Deutsche Wildfrüchte plus Luxus aus Frankreich und Übersee

Ich habe heute, das heißt gestern, endlich Wildkümmel und Wacholder eingefahren, beste Dezemberernte, beim Wacholder bin ich mir sicher, beim Kümmel ist das sehr spät, ein paar Äpfel lagen auch noch da, die gingen in Essigessenz, mal sehen, wie gut das klappt, Mango-Chutney, als Luxus, frische gute Mango, schön nachgereift, als Grundlage, für die nächsten Wochen hergestellt, Schalotten in Balsamessig eingelegt, Fenchel ebenso, von meinem Hagebuttenrumtopf, der seit Wochen immer noch besser wird, gekostet, und jetzt probiere ich noch ein kleines Schlückchen von meinem Schlehenlikör.

Prima! – Mancher hätte ihn vielleicht gern noch etwas süßer…

Vom Wacholder habe ich schonmal einige Beeren in guten Doppelkorn verbracht, und dieses Jahr werde ich aufpassen, ihn rechtzeitig abzuziehen, damit er hell und ätherisch bleibt und nicht stumpf wird.

Einen Wildkümmel wird es natürlich auch geben, man gönnt sich ja sonst nichts. Allerdings fällt der Kümmel oft sehr unterschiedlich aus, ich bin gespannt.

Der Rest vom Kümmel, so er taugt, wird an meine Bratkartoffeln gehen und allerlei Gerichte, der Wacholder, gut ausgelesen, taugt eigentlich immer, den gibt es ansonsten in klassisch-deutsche Marinaden.

Die Schlehen waren abzuziehen, denn sonst wäre der Likör zu bitter geworden. Die Reste taugen aber noch für Tee.

Wenn das vorbei, kommen nach und nach die Hagebutten in den Teetopf. Es scheint nicht, dass ich die ansonsten schon so bald abziehen müsste. Die bringen nicht die Bitterstoffe, nur immer mehr Aroma und Säure, also, dass ich vielleicht nochmal Rohrzucker zusetzen werde. Irgendwann, ich schätze in ein paar Wochen, gehören aber auch die abgezogen.

Ich habe mir vorgenommen, nächstes Jahr wieder viel mehr solche Sachen zu machen, schon vom Frühjahr an, mit dem Bärlauch, wilder Minze und Melisse, wenn ich die wieder da finde, wo sie sein sollten. Aber wer weiß schon, was er im kommenden Jahr findet und schafft.

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