Harzholzi hatte fast zu viel gedacht

Der Harzholzel – in der Nacht zu viel gedacht? – hat es heute doch nicht bis hin zum vermuteten Bärlauch am Mariabuchenbächlein gebracht. Er brung auch nur ein Stück schönes Holz heim, nichtmal Weißdornblätter, in Gedanken, die gebe es ja morgen auch noch, und ein Brennesseltee vom Hof sei ja ein Leichtes, ihm alle Organe zu heben.

Der Harzholzel denkt oft selbst beim Radeln einfach noch zu viel.

Doch, siehe da, an der schönen Rohrbacher Kapelle oberhalb des Kreuzgangs, grad am Eck, da traf er auf einen modernen Radler, einen mit Helm und Spezialhose und dem ganzen Rest, den der Harzholzler nicht an sich ziehen mag, und jener, etwa desselben Alters, fummelte da etwas irritiert an seinem Schmerzphon.

Der Holzel spruch ihn daraufhin freundlich an, er sei einigermaßen ortskundig, ob der andere denn verloren, seinen rechten Weg suche.

Nein, es funze nur das Teil gerade nicht, sonst plagten ihn keinerlei Unbilden.

Der Harzholzel erklärte ihm noch, weshalb er seit vielen Jahren schon gar kein Ding dieser Art mehr bei sich trage, freundlich, scherzte dazu, der Moderne ward nicht unwirsch, lachte, wenn auch zweiflig, auf wen er da im Walde eben gestoßen, gut dazu, noch ein paar Worte, und der Holzel wünschte ihm noch fröhliches Radeln, der Genoss zurück.

Insgesamt ein schöner Ausritt, indem der Harzholzi in der Nacht fast zu viel gedacht.

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