22 Antworten auf „Von Redseligen und Schweigsamen“

  1. @ Magnus

    Ob es sich so verhält, wie du sagst, hmm…
    Redselige haben eher Mühe, auch mal nichts zu sagen.
    Ich bin schweigsamer als redselig und verstehe mehr vom Schweigen,
    ausser Redselige und Schweigsame sind bereit zuzuhören.
    Schweigen kann man zusammen, reden günstigstenfalls nicht.

    1. @ Kunterbunt

      Diesmal verstehe ich Dich wirklich nicht so ganz. Zumal Deinen letzten Satz.
      Man kann in der Tat sehr schön zusammen schweigen, besonders, wenn Hand in Hand noch nicht einmal ein Blick gefordert.
      Das ist jetzt zwar ein bisschen frech, meinethalben hochmütig von mir, doch bitte ich Dich, noch einmal darüber nachzudenken, weshalb ich Redner für potentiell gewandter im Schweigen halte als Schweiger im Reden. Kommst Du nicht selber drauf, so erkläre ich’s gerne. Jedenfalls, wie ich es sehe, mag ich auch falsch liegen. Noch aber will ich dies kleine Rätsel einen Moment stehenlassen.
      Dafür nichts für ungut bitte und liebe Grüße.

      1. @ Kunterbunt
        (Nachtrag)

        Meine Sichtweise mag natürlich meiner zweifellos vorhandenen und oft bezeugten Redseligkeit geschuldet sein. Ich meine aber, dass sie logisch gegründet ist. Was rede ich schon wieder, das sollte eigentlich schon gesagt sein. Was ich jedenfalls nicht will, das ist Dich verdrießen. Jetzt ist’s kurz vor Elfe, und wenn ich bis Mitternacht nichts von Dir dazu höre, im Sinne eines Verstandenhabens wie ich es sehe, löse ich das erbärmliche kleine lächerliche aufgeblasene Rätsel selber freiwillig auf. Vielleicht ist es ja nur ein Hirnpfarz von mir.

    2. @ Kunterbunt

      Bitte um Verzeihung, ich schaffe die Auflösung des Rätsels erst dann sauber, wenn ich geschlafen habe. Bis eben mit Rainer telefoniert.
      Achwas, Gedöns, ich versuche es.
      Wer hatte mehr Tun, seine Kunst wirklich zu üben, setzte sich darin allem und jedem offen aus? Wer musste überhaupt sich üben? Gar in beiden Künsten? Der Schweiger oder der Redner?

  2. @ Magnus

    Die Redseligen setzen sich mehr aus, aber die Schweigsamen werden oft verkannt. Es ist nicht „in“ zu schweigen. Mit Schweigen geht mensch in der heutigen Zeit unter. Es sind die Eloquenten, welche das Rennen machen. Jedoch haben die Schweigsamen meist gar kein Bestreben, sich in den Vordergrund zu drängen. Reden um des Redens willen kann bei mir nicht punkten. Ich bewundere Eloquente, ich bewundere aber gleichsam in sich Ruhende. Beides zu seiner Zeit, sage ich mal. Auf einer Wanderung schwatze ich nicht gerne. Gehe ungern mit Leuten wandern, welche die ganze Zeit schwatzen. Denn in der Natur tanken wir Energie. Lieber lausche ich einem Bächlein und dem Wind in den Blättern als einem Endlosschwätzer. Anders verhält es sich, wenn mir jemand etwas erklärt. Dann bin ich – je nach Thema – ganz Ohr. Habe eine Bekannte, die anfangs stets zu reden begann, wenn ich grad was sagen wollte. Habe ihr dann eine Skizze gemacht, dass der Redner sendet und der Zuhörer empfängt und sich das Ganze dann wendet. Sie hat das sofort begriffen. Wir kennen uns seit über zwanzig Jahren und meine damalige Skizze hat sich bis heute bewährt. Unsere Gespräche sind sehr angenehm. Mit einer anderen langjährigen Bekannten hat es sich weniger bewährt, d.h. sie hat es bis heute nicht verstanden, dass gleichzeitiges aufeinander Einreden in Kakophonie ausartet und für das vegetative Nervensystem Stress bedeutet. Also nochmals: Alles zu seiner Zeit. Aber ich vermute, du wolltest ganz was Anderes aufwerfen, was mir verborgen bleibt, wenn du das Geheimnis nicht lüftest.

    1. @ Kunterbunt

      Ich meine, ich habe das Rätsel hinreichend gelüftet. Denke nicht, dass ich zu dem von heute Nacht noch etwas hinzufügen muss.
      Sonsten zu Deinem Text: Ich bin, übersetzt man mich ins Weib, schon mitunter eine schreckliche Quasselstrippe. Aber nicht immer, und schon gar nicht beim Wandern, es sei denn, es ergibt sich mit dem andern, der andern, den andern beim Wandern.
      Ohne Dich schräg anmachen zu wollen: Du redest wohl viel lieber als Du denkst. Womit ich nicht meine, dass Du lieber redetest, als dass Du dächtest.
      Für die Weiber, die Du nur schwer ertragen kannst, kann ich nichts.
      Und, ja, zugegeben, gingen wir mal zum Schlehensammeln oder auf die Hagebutten, womöglich redete ich Dir zu viel dazu. Freude, volles Herz. Ein klares Wort von Dir aber genügte, dass ich mich zu bemessen wüsste. Vielleicht freute ich mich eh schon so sehr Deiner und der Natur um uns herum, dass selbst der Magnus mal stille würde.
      Dein Schweigen hörte ich gerne nicht nur einmal.

      1. @ Kunterbunt

        Ach, ich sehe zunächst, da ist ja noch mehr, noch eins: „Es sind die Eloquenten, die das Rennen machen.“
        Pfeifendeckel.
        Zwar teils wahr, aber genauso falsch.
        Schau Dir mal mich an.
        Kann gut reden, sagt man, und was ist mit dem Rennen? Habe ich es gemacht und das nur noch nicht gemerkt?
        Ich sage nicht das, was gehört werden will, soll. Wenigstens bislang nicht.
        Eloquenz hat mir dabei in Jahrzehnten keiner ernsthaft abgesprochen.
        Nicht einmal Beredtheit oder Redekunst, hatte es einer eher mit dem Deutschen.

        1. @ Kunterbunt

          Ich muss jetzt ein ganz klein winzig bisschen hart werden. Lies Dir Deinen Text nochmal durch, an der Stelle besonders, wo das Doppelquasseln zur schädlichen Kakophonie führe. (Macht übrigens Spanierinnen nichts aus, die können das locker mit gesunden Kindern wie Mehrfachmaschinengewehre zu Dritt.)
          Da musst Du dann ja wohl an der Heranführung der Kränk beteiligt sein, gewesen sein, denn die andere konnte das ja kaum allein.

          1. @ Magnus

            Nein, ich hab’s schlussendlich aufgegeben. Das ewige Dreinreden, wenn ich mal ausnahmsweise was sagen wollte, war für mich zu unausgeglichen. Jemandem zuhören hat für mich mit Respekt zu tun. Was dazu kommt: Ich nehme die Gedanken der andern wahr, habe dies seit Kind praktisch nicht verloren. Als Kind war’s noch ausgeprägter als jetzt. Wenn ich sprach, registrierte ich gleichzeitig die Gedanken dieser Bekannten, was sie mir als nächstes sagen würde. Sie war/ist eine starke Senderin; bei andern taucht dieses Problem viel weniger bis gar nicht auf. Meine Bekannte hörte gar nicht hin – wozu dann noch reden?

  3. @ Magnus

    „Wer hatte mehr Tun, seine Kunst wirklich zu üben, setzte sich darin allem und jedem offen aus? Wer musste überhaupt sich üben? Gar in beiden Künsten? Der Schweiger oder der Redner?“
    Ein Rätsel lüftet sich mir nicht in zusätzlichen Fragezeichen.
    Solltest du die Redseligen meinen, die sich mehr ins Zeug legen müssen als die Schweigsamen, dann verweise ich einfach auf die unterschiedliche Veranlagung. Beide haben eine unterschiedliche Wesensart. Den einen fällt dieses leichter, den andern jenes. Für mich bedeutet ein Schweigeretreat nichts Aussergewöhnliches oder etwa ein herausfordernder Effort.
    „Dein Schweigen hörte ich gerne nicht nur einmal.“
    Hier handelt es sich um eine Hypothese.
    „Du redest wohl viel lieber als Du denkst.“
    Ich tausche mich gerne aus und erweitere gerne meinen Horizont, was mensch sowohl auf die eine wie auf die andere Art tun kann.
    „Womit ich nicht meine, dass Du lieber redetest, als dass Du dächtest.“
    Richtig erkannt, finde ich. Meist denke ich ein paar Schritte weiter als mein Umfeld, was nicht heisst, gut in berechnenden Disziplinen wie etwa Schach zu sein. Habe ein Hirn mitgebracht oder ausgebildet, welchem die Kalibrierung für Kalkül abgeht.

    1. @ Kunterbunt

      Verstanden. Du hast aber auch verstanden, denke ich, was ich vor die Fragezeichen setzte.
      Sonsten: Du brauchst jetzt viele Fremdwörter. Du kennst sie gut, keine Frage.
      Dann aber wird es mir dererentlang zu bunt, zu falsch, am Ende, selbstherabsetzend, unglaubwürdig: „Habe ein Hirn mitgebracht oder ausgebildet, welchem die Kalibrierung für Kalkül fehlt.“
      Das glaubst Du ja wohl selbst nicht.
      Ich jedenfalls nehme Dir den Satz nicht ab.

      1. Hochdeutsch ist für mich eine Fremdsprache. Ich schreibe dir aus Europa, nicht aus DE. Und wir sind hier umgeben von mehr als einer Sprache. Meine Art, mich auszudrücken ist ein Mischmasch. Ich werde nie wie eine Deutsche schreiben können.
        Das mit dem fehlenden Kalkül: Manche denken deshalb von mir, ich sei blöd und behandeln mich auch so – traurig, aber wahr.

        1. @ Kunterbunt

          Du hast mich schonmal besser…ja, angeschwindelt. Dein Deutsch ist exzeptionell, wenn ich es nur so sagen kann, dass Du es in Deinem Halblatein verstehst. Unter wie viele Scheffel willst Du Dein Licht jetzt stellen? Drei Stahlhelmscheffel, dass ich vier Spitzeisen stumpfhauen muss, um bis zu Deinem Kerzelein zu kommen?

          1. @ Magnus

            Ja, wir schreiben hier oft in Halblatein, es ist für mich/uns ganz normal.
            Exzeptionell würde ich jedoch als Ausdruck so nicht anwenden.
            Es ist meine/unsere Art von Genauigkeit, Deutsche haben eine andere.

          2. @ Kunterbunt

            Exzeptionell war nur für Dich. Ich weiß, dass der Schweizer das so eher nicht sagt. Dafür braucht es einen Schwaben, der nicht völlig durchromantisiert, aber doch allen seinen Charme zusammengeizt.

          3. @ Kunterbunt

            Ich sage das jetzt eben doch.
            Ich habe keinen Bock darauf, mich zum öffentlichen Esel zu machen, nur, weil mir manche Rede einer „eloquenten“ Frau gefällt.
            Du lügst nicht wenig. Und dann teils noch so, bei Deiner Intelligenz und Eloquenz, dass Du hättest besser lügen können. Und ich soll, vermutlich, vom falschen Luxemburg bis hin zu den Runen, von denen ich vermute, dass Du kaum eine Ahnung hast, darob als Dummbatz dastehen, indem Du mich mit feinen Worten zwischenzeitlich angefüttert, ich Dir schön aus der Hand gefressen.
            Ich verweise Dich ausdrücklich noch nicht. Du hast sehr viel Gutes und Schönes und Bedenkenswertes hierhergetragen. Dafür mein untilgbarer Dank.
            Ich will ansonsten auch nicht darüber spekulieren, was, für wen, aus welchem Grunde Du hier ansetztest. Ich habe Dir gegenüber immer noch ein von Liebe durchdrungenes Gefühl, so blödsinnig sich das nicht nur anhören mag. Ich lasse mich deswegen aber nicht von Dir zum Kasper machen. Entscheide Dich. Werde redlich.

          4. @ Kunterbunt

            Gab es da nicht wenigstens den Max Frisch, der immerhin jenen schäbigen „Homo Faber“ zu schreiben wusste, in dem sprachlich lediglich auffällt, dass er recht oft „obschon“ verwandte? Und Keller, konnte der’s auch nicht? Ich habe den Kanal voll. Bildet Euch auf Euren Sonderweg ein, was Ihr wollt. Den Banken wird es wohl weiterhin guttun, sonstigen Lügnern sowieso. Ich habe auch zwei von Euren Uhren. LSD gerade nicht.

          5. @ Kunterbunt

            Hast Du nur eine leise Ahnung davon, wie die älteren Leute hier Altfränkisch am Dorf reden?
            „Wann du do nü meggst“ zum Beispiel für, „wenn du dich da hinbegibst“, nur ganz mild.
            Meinst Du etwa, Eure Mundart sei im deutschen Sprachraum, wegen ein paar romanischen Einsprengseln, die zumal im Badischen und Schwäbischen auch nicht selten, so einzig weit weg vom Hochdeutschen?
            Ausrede ist das, gepaart mit Hochmut.

          6. @ Kunterbunt

            Das habe ich aus Blogreinheitsgründen noch zu sagen.
            Solltest Du mir zeigen können, irgendeinem echten Fachgremium, das nicht von verlogenen Freimaurern durchsetzt, mithin glaubwürdig, dass Du irgendeine Sprache, sei es Rätoromanisch oder jenen anglesischen Dialekt, besser beherrschst als Deutsch, falle ich auf die Knie, leiste Abbitte, schicke Dir zur Abgeltung noch zwei Deziliter von meinem besten Hägenlikör, obzwar der schon extremst rar, an jede Adresse dieser Welt. Mein Ehrenwort darauf.

  4. Diese Texte sind überpersönlich, damit meine ich allgemein zu verstehen

    Aus Der Göttliche Code, Band 1
    Runen – Zeichen aus der Schöpferebene
    Wasser ist die physische Grundlage unseres Lebens auf der Erde. Deshalb stammt die Form des Runenmoduls aus dem Schneekristall. Und so sind die Runen wie alles Irdische – also auch unsere Buchstaben – dreidimensionalen Ursprungs.
    Alles Existierende ist, lebt und wirkt nur dadurch, dass es der Kreuzungspunkt zweier Gegensätze ist.
    Ist die Dualität überwunden, verschmilzt alles in einem einzigen Punkt.
    Der willensbetonte Mensch war auf >cfh< gestimmt sein.
    Und von dieser Einstimmung auf einen Grundton hängt ab, welche Farben wir sehen können.
    Wenn wir liebevoll sind, so ist auch unsere Kommunikation von Liebe geprägt.
    Dadurch befreien wir uns von Loki, denn seine Herrschaft ist beendet,
    sobald wir liebevoll miteinander umgehen. Dies ist das Ziel der Evolution.

    Aus Der Göttliche Code, Band 2
    Die Klassenunterschiede auf der Erde können nicht bleiben.
    Wir stehen heute bei AR, im Zeitalter des Denkens, der Individualität, des Egoismus.
    SIG wird das Zeitalter der Intuition sein, TYR das Zeitalter der ALL-Liebe.
    Auferstehung bedeutet Erkenntnis, die Rückeroberung der wahren Würde.

    Aus Der Göttliche Code, Band 3
    SIG: Ich siege über mich selbst.
    Wenn ihr die Macht erkennt, die ihr über euch selbst habt, dann seid ihr frei.
    Es geht also um eure Macht und eure Freiheit.
    TYR: Tyr ist alles andere als ein Kriegsgott – er ist das Gegenteil eines Kriegsgottes.
    Es geht um die Reduzierung eures Egos.
    Tyr ist die Türe zu Gott-Göttin, die Verschmelzung von Liebe und Weisheit.

    Pjotr Iljitsch Tschaikowski, Hymne der Cherubim
    https://www.youtube.com/watch?v=OPlK5HwFxcw – 7:38
    (Das Bild finde ich nicht so super schön)
    ——–
    Meine Elternsprache unterscheidet sich sowohl in der Syntax wie im Vokabular stark von dem, was unter Hochdeutsch verstanden wird, gehört zu den alemannischen Sprachen und ist durchmischt mit französischen, mitunter italienischen und je nach Bereich englischen Begriffen (v.a. im Sport – meine Eltern konnten kein Englisch, verwendeten dennoch diese Wörter, weil es bei uns keine anderen gibt; Beispiele: fair, foul, goal, goalie). Wörter wie Synchronisierung, Äquivalent, Interferenz und Intervall… sind mir geläufiger als die hochdeutschen Begriffe, nach denen ich manchmal suchen muss.

    1. @ Kunterbunt

      Mein Schwabenmitleiden mit den Schwyzerdütschen kennt fast keine Grenzen.
      Lest Ihr auch Schiller im Dialekt? Gibt es den Wilhelm Tell in Sonderübersetzung an Euren Sonderschulen auch auf Allemannisch?
      Der war übrigens auch Schwabe und lernte doch sein Deutsch.
      Ich hatte übrigens nie das Gefühl, dass zum Beispiel „selle“ für „diese“ mich vom deutschen Sprachraum abgeschnitten hätte.
      Mir scheint, Euch geht es seit den Napoleonischen Kriegen zu gut. Über zweihundert Jahre an allen Kriegen immer nur gut verdient, keinen abgekriegt. Uns Deutschen ginge es allemal so gut wie Euch, schlüge man uns nicht immer zusammen.
      Kriegt Euch mal ein bisschen ein. Mir langt es jetzt. Das habe ich Dir schon gesagt.

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