Holz und Stein

Nach den „bösen“ letzten paar Themen mal wieder zum Schönen.

Dass ich voraussichtlich erstmals im Mai wieder für ein paar Tage an meine geliebte Ostsee darf – es wird auch wieder mal die Nordsee sein – , habe ich schon aufgebracht.

Inzwischen erfreue ich mich nicht nur am Walde – das schon immer – sondern zudem am Schaffen mit Holz. War es mir früher noch eher ein brauchbarer, durchaus schöner Werkstoff – ich habe auch viele alte Balken hier im Hause hergerichtet, indem Andrea Stücke restaurierte und mit Bauernmalerei versah – stund ich eher am Stein, am Bau, doch auch fürs da erreichbare Schöne.

Klar, dass jedes Holz noch mehr lebt als jeder Stein.

Es gibt sich sozusagen leichter hin: Es indes falsch zu behandeln und damit zu verschandeln oder gar unbrauchbar zu machen, das ist ebensowenig eine Kunst.

Die rechte Kunst ist sogar in einem schwieriger: Weiß einer, einen gesunden Stein richtig zu behauen, ein falscher Hieb zwar, von Tausenden, und das war‘s, so muss er den nur vor sich liegen haben, und das Werk wird etwas.

Das Holz aber verlangt umgekehrt, da es so jung, viel Sorgfalt beim Suchen und Schlagen, beim Trocknen und Reinigen, zudem nicht nur bei der Zwischen- wie der Endbehandlung.

Sonst hat man es doch noch vergeigt, selbst wenn nicht einmal eine Geige daraus geschaffen werden sollte.

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