Nochmals von Fritz Wunderlich

Ich denke, ich habe jetzt einen wesentlichen Teil dessen heraus, was Fritz Wunderlich zu seinem großartigen Sängertum hingeleitete.

Ich weiß, das wird wieder vielen nicht schmecken, aber sei‘s drum.

Es war seine Bodenhaftung, seine Erdung, seine Heimatverbundenheit.

Sicherlich wuchs er da hinten in der Pfalz in härtester Mundart auf. Dann lausche man aber seinem hörrohrreinen Hochdeutsch.

Wahrscheinlich hat er nie von der Uruz-Rune gehört, nur die gesehen, die im Dritten Reich angesagt, doch war ihm als anständigem Pfälzer offenkundig Wurst und Wein genug, als er davon endlich genug sich leisten konnte, der Kriegsbub, der noch im November kurze Hosen tragen musste, und natürlich seine Frau.

Seine Mutter soll er immerzu wieder besucht haben, der früh vaterlos Aufgewachsene, als er schon in Stuttgart wohnte und berühmt geworden war.

Treue kann eben auch zur Stimmtreue führen.

Nachtrag

Indem ich hier immer wieder den Schwaben heraushänge – es ist nunmal so, dass ich in Stuttgart aufwuchs, als man da noch Schwäbisch konnte – : Eigentlich bin ich ein halber Pfälzer, denn beide Eltern meines Vaters waren Zugereiste aus der Pfalz.

Inzwischen bekam ich aber sogar bestätigt, ich sei schon ein halber Franke, obzwar ich natürlich immer ein Schwabe bliebe.

Bayer werde ich wahrscheinlich nicht mehr, und Hamburger oder Berliner erst recht nicht. In diese beiden Städte zögen mich keine hundert westfälischen Pferde. Nichtmal alle Frankfurter Großbänker zusammen.

Hat jetzt nichts direkt mit Fritz Wunderlich zu tun, doch fand ich diese Klärung hier angebracht.

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