Lateinübersetzungen bei Reclam

Ich frage mich, indem ich zeitweise, im Bus und sonst, da kaum Besseres zu tun, mit zweisprachigen Klassikern von Cäsar über Cicero und Ovid bis Seneca meine Lateinfähigkeiten neben dem Genuss der Inhalte mittels Reclambüchlein wieder aufzubessern trachte, weshalb die deutschen Übersetzungen, die aufgrund der verschiedenen sprachlichen Grundstrukturen insgesamt durchaus etwas länger geraten müssen als das Original, so extrem gedehnt werden müssen, wie das vor mir liegt.

Sobald ich Muße dafür habe – otium – werde ich einmal ein paar Stellen beiziehen, nicht ohne zu zeigen, dass es ohne Sinnverlust knapper ginge. Nicht nur ohne Sinnverlust, sondern in dem Sinne auch genauer, dass nicht noch allerlei Füllwörter eingefügt, umständliche Nebensätze statt Partizipien oder Adverbialen verwendet, die keineswegs notwendig, also überinterpretierend.

So wörtlich wie möglich, so frei wie nötig.“

So habe ich das Übersetzen gelernt, dieser Spruch ist für mich bis heute Leitstern.

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