Mein Hund bis über hundert

Ich dachte gerade, dass ich mir mit neunzig vielleicht doch noch einen Hund zulegen werde, damit der mich beharrlich weiter raus in Wald und Flur scheucht. Er soll dabei gleichwohl ruhig sein, ein irischer Wolfshund vielleicht, der mir loses verirrtes Gesindel, dem mein Beilhammerstock nicht reicht, schon ohne ein leisestes Knurren vom Halse hält. So, wie der frisst, wird er rein aus seinem Futterneid heraus auch meinen Hunger anregen, also, dass ich nicht so leicht vom Fleische falle. Nicht, dass ich über meinem Spätburgunder noch das angemessene Essen vergäße. Er bekommt ein Stück kurzgebratene Leber, ich eins. Er Käsnudeln mit mächtig Knoblauch, ich welche. Wir werden Brüder nicht nur im Wanste.

Im Winter legt er sich wärmend auf meine Füße, wenn ich schreibe, kommt er immer wieder vorbei und legt seine Schnauze auf meinen rechten Oberschenkel, wie als ob wissend, ach was, wissend, was ich da für die ganze Welt tue. Da er ein Wolfshund, werde ich ihn einfach Wolf nennen, auch damit ich meinen Zweitnamen nicht vergesse. Sonntags bekommt er ein Dunkelbier, und indem er das seiner Herkunft gemäß andächtig schlabbert, trinke ich unter den mittlerweile bejahrten Nussbäumen am Hof meinen selbstgemachten Hägenlikör dazu, jedem dräuenden Junikatarrh vorbeugend, das Reifen der Herzkirschen mit seligem Wohlwollen betrachtend.

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Mein Hund bis über hundert“

  1. Magnus, ein Hund ist kein „Objekt“ kein „Ersatz-Security“ kein „Mitsäufer“ und auch kein „Ersatzpartner“, weil Du Dir die Frauen erfolgreich auf Distanz scheuchst. Du hast eine Grobheit an den Tag gelegt mit einige Beiträgen von Dir, daß ich wünschte, Du wärest einer meiner Söhne, und ich könnte Dir den Hintern versohlen.

    Und die Filme, über die Du hier schwadronierst, die kenne ich nur von solchen Erzählungen, wie die von Dir hier. Weil ich mir zu schade bin, und meine kostbare Lebenszeit nicht mit Sondermüll verseuche. Ich bin weder hochnäsig noch dumm, obwohl ich kaum eine Fremdsprache ordentlich beherrsche, ich bin weder gelassen, noch gleichgültig und Du wirst mich nie in eine Kategorie, noch in eine Schublade bringen. Doch e h r l i c h und stark bin ich allemal! Dir helfe Gott oder der Klabautermann oder das Nudelsiebmonster, Deine Beiträge sind teilweise unnütz und überzogen, so wie etwa „Fleischlos?“. Warst Du immer schon so? Hast Du es früher getarnt? Oder kommst Du jetzt ins Klimakterium? Immerhin weiß ich jetzt, warum Du mit einem gewissen Schweizer befreundet bist.

    Viele Freunde und den Weibern Scheuklappen und Taubheit, vielleicht findet sich dann noch eine für Dich. Viel Spaß weiterhin beim Studium der Bekanntschaftsanzeigen! Salute Magnus, Gigi 🙂 😉

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