Vom Schachsprech

Im Schach, vielmehr zum Schach, von vielen geschätzten Kommentatoren, höre ich immer wieder, eine bestimmte gut aufgestellte Figur sei ein „Monster“.

Dabei handelt es sich, soweit ich‘s mitbekommen, immer um einen Springer oder einen Läufer, nie um die ansonsten stärkeren Türme oder gar die Dame. Die ist ohnehin immer ein Monster.

Will heißen, wenn man wenigstens noch einen Turm hat, den man gegen die Leichtfigur tauschen könnte, es hülfe auch nicht, wenigstens nicht so leicht.

Hier ist also ein „Monster“ eine Figur, die weit über das hinausragt, was sie nach üblicher Einschätzung kann.

Von einem Bauern, selbst wenn er kurz vor der Verwandlung an der gegnerischen Grundlinie steht, habe ich den Begriff noch nie gehört.

Eigenartig.

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.