Frech frei

Es dürfte eine der höchsten Formen an Freiheit sein, sich verwagen zu können, öffentlich und fortgesetzt allem Hohn und Spotte und gar Hass ausgesetzt zu werden.

Der Mann, dessen Geist jedem Gebrüll und feigen Rückentritt standhält.

Meistens sind es Dichter oder Philosophen. Was im Kern aber keinen Unterschied macht.

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Damaszenernippel

Gerade sah ich ein Bild von vermutlich einem blutigen Film, da stunden drei Kampfwespen, leicht geschürzt, die mächtigen Möpse prall nach vorn, die Vorderste hatte gar sowas wie Stahlnägel auf den Bra als Nippelverlängerung angebracht, also, dass frau damit etwas fahrlässigen Männern ohne weiteres tödlich in Hals oder gar Herz stechen möchte.

Einfach mit dem verlängerten Nippel aufgespießt, den milchlüsternen dummen kleinen Knaben.

Nippel vom Meisterschmied. Genial.

Andererseits, gehen wir die Sache mal weniger mammalistisch, eher zu ernsten Kriegszwecken an, so bleibt doch fragsam, ob weibliche Brüste wirklich feste Stoßmuskeln seien, die stahlichen Nippelverlängerungen kunstgerecht in das Opfer zu rammen. Die menschlich-weibliche Anatomie, wie sie die bisherige Wissenschaft kennt, sprich sicherlich kein gutes Wort dazu.

Wahrscheinlich soll uns das, von üblen Hollywood-Typen ersonnen, auch nur bedeuten, dass man jeder Kampfhenne zuerst das Oberteil nebst Zubehör abreißen solle, um nachher gepflegt sein Vergnügen mit ihr zu haben.

Die Botschaft könnte auch sein, dass es insgesamt gefährlich und unsinnig sei, Muttermilch zu trinken. Man weiß nie, was die Alte gerade gesoffen oder genommen hat, und zudem kann sie einen mit ihrem Ding rachenerdolchen.

Früher hatten üble Weiber Kämme und feste Haarnadeln, Gift und allerlei, den Falschen ins Jenseits zu schicken. Das fiel viel weniger auf als Damaszenernippel.

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Emil Knöpfle ruft an

Ja, Scheibenkleister aber auch, der Emil hat gerade, wie als ob er eine Ansage bezüglich seiner von mir schon beim Schreiben gewittert hätte, das vorige gelesen habend, in einer Mischung aus Empörung ob derlei Preisgabe sowie triumphalistischem Lachen ob so viel Preisgabe, bei mir durchgeklingelt. Er drohte sogar, es hier auf einen sehr saftigen Kommentar ankommen zu lassen. Von wegen, dass ich ein Zwirbeldrüsenspirimöchtegernleugnerheini sei. Ähnliche Komposita fielen.

Also, das hat der Emil dazu.

Vielleicht sollte ich ihn eine Weile austrocknen, indem ich nicht mehr von ihm berichte.

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Emil Knöpfle auf Urlaub

Ja, der Emil Knöpfle – ein jedes weiß, dass das mein echter Name – hat sich schon lange nicht mehr vor die Kamera getraut.

Nicht, dass er des Schwäbischen nicht mehr halbmächtig wäre und damit sein ADHS ritalinfrei abgelegt hätte: er macht jetzt noch für unbestimmte Zeit Urlaub von dieser seiner vorzüglichen Tugend.

Immerhin hat er den Sinn des Glaubens an die Lichtgeschwindigkeit als notwendige Religion für den lenkbaren Massenmenschen schon so knapp und klar dargelegt wie vor ihm und wohl bislang auch nach ihm kein anderer. Für einen heutigen Schwaben und bekennenden ADHSler nicht wenig. Man sieht bei uns heute, wenn einer darbt oder rennt, nicht immer gleich einen Hölderlin oder Schiller.

Der Emil, im unterfränkischen Exil, hat viel daran zu tun, zuwenigst halbfränkisch auftreten zu können, auf dass er am Dorfe wie bei den Marketenderinnen und am Baumarkt besser ernstgenommen werde. Er weiß zwar genau, dass er keine örtliche Mundart wird je richtig beherrschen lernen, kann aber doch vom Hören und Forschen und Ausprobieren nicht lassen. Die Leute nehmen das gut auf, was dem Emil alswie geschenkte Früchte. Er hat sich sogar schon gefragt, ob ein Schwabe ein guter Halbfranke werden könne, und doch ein rechter Schwab bleiben können. Ja, so weit reicht der Unfug bei ihm derzeit.

Ansonsten beschäftigt der Emil sich natürlich immerzu weiterhin mit dem Kampf gegen seine Hippeligkeit, vulgo ADHS, sucht Linderung und vielleicht langfristig geeignete Mittel, festgehalten in geheimen handschriftlichen Notizen, das Geheimste nur im Kopfe: man kann nur sagen, kein Wunder, dass der Mann derzeit nicht auftritt.

Emil, Schwab, der er ist, gaukelt sich natürlich vor, oder redet sich ein, oder er hat vielleicht auch ein Stückchen recht, dass er immerhin einige Sachen anspare. Er scheint zu vermeinen, dass man nicht alles immer gleich sagen müsse und das noch nicht einmal unbedingt ein Fluch sei. So lebt er in seiner eigenen Welt, der Emil. Der macht sich sogar seine eigenen Witze.

Man muss ihm aber bei all dem zugute halten, dass er sich halbwegs bürgerlich zu halten versucht. Er wäscht sich gelegentlich, entsorgt seinen Müll und zieht sich immer feste Schuhe sowie manchmal recht respektables Oberkleid an. Er bemüht sich. Wenn er in die große Stadt fährt, sich wirklich Mühe geben will, kann er dort als anständiger Mann in den besten Jahren durchgehen. Der Emil ist kein Volltrottel.

Schlimm an ihm ist aber schon, das mit dem Herumreiten auf Begriffen. Da zeigt sich das ganze Ausmaß seines Kampfes mit seiner Hippeligkeit. Die will er nämlich da geheilt wissen, hier sollte bestmöglich Klarheit walten. Hierzu ereifert er sich manchmal so, dass ihn gar seine Hippeligkeit verlässt, gar nichts mehr an ihm zappelt und zipft und zippt, und seine Stimme wird zu fein abgezogenen Schmiedstahl. Dreht er in dem Sinne richtig durch, trifft man ihn so ruhig an wie fast nie sonst.

Ach, ansonsten ist er schon ein ganz erträglicher Kerl.

Ich erzähle Euch wieder von unser aller Emil, sobald es die Zeit dafür.

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Nebenhelden mit Todesansage

Habe mal wieder neben meinen Hand- und Kopfarbeiten zur Verbesserung meines Spanischverständnisses einen dahin synchronisierten Thriller angeschaut, und mal wieder wusste ich gleich, welche Nebenhelden zu sterben hätten. Sogar etwa wann.

Ich finde das ein bisschen doof, wenn ich das gleich weiß.

Ich weiß nicht, was die in Hollywood und sonstwo sich dabei denken.

Vermutlich machen sie die Drehbücher einfach nicht für Leute wie mich.

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Elon Musk: Wie viel Schwindel noch?

Vielleicht ist Elon Musk doch kein Trottel. Und schon gar nicht völlig verrückt. Es kann sein, dass er auch jetzt nur eine Rolle spielt. Und zwar, indem er seine Anwälte wegen einer Beleidigungsklage, die sich wesentlich auf seine mehrfachen Tweets gegen einen Briten stützt, der sei ein Pädo, jetzt dreist erklären lässt, über Twitter könne man ohnehin keinen beleidigen, da längst jeder wisse, dass alles dort nicht ernstzunehmen sei. Das noch mit Bezug auf den Ersten Verfassungszusatz zur Redefreiheit.

Entlastend führen manche Kommentatoren bislang an, dass der Brite dem Musk zuvor reindrehte, er solle sich sein blödes Mini-U-Boot, das jener zur Rettung thailändischer Kinder statt Tauchern anbot, gleich dahin schieben, wo es wehtut.

Musk redete nun aber auch ganz konkret davon, soweit ich was glauben will oder kann, dass der andere mit einer Zwölfjährigen lebe.

Das scheint aus der Welt.

Nur, woher nahm der Elon sich auch noch das?

Kurzum, ich will gar nicht noch auf E-Mobile und Raum- und KI-Programme kommen, dazu kifft er mal mit Joe Rogan: Alles um diesen Mann herum riecht strengst nach Großem Schwindel.

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