es nur die Seele ist, weil der Körper schon den Weg der zellularen Kapitulation ging….

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