Konfuzius und Seneca versus Nietzsche

Konfuzius und Seneca sind nicht unbedingt was für junge Männer. Dass man jederzeit nach Kräften gelassen bleiben solle und sich vom Lärme der Rastlosen fernhalten, das sind Ansichten, gegen die selbst die Gedankenumstürze eines Nietzsche gewissermaßen verdaulich erscheinen.

Das ist auch keineswegs zu beklagen: Schließlich überragt Nietzsche meiner Meinung nach den Chinesen ingesamt doch, den Römer bei weitem.

Nietzsche strebt nicht nach Ruhe. Schon einzelne Gedankensplitter von ihm entfachen das Feuer des Denkers. Er will keine Nachbeter und Gefolgsleute.

Da ich nun aber nicht mehr unbedingt ein junger Mann in den ersten Stürmen des erwachenden Geistes bin, erfreue ich mich gerne auch der Lehren und Erkenntnisse der anderen beiden.

Bisher 2 Kommentare

2 Antworten auf „Konfuzius und Seneca versus Nietzsche“

  1. Konfuzius wie Seneca waren ziemliche Denker, aber ich glaube Nietzsche hätte sie als „kranke“ Philosophen bezeichnet. Ich selbst hole mir oft Rat bei Friedrich, so wie heute:

    Das Sprüchwort spricht.

    Scharf und milde, grob und fein,
    Vertraut und seltsam, schmutzig und rein,
    Der Narren und Weisen Stelldichein:
    Diess Alles bin ich, will ich sein,
    Taube zugleich, Schlange und Schwein!

    Alle Texte sind übrigens auf nietzschesource.org zu finden

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