Oding – Gerhard Heß

Da hier vor einigen Tagen in einer Diskussion mit Leserin – und Gastautorin – Kunterbunt doch von meiner Seite her wieder die Runen aufkamen, ich eben mit Gert nochmal telefoniert, will ich auch auf diesem meinen neuen Blog noch einmal darauf hinweisen, dass jeder Interessierte sich sein Buch besorgen sollte: „Oding-Wizzod“, Knaur Verlag.

Keiner hat meines Wissens wie Gert gezeigt, dass wir mit dem 24er gemeingermanischen Futhark nicht nur ein „Alphabet“ vorliegen haben, mit dem man heute noch jeden deutschen Text schreiben kann, sondern ein kosmologisches Gesamtsystem. Wer‘s mir nicht glauben will, der lese.

Bisher 42 Kommentare

42 Antworten auf „Oding – Gerhard Heß“

    1. @ Kunterbunt

      Kannte ich noch nicht, diese Schriften zu den Runen. Da muss ich mich erst kundig machen. Bin gespannt, ob der Bezug zum Jahreskreis da so klar wie bei Heß. Vielleicht frage ich Gert gleich dazu.

    2. HÖRT DER RUNEN-UNSINN FREIER FANTASIE NIE AUF ?
      Was unter den gegebenen Links – zu den Texten einer Frau Iisa Denison – behauptet wird, ist abgestandener Unsinn in Reinkultur; man muss sich als Deutscher geradezu schämen, dass derartige abgeschmackte Dummheiten immer noch verbreitet werden und Gehör finden. Die Frau hat keinen blassen Schimmer von Runen. Mit Sicherheit hat sie niemals eine runische Originalritzung begutachtet, geschweige denn, vor den Runensteinen Skandinaviens gestanden. Hätt sie es, würde sie nicht diesen Unsinn von sich geben, dass alle Runenzeichen in den Sechsstern passen könnten. Diese Scharlatanin schrieb einfach nur den faulen Zauber ab bei den Runen-Obskuranten John-Gorsleben und Stephen E. Flowers, alias Edred Thorsson. Letzterem schrieb ich schon vor 20 Jahren ins Stammbuch: Ein US-Amerikaner, verfasste nach Studien, die ihn auch an die Universität Göttingen führten, „A Handbook of Rune Magic“, 1984, verlegt bei seinem Schwiegervater Samuel Weiser in Maine. Die deutsche Übersetzung erschien 1987. Ein „Handbuch der esoterischen Runenlehre“ 1991 folgte. Obwohl er korrekt vom 24er Ur-Futhark ausgeht und auch die jüngeren Runenformen vorstellt, zeigt seine Bezugnahme auf List, Gorsleben und Spiesberger die mangelnde Distanz zu eindeutig unseriösen Runologien. Er ist Gründer des „Ring of Truth“, einer nicht unbedeutenden US-Asatru-Organisation. 1997 erregte er einen Skandal, als seine satanisch-magische Weltanschauung offenbar wurde. Neue, bahnbrechende Schlüsselerkenntnisse vermag der Autor nicht anzubieten. Und auch er begreift letztlich die Runen nur als abstrakte Lineargebilde, welche alle in das hagalaz-Zeichen (Sechsstrahl) des jüngeren Futhark hineinpassen bzw. aus dieser Rune, die er „Mutterrune“ (!) nennt, abgeleitet sein sollen (S. 52 in „Handbuch der Runen-Magie“). Da ein Mann von der Intelligenz Flowers solch eine weitreichende und gewagte Behauptung sicherlich nicht ohne hintersinniges Kalkül vertreten würde, regt er damit die Spekulation über seine Beweggründe an. Er weiß so gut wie jeder andere studierte Runenfachmann, dass es frühe runische Rundformen gibt, welche in keinen Sechsstern hineinpassen können. Erst im jüngeren Futhark ab 9. Jh. n.0 taucht der Sechsstern als Hagelzeichen auf, vielleicht wegen der natürlichen hexagonalen Formen von Schnee- und Eiskristallen. Aber schon seit Ende 6. bis Mitte 5. Jahrtausend v.0 finden sich die Lineargebilde der „Hagal-Rune“ auf mesopotamischer Halaf-Keramik – bis hin zu den neubabylonischen und assyrischen Rollsiegelbildern des 8. und 7. Jh. v.0. Flowers „Mutterrune“ hätte somit – gemäß heutigem Erkenntnisstand – ihren Ursprung in Vorderasien. Ist das Flowers Botschaft ?

      1. HÖRT DER RUNEN-UNSINN FREIER FANTASIE NIE AUF ?
        Mitteilung an Herrn Hess
        Die Grafik-Designerin Isa Denison hat sich +/- dreissig Jahre mit den Runen befasst.
        Meine Bedenken mit dem „Bashen“ haben sich also bewahrheitet. Ich war mir sicher, Sie könnten für die aussergewöhnlichen Entdeckungen von Frau Denison und ihrer verstorbenen Freundin kein Verständnis aufbringen – im sehr wahrscheinlichen Gegensatz zu Frau Denison Ihnen gegenüber. Ich wage zu behaupten, Sie unterschätzen ihre Seelenreife.

        1. @ Kunterbunt

          Ich kann die Werke von Frau Denison nicht beurteilen, da ich sie nicht kenne. Ich werde mich damit befassen. Jetzt will ich lediglich mitteilen, dass Gert hier vielleicht nicht immer hinschaut. Damit mag Dein/Ihr Kommentar hier ins Leere gehen. Ich weiß auch nichts davon, dass er Frau Denison „gebasht“ habe. Für mich sowieso ein Ausdruck, den ich nicht verwende.
          Damit aber verweise ich Deinen/Ihren Beitrag keineswegs. Ich wüsste dann hier nur gerne Genaueres zur Sache.
          LG
          Magnus
          Nachtrag 22.49
          Ich werde mich mit den Werken von Frau Denison wohl nur dann näher befassen (meinte sie nicht, mit „Gott“ gesprochen zu haben?), wenn mir mehr Hinweis und Anlass gegeben wird. Mit „Gott“ kann seit Luther angeblich jeder Trottel sprechen.

          1. @ Kunterbunt

            Ich hätte, deshalb schreibe ich noch einmal, zu den Runen, zum Disput, gerne Konkretes. Aufzeigendes. Es mag dem, was Gert sagt, gerne widersprechen. Ein blanker Hinweis irgendwohin reicht mir dafür nicht. Etwas Butter bei die Fische bitte. Mein Tag ist etwa so lang wie in Österreich oder Niederdeutschland.

        2. Sie irren, Herr Kunterbunt, bitte lassen Sie das Unsinnswort vom „Bashen“ ! Ich hätte ganz anders schreiben müssen, wenn ich die Frau so hätte schmähen wollen wie sie es verdient hätte ! Diese Frau stellt eine frei erfundene Runenreihe hin, als sie authentisch. Sie betrügt ihre Leser in ungehörigster Weise. Es gab zu keinem Zeitpunkt eine Runenreihe von 18 Zeichen; es handelt sich dabei um eine Erfindung von Guido List vor über 100 Jahren. Seit hundert Jahren nichts dazugelernt -; was soll man davon halten ?! Beginnen Sie mit der redlichen Kritik an sich selbst -, falls Sie Ehre im Bauch haben ! Fragen Sie sich einmal nüchtern und sachlich: Was sucht der Mensch der sich mit Runen beschäftigen möchte ? Die echte Quelle, das Original, oder eine läppische Erfindung eines fantasievollen Österreichers ?

        3. WARUM DIESE ALBERNHEITEN VON HERRN KUNTERBUNT UND FRAU DENISON ?

          „Obwohl die Edda vorwiegend aus dem 13. Jahrhundert n.Chr. stammt, zeigt sie die 18 ursprünglichen Runen. Sie werden in dem Begriff Futhork zusammengefasst, weil die Silben der oberen Runenreihe mit den Buchstaben f bis k beginnen (fa, ur, thor, os, rit, kaun).“ Wer solchen Schwachsinn veröffentlicht, darf mit Fug und Recht als Runen-Scharlatan besprochen werden, ohne der Person zu nahe zu treten, denn hier geht es allein um eine fachliche Beurteilung. Jeder Mensch hat zumindest zwei Seiten, mit denen er nach außen hin in Erscheinung tritt. Als Fachmann/Fachfrau kann eine Person ein ausgemachter Idiot sein und doch gleichzeitig ein lieber, nette Zeitgenosse. Das Erstere trifft auf Frau das Zweite kann ich nicht beurteilen weil ich die Dame als Mensch nicht kenne. Herr Kunterbunt stieg für Frau Isa Denison in den Ring, ohne deren Runen-Aussagen beurteilen zu können. Das zeigt wieder einmal mehr, wie leichtsinnig törichte Menschen für ihnen fremde und undurchschaubare Projekte auf die Schanzen gehen können. Man fragt sich nachdenklich, ob es sich dabei um ein typisch deutsches Problemchen handeln könnte. Das pubertäre Engagement für die „Weltklimarettung“ zeugt von der gleichen unfundierten Gemütshaltung. Jugendliche unausgewogene Hitzköpfigkeit führt zu solchem Handeln und eine gerüttelte Portion Albernheit. Ich möchte Herrn Kunterbunt eindringlich die Frage stellen: Wem oder was soll jenes Glasperlenspiel der Frau Denison eigentlich nützen ? Der Runenfachmann ordnet ihre „Runen-Arbeit“ als kindhaften Schmonzes ein und der Laie wird auf einen Holzweg geführt. Gibu auja asa ! Gerd Hess

    3. @ Gerhard

      Lieber Gert, ich freue mich sehr, dass Du hier selber eingrätscht.
      Wie meine letzten Texte zeigen, hatte ich ein paar düstere Stunden.
      Danke und Heil Dir!

      1. @ Kunterbunt

        Ich grätsche jetzt im eigentlichen Sinne ungefragt nochmal ein, mit meinem an Gerts gemessenen sehr bescheidenen Runenwissen.
        Es gibt zweifellos mehrere bezeugte Runenreihen. Auch die späte nordische mit 16 Runen. Erinnere ich mich recht, gab es sogar „Friesenrunen“ mit 33 Zeichen. Die 18er-Reihe ist nach allen Zeugnissen, die mir bekannt, in der Tat eine späte Nacherfindung, so, wie es Gert beschrieben hat. Der sich übrigens, so, wie ich ihn kenne, eher selber einen Zehen abbisse, bevor er vorsätzlich Unwahres dazu sagte.
        Das 24er gemeingermanische Futhark ist das älteste nachgewiesene, es ist das logischste, es bildet, wie Gert herausfand, den Jahreskreis ab, und man kann damit nach wie vor deutsch schreiben, was mit dem echten 16er wie mit dem aufgepropften 18er nicht möglich.
        Ich lerne gerne dazu. Bringt mir jemand Besseres, widerlegt jemand Gerts Interpretation vom Grunde her, nicht in einem kleinen Detail, wo er sich geirrt haben mag, so bin ich der erste Neugierige.
        Allein schon von einem „Futhork“ zu sprechen, anstatt „Futhark“ (Gert liest es linksläufig, also „Oding“), womit das A zum O würde, also der Ase zum Osel, ist angesichts des Othala (Odal), der O-Rune, reichlich absurd.
        Ich will Dir (ich nehme mir jetzt das Du) nichts Übles unterstellen. Ich freue mich über jeden, der sich für dieses unser kaum fassbar grandioses Erbe interessiert.
        Auch ist es nicht so (das nehme ich mir jetzt ungefragt gegenüber Gert heraus), dass Gert irgendwas gegen Leute, gar noch Frauen, hätte, die etwas „esoterischer“ an die Runen herantreten. Er braucht da meinen Schutz gewiss nicht, ich will es hier aber gesagt haben. Weshalb ist er so „rationalistisch“? Wohl, weil er, wie ich, sich gerade auf diesem Felde nicht in rein Spekulatives begeben will. Natürlich ist er „begeistert“, er verabscheut keinerlei „Rituale“ und zumal Feste dazu, wie ich auch. Wer mit mir zur „Walpurgisnacht“ auf dem Brocken bei einem schönen Braten und Weins genung runentanzen gehen will, der lade mich gerne ein. Dieses Jahr komme ich vielleicht endlich sowieso.
        Es geht auch nicht um Rechthaberei. Wer das möchte, darf natürlich eine jeder seriösen wissenschaftlichen Beschreibung spottenden Interpretation der Runen anhängen, sich darüber gar mit „Gott“ unterhalten zu haben wähnen. Es gibt wahrlich schlimmere Formen des Glaubens. Denn dass Runenfreunde wegen verschiedener Ansichten übereinander hergefallen wären, ist mir zum Glück bis zum heutigen Tage unbekannt.
        Allein, oben war es nur eine Andeutung: Es mag sein, dass Du hier nur, wie man heute sagt, „herumtrollst“.
        Dass es nämlich gerade auf diesem Gebiet Irre, womöglich bestellte Störer gibt, das liegt auf der Hand. Und unterstelle ich Dir das damit keineswegs.
        Damit will ich Dich weder verweisen noch verschrecken. Im Gegenteil. Ich freue mich auf weitere Beiträge von Dir.

  1. @ Magnus

    Isa bezieht sich nicht auf den Jahreskreis, sondern auf die Menschheitsentwicklung im Laufe der Epochen. Die Runen wurden als Hilfsmittel auf diesen Planeten gebracht. Früher kommunizierte mensch telepathisch, bis sich diese Fähigkeit grösstenteils verlor. Wenn du Pech hast, wird Gert die Bücher „bashen“, wäre schade.

      1. @ Kunterbunt

        „mensch“ ohne Artikel und in Kleinschreibung? Bei Deinem Können wohl Absicht. Welche?
        Zum Glück musst Du Dich hier des Deutschen befleißigen, Telepathie für alle funzt über diese Seite noch eher nicht.
        Ich bin aber ganz telepathisch Ohr. Freundliche Botschaften höre ich auch so gerne. Bin gespannt, was Du mir so auszuraunen hast.

        1. @ Künterbüntere (den schweren Akzent kann ich gerade nicht aufrufen)

          Immerhin verstehe ich Dein Romanesisch. Ich tue mir jetzt aber nicht den Tort an, Dir darin zu widerstehen zu trachten.

      2. Ich lese jetzt mehrfach die Bedenken, ob ich irgendwelche Bücher „bashen“ könnte, also „heftig schlagen“. Ich wüsste nun wirklich nicht, warum ich Bücher schlagen wollen könnte ? Also eine höchst seltsame Ausdrucksweise und höchst seltsame Vermutungen. Mir, als Heilbehandler, läge nichts ferner, auf Autoren einzuschlagen die den größten Humbug verzapfen und damit gutwillige, suchende Menschen von den echten Erkenntniswegen abhalten, indem sie diese mittels ihrer aufgesteckten Irrlichter in Sümpfe und Moore des Unsinns locken. Es tut mir nur herzlich leid, um die Verlorenen. Wozu ich lediglich dringend aufrufe: Prüfet sorgsamer bevor Ihr Leuten glaubt und vertraut -, schaut ob diese Leute, die vorgeben, Fachleute zu sein, wahrhaftig das gründliche Wissen um ihr Thema besitzen können ! Die Runen können sich nicht wehren und müssen ihr Fell jedem Narrenschuss feilbieten. Und die Narren um uns herum werden immer mehr, in der Politik sowieso, in der Klimaforschung und auf dem Gebiet der „Runen-Laienforschung“ seit mittlerweile über 100 Jahren -, mit schrecklich albernen Ergüssen.

        1. @ Gerhard Hess

          Die Runen sind Stäbe, die nicht brechen. Sie müssen sich auch nicht wehren. Sie sind ja keine Lebewesen wie wir.
          Und Du, lieber Gert, musst selbstverständlich schon gar nicht „bashen“.
          Wann kam Dein Buch „Oding-Wizzod“ raus?
          Eben nochmal nachgeschaut, mein Gedächtnis trog mich nicht: 1993.
          Wenig später haben wir uns kennengelernt. Viel Wasser ist seitdem den Rhein und die Donau hinabgeflossen.
          Und, Du magst lachen: Indem ich eben das Datum prüfte, landete ich bei Amazon, und da gibt es jetzt tatsächlich nur ein Buch (original, Knaur Verlag) für schlappe 79.90 Euro gebraucht. Ich dachte, die müssten inzwischen 24 000 kosten pro Stück.
          Wenn ich mein Exemplar noch zehn Jahre behalte, kann ich mir dafür Goldman Sachs kaufen.
          Spaß beiseite: Hast Du mal an eine blanke Neuauflage gedacht? Oder, ich kenne Dich, lieber eine überarbeitete?
          Da der Knaur es nicht mehr rausbringt, sollten alle Rechte an Dich zurückgefallen sein. Ich hülfe gerne mit bei einer Überarbeitung.
          Zehn Jahre später kann ich mir für zehn Freiexemplare (wir geben gleich nur 888 Stück raus) nicht nur Goldman Sachs kaufen, sondern den ganzen Google und Apple und das restliche Geschwattel noch dazu.
          Was hältst Du davon?

          1. @ Gert

            DU bist es, meines besten Wissens, der die lunisolare Jahreskreiszuordnung des 24er gemeingermanischen Futharks entdeckt hat. Und so belegt, dass dawider ja keiner mehr auch nur halbwegs ernsthaft anzustinken sich verwagt. Ein kosmologisches „Alphabet“!!! Wer, wo hat so etwas? (Und, für andere Leser: Man kann damit vollauf leserlich heutiges Deutsch schreiben!)
            Du hast unendlich viel mehr Runenwissen als ich. Ich biete Dir aber hiermit ganz bewusst öffentlich meine ernsthafte Zusammenarbeit als Sprachwissenschaftler, Lektor, was auch immer, als echter Freund, mit aller Kraft, für eine Neuauflage an.
            Heil Dir!

    1. WIE KAM ES VOR 100 JAHREN ZU DEM RUNENULK DER ERFUNDENEN 18er REIHE ?

      Prof. Friedrich Fischbach

      war ein von einem dazumal weit verbreiteten romantischen Deutschtum getragener Forscher, der auch lange Jahre in Wiesbaden tätig war. Mit seiner schmalen Schrift „Ursprung der Buchstaben Gutenbergs“, 1900, legte er den Grundstein zur Fehlentwicklung der esoterischen Runen-Literatur in Deutschland. Sein eigentliches Arbeitsthema waren weltweit untersuchte Webmuster und die Herstellung von Maschinen die für deren Produktion geeignet waren. Er verglich antike Schriftzeichen mit den Runenformen, um deren hieroglyphische Ursprünge herauszufinden. Hierbei ging er bewusst einseitig vor, indem er bemüht war, jedes der von ihm gedeuteten Runenzeichen aus dem von ihm überbetonten Feuerkult zu verstehen, was zwangsläufig zu Abseitigkeiten führen musste. Seine erste Abbildung ist ein großes linksläufiges Hakenkreuz, welches er – wie jedes andere Zeichen und Webmuster seiner Collektionen – als ein Symbol des Feuerkultes ansah. Er machte jene Fehler (S. 11 ff), die der mit ihm bekannt gewordene junge Guido List aufgriff und popularisierte. Trotz völlig anderslautenden Quellen, die Fischbach bekannt waren, erklärte er die fehu-/Rindvieh-Rune („f“) als Feuersymbol und die thurisaz- / Titanen-Rune („ð) als Hammerzeichen des Gottes Thor, und bei der isaz-/Eis-Rune („i“) brachte er den Ich-Begriff ins Gedankenspiel. Auch verband er die Runen schon mit der eddischen Hávamál (S. 18) und mit den Spielkartensymbolen (S. 21). Wer Fischbachs Ausführungen aufmerksam liest, und erkennen muss, dass ihm die wesentlichsten Quellen nicht fremd waren, er aber trotzdem skurrile Schlüsse zog und Widersinniges zusammenreimte, den beschleicht ein ungutes Gefühl mit der Fragestellung, ob dieser Mann ein bewusster Eulenspiegel und Schelm gewesen sein könnte ? Nein, er war es offenbar nicht, aber er konnte keinen Trennungsstrich ziehen zwischen Realität und Vision. Wie fantasiebefeuert Friedrich Fischbach war, ersieht man auch anhand seines Buches „Asgart und Mittgart (zwischen der Sieg und Wupper) und die schönsten Lieder der Edda“, 1902, worin er die These ausbreitet, das eigentliche Land der Edda habe an der Sieg und im Bergischen gelegen, dort also, wo er seine Jugend verbracht und sein Vater Amtsrichter gewesen sei. Er schreibt (S.109): „Ist der Beweis erbracht, dass der Garten der Mitte, das Eden der Germanen zwischen der Eifel und dem Berger Land auf der rechten Rheinufer lag, und ist ferner dort das Land der griechischen Hyperboreer, so ist die Frage naheliegend, ob dort nicht ebenfalls das Eden, das verlorene Paradies der Semiten anzunehmen ist.“ Auf Seite 5 erwähnt Fischbach wieder seine Feuerkultmanie: „Die ältesten Runen sind abgekürzte Feuersymbole. Als solche waren sie Abwehr- und Heilszeichen und wurden durch die Phönizier und Griechen schließlich Buchstaben.“

      Unter dem Begriff Runen verstand er wahllos alle alten Schriftzeichen. Obwohl seit 1874 der ernsthafte Runenforscher Wimmer darauf hingewiesen hatte, das 16er Futhark sei das jüngere System, beharrte Fischbach auf dem überholten Standpunkt (S. 8f), es handele sich dabei um das Ur-Futhark. Ein Ideentransfer Fischbach’scher Unsinnigkeiten zu Guido List ist unabweisbar festzustellen und als tragisch zu bezeichnen. Was Fischbach aus einer Laune möglicherweise spielerisch versuchsweise hinwarf, daraus machte List ein Gedankengebäude. Auch im Hinblick auf die deutsch-heidnische Irminsul-Palmbaum-Narretei war Fischbach federführend. Er stellte bereits in Wort und Bild den Lebensbaum der Assyrer (das war die Dattelpalme) vor, bezeichnete ihn leichtfertig als Feuerkultsymbol und rückte ihn in die Nähe der germanisch-eddischen Weltesche Yggdrasil.

      Guido List, alias v. List

      darf als energischer, bienenfleißiger, kerndeutsch-romantischer Wotanist gelten. In seiner Geburtsstadt Wien begegnete er dem Bekannten seines Vaters, dem Designer Friedrich Fischbach, der im Wiener Museum eine Ausstellung für internationale Teppichmuster-Motive eingerichtet hatte. Fischbach hatte sich als Gestalter von Teppichmustern intensiv mit Sinnzeichenkunde beschäftigt, auch mit Runen, über die er gern dozierte. Von ihm ließ sich der junge List befeuern und auf einen völlig falschen Weg freiester Fantasie führen. Als Sekretär des Österreichischen Alpenvereines und außerordentlich fruchtbarer völkischer Schriftsteller machte sich List einen Namen. Mit seinem Buch „Das Geheimnis der Runen“, 1908, postulierte er bereits auf S. 1 die Hauptfehleinschätzungen, welche die deutsche esoterische Runenliteratur des ganzen Jahrhunderts nachhaltig in die Irre führte: zum ersten, dass das ältere Buchstabensystem der Germanen 16 Zeichen besessen hätte und zweitens, dass die 18 Lieder im eddischen Hávamál (145 – 163) als Beweis zu werten seien für ein noch älteres, 18er Runensystem, welches der Autor, eigener Aussage gemäß, 1902 im Geist erschaute, als er nach Star-Operation mit verbundenen Augen verweilen musste. Es passen die Texte der 18 Edda-Lieder in keinem Falle zu den tradierten Begriffen jener Runen, die Guido List dazustellte. Die zwei Zeichen, die ihm zu fehlen schienen, E und G musste er aus angelsächsischen Runenreihen entlehnen. Trotzdem verbreitete sich das Konstrukt wegen a) der Geschlossenheit seiner Gesamtkomposition, b) dem Nichtvorhandensein alternativer Runen-Esoterik und c) einer damals breiten Schicht interessierter Laien, die nach gehaltvoll erscheinenden Runen-Deutungen verlangten.

  2. Ja, vielen Dank lieber Magnus, ich darf bestätigen, dass Du nach dem Erscheinen meiner Runenentschlüsselung „ODING-Wizzod“, 1993, einer der Allerersten gewesen bist, der von ihrer Richtigkeit überzeugt war und eine sehr positive Beurteilung geschrieben hast. Der nächste überraschend positive Beurteiler war der streng wissenschaftliche Mediävist und anerkannteste Runologe unserer Zeit, Prof. Klaus Düwel von der Uni. Göttingen. Er schrieb mit handschriftlichen Brief vom 23. Januar 1994: „Ich bezweifele nicht, dass die von Ihnen vorgelegte Lösung zur Reihenfolge des älteren Futhark in sich stimmig und wohl auch richtig ist….“. Die neue Runenerkenntnis basiert auf meiner Findung des rechts-beginnenden Verständnisses der 24 Ur-Runen als luni-solares Kreisschema der 24 jährlichen Mondstände, aufgrund des Studiums und der Zusammenschau von altnordischen Texten, dazu der Betrachtung des bronzezeitlichen Felsbildbestandes Skandinaviens, der volkskundlichen Darlegungen, wie jene der Gebrüder Grimm, Wilhelm Mannhardts, Karl Simrocks, Otto Paul Herrmanns, den germanistischen und skandinavistischen Schriften von z.B. Franz Rolf Schröder, Karl Hauck, Willy Hartner, sowie insgesamt der Religions- und Geistesgeschichte der auf die Runenschöpfung möglicherweise einwirkenden antiken Kulturkreise. – Auf meinem Weg zu den Runen wurde ich zu Dank verpflichtet gegenüber einer Vielzahl von Menschen, die mir mit Hinweisen und aktiver Hilfe Unterstützung schenkten, in erster Linie meiner tüchtigen Ehefrau Elke, meinem väterlichen Freund Herman Wirth, meinem informativen Gesprächspartner Jürgen Spanuth, und meinem Mentor Dr. Kurt Kibbert, dem Runenfex und Frühgeschichtswissenschaftler, für 13 lehrreiche Jahre der Freundschaft. Seinem ehrenden Andenken widmete ich diese meine Lebensarbeit. – Meine Runendekodierung ist in ihrem strukturellen Prinzip leicht zu beschreiben: Die Urrunenreihe ist rechtsbeginnend bzw. linksläufig zu lesen, wobei die ersten drei Runen den Begriff „O.D.ING“ ergeben; ein Wort das vergleichbar mit „A.B.C“ ist, also als Titel für die Gesamtheit der ihnen nachfolgenden Buchstabenreihen gebraucht werden. ODING bedeutet aber mehr, es handelt sich um das klare germanische Wort „Od-Kind“, also Geist/Gottesgeist-Produkt/Emmanation, denn germ. Suffix „ing“ meint Kind/Nachkommen. – Wie gelangt man zum Kalender-Resultat ? Legt man die erste Rune „o = odala“ auf den Neumondstand der Wintersonnwende und alle weiteren 23 Runen auf die folgenden 23 Mondstände des Sonnenjahres, ergibt sich der luni-solare Kultkalender der runenreligiösen jährlichen Feststände. Folgt man dieser Anweisung, ist jeder germanisch-religiöse Festkreis ablesbar aus den Runen-Charakteren auf den dazugehörenden Mondphasen. Die Tagesdifferenz zwischen Mond- und Sonnenjahr von ca. 11 Tagen ist durch die Schaltregel auszugleichen die der angelsächsische Gelehrte Beda Venerabilis (672-735) in „De temporum ratione“ (725) angab. In der gematrischen Zahlensprache des ODING steht der Ase Wodan im geheiligten Mittelpunkt, um ihn herum breitet sich die mythologisch-religiöse Runenzahlen-Vernetzung. Der Ase Wodan steht an 21. Stelle des ODING (Quersumme = 3). Wodan-Odin gilt als Trinität: Wodan (Geist/Seele), Wili (Wille), Weh (Weihe); an. Óðinn, Vili, Vé. Die Summe aller 24 Runenzahlen beträgt 300 (Quersumme 3). Die Addition von 3 resultiert 6 (1+2+3), ebenso wie die Addition der Zahl 24, der Buchstabenanzahl (2+4). Die 6 galt als „summus perfectus“, als Symbol des Kosmos, als gelungene Gegensatz-Vereinigung von Feuer und Wasser, von Himmel und Erde, Hoch und Tief, Mann und Frau. Nach des griech. Rechenmeister Euklids (3. Jh. v.0) Definition handelt es sich bei der 6 um die erste vollkommene Zahl weil sie die Summe ihrer Teiler ist. 6 ist das Produkt aus 2 × 3, was die Ehe des Männlichen mit dem Weiblichen bedeutet. Zudem gibt es 6 Raumrichtungen, vorwärts, rückwärts, rechts, links, oben, unten, woraus die 6 zur Kosmoszahl avancierte. Aus diesen Erwägungen erlangte das Hexagramm (Sechsstern) in der mittelalterlichen Alchimie die hohe Bedeutung und blieb bis in die Neuzeit ein vielsagendes Wirtshausschild jener Häuser die zum Brandweinausschank berechtigt waren, denn im „Feuerwasser“ vereinigen sich schmeckbar Wasser und Feuer, also die sich vertragenden Weltgegensätze. – Von Anbeginn meiner Runen-Entschlüsselung im Jahr 1981 glaubte ich zu erkennen – aufgrund meines Wissens um antike gnostische Vorstellungsmodelle – dass die Runenreihe am Beginn und am Ende von aussagefähigen Begriffen gewissermaßen eingerahmt erscheint. Das von mir erkannte ODING-Modell ist nicht ohne Vorbilder oder Nachahmer. Aus den altgriechisch-pythagoreischen Schulen entwickelten sich auch gnostisch-christliche Sekten wie die des Valentinus (ca. 100-160 n.0) und seines Schülers Marcus. Sie lehrten die theosophische Weltanschauung vom Anthropos (griech. „Mensch/Der-zu-den-Höhen-Blickendende“), ein geschautes aus Gott emaniertes Geistwesen, was sich zwischen Himmel und Erde spannt, also der übersinnlichen und der sinnlichen Welt. Diese Anhänger schätzten die 6-Zahl ebenso heilig ein wie die Runen-Jünger. Die 1 galt ihnen nicht als Zahl, sondern als das Ursächliche. Gerade Zahlen galten ihnen als weiblich, ungerade als männlich und durch die Vereinigung der ersten dieser beiden (2+3), mit der Ursache, wurde das große Heil erzeugt, nämlich die 6, die als „Zahl der Erlösung“ galt. Marcus verstand den Anthropos als weibliches Wesen als eine Art Sophia, die Personifikation der gnostischen Weisheit, oder als Aletheia (griech. „Wahrheit“). Er beschrieb sie in Gestalt der 24 Buchstaben des griechischen Alphabets. Ihr Kopf bestünde aus Alpha und Omega, ihr Hals als Beta und Psi und weiter so, bis hinab zu ihren Füßen aus Mu und Nu. So sei der zauberhafte Leib der Wahrheit, aus dem Charakter der Buchstaben, und die Quelle aller Töne und Sprache, ebenso wie von allem was unaussprechlich ist. Wenn 6 die „Zahl der Erlösung“ ist, dann müsste der runische Erlöser Wodan sein, der auf 21. Position im ODING-Kreis steht, denn die Aufsummierung der 6 ergibt 21. Und er, als Schöpfer des Alls, müsste die 6 wieder aus sich hervorbringen können. Er kann es: Die Aufsummierung der 21 ergibt die Zahl 231 = 6. Wegen der gematrischen Bezüge der Oding-Runen, bestätigen sie sich zahlenmythologisch selbst, wodurch eine alternative Deutungsmöglichkeit unmöglich wird, denn in einem strukturprinzipiell-mathematischen System finden arbeitstheoretisch mehrere Erklärungsmodelle nebeneinander keinen Platz.

  3. @ Gerhard Hess

    DANKE für die sehr klare, interessante Darlegung Ihrer wissenschaftlichen Arbeit. Ich hätte da nun ein paar einfache Fragen.

    Dieses Oding Wizzod Runenwerk, ein von Ihnen als in sich geschlossenes System dargestelltes Matrixsystem. Wenn ich es so nennen darf. Meine Bildung beschränkt sich auf sehr einfache Erkenntnisse. Könnte dieses Runenwerk Oding Wizzod eine Urmatrix sein, auf die später andere, falsche Matrixsysteme gestülpt wurden, um die natürliche Wirklichkeit von einer unwirklichen Pseudowirklichkeit zu überlagern und damit die Menschheit zu manipulieren?

    Ich las immer nur von Kabbala und auch von Aleister Crowleys Zahlenkartenspielen. Dann gab es bei den Schamanen das Primzahlensystem, von dem versprochen wurde, es würde Erfolge und Heilung bringen. Die gehuldigte Zahl 42 als Geheimnis und der gleichzeitigen Lösung aller Probleme.

    Wodan als Erlöser und Schöpfer. Ist er auch der Erbauer dieser Matrix und damit der natürlichen Menschenwelt? Kann behauptet werden, Wodan zu kennen, ihm eine natürlich Rolle zuzuschreiben im Widerpart zu An, Anu, Anubis, dem falschen Schöpfer und angeblichen Göttervater?

    KANN dieses natürliche Oding Wizzod Runenwerk in Beachtung, Betrachtung und aktiver Anwendung im Alltag die natürliche Ordnung wiederherstellen? Kann das Oding Wizzod Runenwerk die künstliche(n) Matrix(vorlagen) wieder aufheben, annullieren?

    Wie soll ich mir Wodan vorstellen? Was ist seine natürliche Rolle in Zusammenhang mit der j e t z i g e n, zugegeben, völlig entarteten, Menschheit? Ist Wodan Anfang und Ende?

    Gerhard Hess, mit Ihrem wissenschaftlichen Werk und der Entdeckung der wahren Funktion des ODING Wizzord Runenwerkes machten Sie uns allen ein großes Geschenk. Wie ist nun dieses Wissen im Alltag richtig angewandt? Eine Neuauflage dieses WERKES würde auch ich sehr begrüßen. Aus Erfahrung würde ich raten, in Selbstverlag tätig zu werden. Die Produktionskosten werden heute von den meisten Verlagen vom Autor im Voraus kassiert. Also finanziell besteht dabei kein Unterschied, wenn Sie das Buch in Absprache mit einer Druckerei Ihrer Wahl selbst verlegen.

    Es wird dabei mit Dateien auf USB-Sticks gearbeitet, also keine Hexerei.

    Nun bin ich neugierig auf Ihre Antwort, liebe Grüße, Gigi L.

  4. Guten Tag und danke, verehrter Fragesteller. Ob man das ODING-Wizzod („Runen-Evangelium“) als eine Urmatrix bezeichnen darf/kann muss ich jedem einzelnen Leser überlassen. Es gibt Leser, die nüchtern und distanziert wissenschafts- oder geistesgeschichtlich interessiert sind, aber es gibt auch Leser die die ODING-Botschaft – als einzig vorhandenes, in sich geschlossenes literarisches Zeugnis aus germanischer Frühzeit – für ihre persönliche Ausrichtung und Seelenreifung verinnerlichen. Die Definition einer „Ur-Matrix-Methode“ wäre zu verstehen als „Impulsgeber für positive Veränderungen, die in kurzer Zeit auf der Körper-, Seele- und Geist-Ebene eintreten können. Sie ist einfach strukturiert, leicht zu erlernen und leicht anzuwenden. Die Ur-Matrix-Energie kann für die Auflösung von eingrenzenden und überholten inneren Strukturen oder für die Wiederherstellung der Gesundheit eingesetzt werden.“ Tatsächlich wurde von einigen Menschen das ODING-Wizzod in dieser autotherapeutischen Art und Weise angenommen. Eine Opernsängerin schrieb mir, die von mir vorgeführte Runenkunde habe sie innerlich so glücklich und frei gemacht, dass sie ihren Beruf wieder ohne „Versagensängste“ ausüben könne. Wir leben in einem seit langer Zeit nicht mehr in einem selbstbestimmten deutschen Gemeinwesen. Nichtdeutsche Mächte beherrschen die politischen, geistigen und fiskalischen Ausrichtungen bzw. den Mainstream. Problemlos propagiert werden darf jede Art von Esoterik, Okkultismus und Religiosität; aber eine informelle Freiheitsbeschneidung fängt exakt da an, wo die deutsch-germanische Identitätsfine beginnen könnte. Aus diesen Beweggründen hat der Knaur-Verlag das „ODING“ sehr schnell wieder aus dem Programm genommen, aber Machwerke der Runenerklärungen, die christlichen und jüdischen Interpretationen folgten, ganz selbstverständlich weiter im Angebot. Dass Kabbala-Erwägungen und Crowleys Zahlenkartenspiele unter die „Rubrik des Erlaubten“ fallen, versteht sich von selbst, aber jede runische Realesoterik wird von linksengagierten Kommentatoren bereits im Randbereich zum geächteten Patriotismus verortet. Sie fragen nach der Bedeutung Wodans. Streng genommen, also religionsphänomenologisch, verstanden die Wissenden Wodin-Wodan-Odin als den Ahnenseelenführer, also den Volksgeist schlechthin. Aber diese Frage nach der Bedeutung einer Gottheit wird jeder anders beantworten, je nachdem, ob er ein Gläubiger ist oder nicht. Mit der Frage nach dem paulinischen Jeschuha-Jesus verhält es sich nicht anders. Seien Sie sehr bedankt für Ihren liebenswürdigen Zuspruch und dem Anstoß, zu einer weiteren Auflage des Buches. Mit gutem Gruß, Gerhard Hess

  5. @ Werter Gerhard Hess,

    ich bin eine Frau, wenn es Ihnen nichts ausmacht – 🙂 muss eben schmunzeln über diese „kleine“ Verwechslung. Mein Vater hatte sich durchaus einen Sohn gewünscht, das könnte jetzt noch energetisch durchkommen, sich auswirken. Tatsächlich bin ich nicht so leicht einzuordnen mit meinem vorwärts strebenden Temperament. Ich nehme es von Ihnen als Kompliment, danke.

    Ihre Antworten kann ich gut einordnen und akzeptieren und nun brenne ich verständlicher Weise noch mehr darauf, dieses Werk in meinen Händen zu halten. Ich wünsche mir sehr, dass Sie diese Hürde nehmen und das Buch selbst verlegen. Zur geschilderten Vorgehensweise kommt ausschließlich dazu, die ISBN Nummer zu besorgen. In Österreich ist dieses Büro in Wien und die Kosten betragen um die 70 Euro für eine ISBN Nummer. Vielleicht können Sie auch die alte ISBN Nummer noch weiterverwenden? Das wäre sicher herauszufinden.

    Vielleicht kann Magnus Ihnen einiges von der Organisation diesbezüglich abnehmen? Das würde einige seiner letzten Träume erklären, finde ich….

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit und liebe Grüße, Gigi L.

  6. Ich war mir nicht sicher, ob Sie weiblich oder männlich sind, aber da ich unbeleckt von Gendergaga bin, sprach ich Sie mit dem Titel „Fragesteller“ an; ein solcher kann, meine ich, nach herkömmlichem Sprachverständnis ein Mann oder eine Frau sein. Aber um das ‚mal klar zu sagen, „Gigi“, als Frauenvornamen, empfinde ich süß und sehr weiblich. Zur Neuauflage des ODING: Ich nehme mir seit 10 Jahren vor, eine bessere Version zu schreiben, denn die erste musste ich in 7 Wochen zuammentippen. Aber ich konnte auf meiner Weltnetzseite oding.org einige tausend Artikel und Reimereien schaffen. Ein neues ODING müsste eigentlich so umfangreich sein, dass es sich nicht mehr rechnen würde. Falls Sie das Thema dauerhafter interessiert, tummeln Sie sich bitte auf der GOD-Seite -, Sie sind ein gern gesehener Gast ! Liebe Grüße, Heil und Segen ! Gerd H.

    1. @ Gerhard Hess & Gigi

      Ich freue mich natürlich sehr, dass Ihr beide zu einem so guten Gespräch gefunden habt. Ich danke Euch beiden für Eure Ernsthaftigkeit und Sorgfalt, Eure gegenseitige Freundlichkeit und Euren Humor, bei aller Sache.
      Allein, lieber Gert, ich kann folgendes nicht gelten lassen: „Ein neues ODING müsste eigentlich so umfangreich sein, dass es sich nicht mehr rechnen würde.“
      Selbstverständlich respektiere ich Deine Sichtweise.
      Aber: Man kann alles, seien es 24 000 Seiten, sinnvoll straffen. Wer, wenn nicht Du, sollte das können? Wem könnte es obliegen?
      Ich weiß, dass das erstmal alswie eine nicht zu erledigende Aufgabe erscheint. Ich meine aber, dass es zu leisten ist. Dass es auch gemacht werden sollte.
      Ich will da aber nicht weiter in Dich dringen, Dir gar vorwerfen, dass Du das Notwendige, Richtige, Wichtige zu schwach oder gar zu feige seist zu unternehmen.
      Ich werde das auch nicht nochmal ansprechen. Mein Angebot, Dir dabei unentgeltlich zu helfen, das steht.
      Immerhin: Mit Gigi hast Du wiederum eine nicht zu unterschätzende Kraft hinzugewonnen.
      Heil und alles Gute Euch.

  7. @ Gerhard Hess und Magnus

    ich bin erquickt! Habe die G O D Seite gefunden und spüre eine Flutwelle an Energie auf mich zukommen. Eigentlich bin ich schon mitten drin. Ich lernte heute in 60 Minuten online 90 holländische Wörter! Seit Monaten hänge ich in einer Flaute, nicht nur im Sprachenlernen. Nun diese weltweit einzige Offenbarung.

    Mit Dir, Magnus, habe ich ein Hühnchen zu rupfen: WARUM hast Du mir DAS vorenthalten? Nein, war nur ein Spaß, Du und ich wissen, dass es nur an mir selbst liegen kann, dass ich noch nicht so weit war, dass ich noch einiges zu erledigen hatte.

    Nun stelle ich für Gerhard Hess mein Kinderbuch noch mal ein, dafür habe ich allemal m e h r als 7 Wochen Tippen gebraucht, es lag außerdem rund 10 Jahre in der Schublade. Wer, so wie Sie, in 7 Wochen so ein Werk aufstellt, der schafft die Überarbeitung ohne Zeit-Limit auch noch.

    Übrigens musste ich die Zeichnungen dann selbst machen, ohne damit zu rechnen, doch der Vertrag war schon unterschrieben (Paramon Verlag) und der Illustrator hatte kunstfreie Tage…. 🙂 Bin nicht stinkig darüber, weil ein Illustrator hat einen hohen Tagsatz und ich brauchte dann rund 7 Tage bis zur Vollendung. Hier das Erstlingswerk, seit Dezember 2019 am Markt:

    https://www.amazon.de/Kamuitschgi-Giwaungi-werden-Onkel-Lichtaubergh-ebook/dp/B081Z6M5QG/ref=tmm_kin_swatch_0?_encoding=UTF8&qid=1575883469&sr=8-1-fkmr0

    Alle drei Söhne gaben eine Rezension ab, so einträchtig, wie sonst nicht immer und allzeit…..

    Dies zur Ermutigung für einen neuen Start Ihres Weltklassikers und der absoluten Marktlücke, b i t t e Gerhard Hess, geben Sie sich den Ruck. Wer ist schneller fertig? Sie mit Ihrem überarbeiteten ODING Wizzod oder ich mit meinem K&G Band II ?

    Ich sehe uns schon mit glühenden Wangen in der Zielgeraden. Vor April oder Mai sehe ich bei mir kein Ende…..

    Sehr liebe Grüße an Euch beide, Gigi L.

  8. Nachtrag

    Wie gut, dass ich so wenig Bildung habe auf dem Runengebiet. Da blieben mir Umwege und Irrwege erspart, wie ich eben auf G O D lese. Ich muss kichern. Irgendwo habe ich ein Runenbuch, werde es dann hervorkramen, um es wahrscheinlich gleich zum Altpapier zu geben…. Ich bin bekannt dafür, dass ich mich als Heidin bezeichne. G O D wird mich beschäftigen.

  9. Hallo Ihr Lieben, ich danke Freund Magnus und der sympathischen Gigi Lichtaubergh, für die Angebote und Anstöße, die ich gerne an- und aufnehme. Ihr habt mir Mut gemacht, mich endlich zusammenzureißen, um diese Arbeit anzugehen. Bis zum Jahresende könnte ich es geschafft haben -; falls mir die guten Geister treu bleiben. Das Kinderbuch „Kamuitschgi und Giwaungi werden Onkel“ werde ich für meine kanadischen Enkel bestellen. Danke für den Tipp ! Herzliche Grüße und Wünsche für Euch beide ! Gerd

    https://oding.org/index.php/religion/oding-wissenschaft/2026-der-2-000-jaehrige-germanische-selbsterfahrungs-und-vervollkommnungs-weg

  10. Guten Morgen, Gerhard Hess

    erstmal danke für das nette Kompliment für meinen Namen. In der österreichischen Steiermark ist das die Koseform für einen christlichen Mädchennamen. Richtig mit G ausgesprochen, und wenn Mutter sehr gut gelaunt war, dann sagte sie sogar „Gigerl“. Darüber hinaus gibt es sogar ein kleines Fahrzeug, das den Namen „Gig“ hat. Kein Handwagen, noch kleiner, leider gehen viele urige Begriffe verloren, weil in der Schule nur einheitliches, allzu kleinliches Deutsch „erlaubt“ ist.

    Es freut mich, dass mein Kinderbuch Ihr Interesse gewonnen hat, und über eine Rückmeldung auf den gelesenen Text würde ich mich noch mehr freuen, weil mit Ihnen eine Sichtweise sichergestellt ist, die mich gespannt sein lässt über Ihre Einschätzung.

    Die T-Shirts sind außerordentlich ansprechend und ich werde sicher dieses Jahr eine Sammelbestellung machen, um diese gute Energie zu verbreiten.

    Nun zum absoluten Leckerbissen Ihrer gestrigen Informationen: Die 24 stufige Treppe zum Höhentempel der Gralsburg. Das Studium des ODING.

    Mit der Rune 0 fing ich gestern bereits an. Immer noch staune ich über die Wahrheit dieser vor-Ersten Stufe. Sooo einfach, doch sooo wirkungsvoll. Ich musste den Text geringfügig ändern, weil mein Humus zur Hälfte aus slawischen Teilen besteht, mein Vater ist Kroate mit slowenischem Namen. Außerdem hat(te) er herrlich blonde Locken und blaue Augen.

    Eigentlich kamen ja alle Menschen aus dem Norden, um den Süden zu bevölkern. In Europa. Sogar die alten Griechen waren angesiedelte Nordländer, bevor sie sich mit echten Südländern vermischten.

    Diesen Humus als reine Ahnenspeise aufzunehmen versöhnt auch mit allen Unzulänglichkeiten und Abenteuern des eigenen Lebens. Alles hat seine Berechtigung. Sicher brauche ich mehr als einen Tag um den ganzen Segen der Rune 0 zu begreifen.

    DANKE Gerhard Hess für diese Wahrheiten und Einsichten und tatkräftigen Möglichkeiten.

    Was Ihr Buchprojekt angeht, habe ich noch einen heißen Tipp: Lassen Sie einmal die Absicht in Ihren Geist sinken und tun Sie gar nichts. Am Sonntag den 16.2., sowie Montag 17.2. empfehle ich dann tatkräftige, kleine Akzente wie dem Ordnen von Material, Notizen, technische Datenanlage, sonst nichts, also noch keine eigentliche Arbeit.

    Dienstag den 18.2. von 15-20h dann ein Telefonat mit mehreren Druckereien, um Angebote einzuholen über: Kosten für Prachtband, Empfehlungen des Formates, Kosten für gebundene und Taschenbuchausgabe. Die Vorbereitung dazu an den beiden anderen empfohlenen Tagen gemacht.

    Das ist nicht viel Aufwand, doch es ist ein guter, positiver Impuls gesetzt, der dann von selbst seine Wirkung entfaltet. Damit ist noch nichts entschieden, doch einiges grundgelegt. Gibt es die Möglichkeit, einiges davon zu delegieren?

    Nun erfreue ich mich meines herrlichen, sonnigen Tages in der Gewissheit auf gute Wegbegleiter und Werkzeugen mit absolutem Heilsanspruch. Haben Sie allumfassenden Dank, werter Gerhard Hess und kehren Sie wieder ein in den Alltag der echten Germanen. Mit sichtbarem und handgreiflichem Material. Liebe Grüße, Gigi L.

  11. Die Grunderkenntnis zum Oding-Fuðark

    Gute Grüße und Dank an Frau Gigi L. voraus ! – Die deutsch-germanische Buchstabenreihe der 24 Runen, mit der jedes deutsche Wort problemlos geschrieben werden kann und in der zusätzlich der wahre deutsch-religiöse Volks- und Sprachsinn lebt, weil aus ihm heraus das runische System geordnet wurde, nennt sich Oding-Fuðark. Im Gegensatz zum ABC, mit seinen 26 lateinischen Buchstaben, die ohne höheren Sinn, allein zur Wiedergabe von Wörtern erdacht sind, tragen die Runen die ganze Fülle der deutsch-germanischen Weltsicht in ihrem Gepäck. Es war ganz selbstverständlich, dass mit dem Erstarken des gewalttätigen karolingisch-römischen Kirchenchristentums, im 6. bis 8. Jahrhundert, die Runen als Schreibmedium dem staatlichen Verbot anheim fielen und somit aus dem Gedächtnis des Volkes entfernt worden sind. Die Deutschen sollten ihre Identität verlieren, um ganz im katholisch-internationalistischen Völkerbrei aufzugehen. Eine zweite Attacke gleicher Couleur vollzog sich nach Weltkrieg II., als die fremden Machthaber die Runologie aus der Germanistik-Wissenschaft entfernten, um sie der Skandinavistik einzuordnen, damit sich ein Germanistik-Student nicht mehr automatisch mit diesem germanistischen Grundobjekt befassen sollte. Die ungeliebte Runologie machte trotzdem gute Fortschritte, weil starke Geister, allen Behinderungen trotzend, sich um unser germanisches Ahnenerbe liebevoll verdient machten. Dazu, neben etlichen anderen, gehören Wolfgang Krause (1895-1970) u. Herbert Jankuhn, mit dem Werk „Runeninschriften im älteren Futhark“, 1966. Auch Karl Hauck (1916-2007) der in seinem Werk „Goldbrakteaten aus Sievern“, 1970, die germanisch-mittelalterlichen Goldamulette zu lesen lehrte. Sowie der geniale Heinz Klingenberg, welcher mit seinem Werk „Runenschrift – Schriftdenken – Runeninschriften“, 1973, den gematrisch-pythagoreischen Aspekt der Runeninschriften aufzeigen konnte.

    Nach meiner Erkenntnis, die ich seit 1981 vortrage, auch mit dem Buch „ODING-Wizzod – Gottesgesetz und Botschaft der Runen“, 1993, ist die Ur-Runenreihe rechtsbeginnend-linksläufig zu verstehen, so dass ihr Titel, nach den ersten drei Runenbuchstaben, als „o.d.ing“ zu lesen ist. Dergestalt hat sie ihr Schöpfer konzipiert, was daran zu erkennen ist, weil die mythologischen Zahlen-Zuordnungen nur dann einen Sinn ergeben, indem sie die mythologischen Runen-Namen bestätigen. Es wird so sein, dass der Runenerfinder die rechtsbeginnende Oding-Leseweise als religiösen Kerbstock und als Kultkalender für die Erilar-Adepten erschuf, während er die linksbeginnende-rechtsläufige Fuða-Leseweise als profanes Schreibmedium lehrte. Die beiden Titelbegriffe der links- und der rechtsläufigen Verständnisweisen der 24er Runenreihe sprechen für sich: Oding heißt germ. „Od-Kind/Geist-Produkt und Fuða heißt germ. „Hintern/Fuß bis Hüfte“. Wo der ursprüngliche Beginn der Lesung zu suchen ist, dürfte damit geklärt sein. Dass hohes Menschentum mit der Geist-Seele und nicht mit dem Hintern-Fuß seinen Anfang nimmt ist unstrittig.

  12. Geehrter Herr Hess,

    meine Hochachtung für Ihr Werk wächst, indem ich Ihre Ausführungen lese. Auf Ihrer Home Page überflog ich jetzt einige Ihrer Artikel. Leider habe ich ein Problem mit der Technik. Oben links steht „über uns“, rechts davon: „Main Menue, Die neuesten 10 Artikel, Die 10 meistgelesenen Artikel, Empfohlene Artikel.“ – Keines davon kann ich anklicken.

    Über die ganz unten befindlichen Kästchen „vorwärts“ und „zurück“ konnte ich mir eine Übersicht verschaffen. Diese funktionieren.

    Da ich meine Beiträge hier aus aktuellem Anlass eingestellt habe, wollte ich Ihnen darüber letzte Information zukommen lassen, und dass ich mich über diesen Blog nicht mehr austauschen werde.

    An einer öffentlichen Veranstaltung Ihrer Glaubensgemeinschaft würde ich fallweise gerne teilnehmen, vorausgesetzt ich könnte solche in Erfahrung bringen. Ich danke Ihnen und sende liebe Grüße, Gigi L.

  13. Aus aktuellem Anlass gehe ich heute auf einen Mann ein, der zu den Runenverwirrern gehört, wie Frau Isa Denison. Er schrieb ein Unsinnsbuch über Runen, das ich vor 20 Jahren schon als ein solches beschrieb. Und nun, im Jahre 2018, veröffentlichte der Runenverdunkler unbeirrt einen neuen Narrenschuss unter dem Titel: „Geheimnis der Namen“. In der Verlagswerbung heißt es: „Der Name, den wir tragen, ist kein zufälliges Anhängsel, sondern Ausdruck unserer Persönlichkeit. Auf dieser Grundlage führen Zoltán und Ingrid Szabó uns zu einer Namensdeutung, die nicht auf der üblichen Umwandlung von Buchstaben in Zahlen beruht, sondern die Initialen in Runen umwandelt. Alsdann wird aus dem Sinngehalt der Runen die Kombination der Initialen gedeutet – mit erstaunlicher Treffsicherheit und Aussagekraft.“ Auch in diesem neuen Buch werden die alten falschen 18 Fantasie-Runen bemüht. Meine kurze Besprechung bzw. Aufklärung über sein altes Runenbuch folgt:

    Zoltan Szabó,

    ein sehr sympathischer Ungar, brachte eine Orakel-Anweisung des Titels „Buch der Runen“, 1985, heraus, welches man bei allem Respekt gegenüber dem Autor – welcher anderenorts gute Leistungen erbrachte – nur als einen Belustigungsbeitrag zum Thema Runen auffassen kann. Er benutzte ein neu ausgedachtes 18er Runensystem mit dem -Zeichen an letzter Stelle. Er beabsichtigte also keinesfalls, eine authentische Runenmantik zu erarbeiten. Nun verwirrte er aber sogar seine Leser auch dort, wo er vorgab, Fakten aufzuzeigen (S. 18). Er stellte die 24er Runenreihe vor in total verschobener Weise. Die 9., 10., 11., 12. Runen sind bei ihm 7., 8., 9., 10.; die 16., 17., 18. sind bei ihm die 11., 12, 13.; und die 21., 20., 15., 19., 24. sind bei ihm die Runen von 14 bis 18 usw. Welch ein Verwirrspiel ! Warum ?, fragt sich der Leser, der es besser weiß. Die wohl dreisteste Lobhudelei zu diesem Machwerk liest man bei „amazon“: „Zoltán Szabó ist einer der wenigen heutigen Runenforscher, die das Wissen um Ursprung und Sinn der Runen wirklich vorangebracht haben. BUCH DER RUNEN ist ein maßgebliches Buch, das die Runen in einen Sinnzusammenhang stellt und so verborgene Bedeutungen ans Licht bringt. Ein Muß für alle an dem Thema Interessierten.“ Fast sprachlos macht der Umstand, dass der Autor auch in seinen späteren Werken den gleichen Unsinn (von einer frei erfundenen 18er Runenreihe) weiter vertritt, so dass man anzunehmen geneigt ist, der Mann will bewusst und absichtlich Verwirrung stiften. In wessen Auftrag tut er das ? Er kennt mein Buch und lobte es, er wüsste es also besser, aber er lügt lieber.

    Z. Szabós bewusst gepflegte launige Verschrobenheit offenbart sich schon auf der ersten Seite, wo er ausgerechnet einem „alten jüdischen Freund“ den Ausspruch in den Mund legt: „Ex oriente lux, … ich sage dir: ex oriente nix. Gor nix.“ Auf Seite 151f findet sich das folgende krausliche Ideengewürge: „AR, SIG und TYR – besteht aus arischer Sicht aus Krieger-Runen, die zuletzt durch Adolf Hitler als Schlacht-Runen missbraucht worden sind. Der verfälschte Arier wurde im Dritten Reich zum Nicht-Juden, und der kleine dunkle Diktator träumte von großen blonden und blauäugigen Menschen. Im Stechschritt (Körperstellung der AR-Rune) marschierten die neuen „Arier“ vor der Tribüne des Führers vorbei, während dieser fieberhaft darüber nachsann, wie er in den Besitz des Gral-Speers (TYR-Rune) kommen könnte….Dann sorgte er dafür, dass aus dem Sieg Niederlage und aus dem Heil Unheil werden konnte.“ So wenig wie A.Hitler „klein und dunkel“ (durchtrainiert, drahtig, mittelgroß mit 1,76 m und ergreifend blauäugig) war, so wenig gibt es einen runischen Stechschrittt und hat die Tyr-Rune etwas mit dem Grals-Speer zu tun. Das alles hat nichts mit ernsthafter Runenforschung zu tun, sondern entspricht dem Niveau von Science Fiction- und Fantasy-Romanen. Es tut mir etwas weh, dass ich Zoltán Szabó (Praxis für Astrologie u. Psychologie) derart rügen muss, ich hätte viel lieber Positives über sein Runenbuch gesagt, aber ich bin unbestechlich in meinem Urteil, obgleich der gute Mann mir am 08.10.1993 einen Brief schrieb, worin es heißt: „Ihr Werk ODING ist für mich ein Meisterwerk der Runenkunde. Daran besteht kein Gran an Zweifel.“

  14. DAS RUNEN-ODING

    Im indogerm. Stammbegriff audh „Glück, Besitz, Reichtum“ wurzelt das germ. auðanōn und audaz „Gut, Glück, Habe“, was im Germanischen zu wuoð, im Gotischen wods u. Angelsächsischen zu wōd „Eifer“, auch zur Gottesbezeichnung führte: urgerm. Wôðanaz, aisl. Óðinn, altengl. Wōden, alsächs. UUoden, ahd. Wuotan, altalem. Woatan, langob. Gwodan; verwandt mit ind.-eran. Vaju, Vatan, gall-lat. Vates „Seher“. Die Formen im Altnordischen auðna/auðr/oðr bedeuten „Schicksal, Besitz, Reichtum, Gut, Glück, Vorteil“. Sie bildeten sich im Färöischen zu eyður/eydna, mit der Bedeutung „Schicksal, Glück, Vorteil“. Die Anlautvarianten „au, u, o, e“ irritieren zunächst, ändern aber nichts am ursprünglichen semantischen Begriffsinhalt einer ursächlichen Geistwesenheit, einer Art sinnlich nicht fassbarer göttlichen Urenergie, oder Urweltseele. In der eddischen Völuspá („Seherinnenweissagung“) sagt Strophe 18 über die Erschaffung der Menschen: „Önd þau né áttu, óð þau né höfðu, lá né lætiné litu góða; önd gaf Óðinn, óð gaf Hænir, lá gaf Lóðurr ok litu góða“, d.h.: „[Sie] besaßen Seele und Sinn noch nicht, nicht Blut noch Bewegung, noch blühende Farbe. Seele [önd] gab Odhin, Hönir gab Sinn [od], Blut gab Lodur und blühende Farbe.“ Müßig wäre es, verbissen die vorgetäuschten drei Götterpersonen als verschiedene ergründen zu wollen, denn der Geistgott Wodan-Wodin-Odin ist als Dreiheit aufgefasst worden. So wie er an anderer Stelle als Odin, Vili und Ve („Geist, Wille, Weihe“) beschrieben wird, ist er während der Menschengestaltung Odin, Hönir, Lodur. Das kommt schon darin zum Ausdruck, dass Odin nicht od gibt und Hönir nicht önd, was aus ihren Namen her ableitbar wäre, sondern in vertauschter Weise, was ihre Austauschbarkeit, also Gleichwesenheit, verdeutlichen soll. Wie wären Sinn und Seele zu unterscheiden ? Dazu schreibt der Isländer Sigurdur Nordal: „önd, óðr: Hier wird eine Unterschei­dung gemacht zwischen dem Lebens­odem und der Seele. önd bestimmt die Lebens­funktionen, ist Teil des Lebens und ist Mensch wie Tier gemeinsam. óðr ist der ,göttliche Funke‘ im Men­schen, der auf höhere Mächte zurückgeht.“ (Sigurdur Nordal, Völuspa, 1980, S. 48). Dass in Völuspá 18 Hönir óðr/od gibt und nicht Oðinn/Odin erweist seine völlige Identität mit Odin. Hönir („der Schwanen­gleiche“) ist eine tiergestaltige Metapher für die germanische Seele selbst, wie sie in altnordischer Ikonographie der Bildsteine wiederholte Darstellung fand. Auch Lodur, der Wärme und gute Farbe den Menschen gab, ist zwangsläufig eine Odin‘sche Emanation. „Od ist der göttliche Funken im Menschen“ und Odin ist der Zünder, der Rauschvermittler, der Geistanreger für jede intellektuelle Schöpfung. Deshalb ist die gebräuchliche Übersetzung des Wortes Wodan-Odin als der „Wütende-Zornige“ völlig entstellend, weil eine geänderte Assoziation die Semantik verschoben hat. Sie könnte erst unter kirchenchristlichen Beeinflussung ins Negative abgedrängt worden sein. Ursprünglich musste der üble Sinn erst mittels eines weiteren Adjektivs, wie z.B. „grimmig“, zu mhd. Wuotgrimme („Wutzorn”) ergänzt warden. Die bessere Übersetzung des „wout/oðr“ hieße „Rausch, Eifer, Erregung, Leidenschaft“, wohl auch „Werdung, Wallung, Wuchs“, welche sinnlich nicht, allein in ihren Ergebnissen wahrnehmbaren Naturereignisse. Ais. oð-viðri meint „Unwetter, aufgeregtes Wetter“. In der alten Sprache gab es noch den Begriff „Minnewout“ für Liebesrausch (Nathan Bailey, „Wörterbuch der Englischen Sprache“, Bd. 1, 1822, S. 582). Markant im verwandten Sinne ist das Runen-Oding, die intelligible Werdung aus dem Geist, dem Geistgott Oðr-Oðinn/Od-Odin. Auch Jan de Vries erklärte: „Óðr ist eine alte Gottheit, aus ihm ist Óðinn hervorge­gangen“. (Jan de Vries, „Altgerm. Relig ionsgeschichte“ II, 1957, S. 87) Sein Begriff weist ihn als Seelen- und Geistgott aus, denn altn. óðr ist das Seelen­leben und der Verstand. Ein Blick in den altnordischen Sprachraum gewährt das Schwedische, weil das Land spät christianisiert wurde und damit der orientalisch-römischen Verfremdungskirche ein bedeutend geringerer Zeitraum zur Verfügung stand. Schwedisch Od meint „Besitz“, der Odalman u. Odalbonde ist der „freie Grundbesitzer“, das Odlande ist „der Anbau“ und Odling, das gleiche Wort (mit Suffix ing oder ling) wie Oding, steht für „Anbau, Züchtung, Kultur, Gesittung“. Weitere Beispiele fördern das Wortverständnis: biodling = „Bienenzucht/Imkerei“, blomsterodling = „Blumenzucht“, fiskodling = „Fischzucht“, fruktodling = „Obstanbau“, nyodling = „Urbarmachung“, odlingar = „Kulturen“; eine sprachlich stimmige Ergänzung wäre runodling/runoding = „Runenzucht /-züchtung“, exakt der Begriff welcher am rechten Beginn der Ur-Runenreihe zu lesen ist. Schwed. Minnesruna meint „Inschrift zu jemandes Gedächtnis“. Genau das ist auch das Runen-Oding, denn es ist zum liebenden Gedächtnis unseres deutschen Volksgottes Wodan-Odin vom Runenschöpfer errichtet worden, gleich einem die Zeiten überdauernden Monument.

  15. Totale Anfängerinnenfrage: Raunen Runenstammler randständigen Rharbarber, respektive riecheln sie Rammlersituationen, rallig rechtfertigend ?

    1. @ Erika

      Dass Du den R-Stab (also Raidho oder in jüngerer Zeit Ritt) in einen entsprechenden Zusammenhang setzt, ist durchaus runengerecht. Gerhard weiß aber mehr dardrumrum, nicht nur, weil er ein paar Runkelrübenherbste mehr drauf hat als ich.
      Ich erfreue mich daran sehr, dass hier immer mehr Aufmerksamkeit für sein bahnbrechendes, herausragendes Werk und das Thema Runen entstanden ist, sogar bei Dir, einer rüstigen Erika.

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