Von den Netzzicken

Copyright by Gigi Lichtenbaugh

Sie ebben nie so schnell ab, wie sie auftauchen.

Sie begleiten unser Leben, aktiv oder passiv

und sie stören empfindlich das gemütliche 

Zusammenleben. Zicken. Die Bocksprünge

unserer Gefühle. 

 

Zicken treiben uns auch im Netz um. 

Gute Trigger im Netz für Zicken sind sexuelle Zoten oder 

allgemeine Redensarten, wie „ihr“ an alle Leser gerichtet. 

 

Ich behaupte, es gibt im Netz f a s t ebensoviele männliche Zicken wie 

Frauen. Zicken werden oft stundenlang betrieben, mit mehreren 

Kontrahenten und die Zicke zeichnet eine garstige Uneinsichtigkeit

sowie vordergründig völlig unbegründete Emotionalität aus. 

 

Manche Blogs und ihre Themen ziehen die Zicke regelrecht 

an, wie zu beobachten ist. Unzensiert und nicht gelöscht 

kann sie den Charakter einer Epidemie erhalten. 

 

Die Zicke richtet sich dabei an einen oder mehrere Kontrahenten, 

stellt Behauptungen auf, die überhaupt nicht oder nur bedingt der 

Wahrheit entsprechen, bauscht diese auf, stellt immer neue 

Rechtfertigungen dazu und ist äußerst schwer zu beruhigen.

 

Ganze, lange, eher ungeordnete Texte werden eingestellt. Je 

mehr Einspruch es gibt, desto plausibler werden die Rundumschläge

ausgeführt und einkopiert und unlängst las ich in einem Blog:

 

Sie: „dann wandere doch aus, Heulsuse!“

 

Er: „Esoterische Witzfiguren, die nicht wissen, was Arbeit und 

Kampf ist, kann ich nicht ernst nehmen.“

 

Sie: „aha, du kannst dir also keinen Rucksack leisten und hast 

keine Beine zum Gehen, kein Geld für Proviant usw….wenn du 

es hier so satt hast, dann kratz deine paar Mäuse zusammen und 

such woanders dein Glück….“

 

Er: „Warum sollte ich? Weil Dir das so gefällt? Man bist du armselig.“

 

Andere Kommentare.

 

Sie: „aha, du … Rucksack, .. wie oben. 

 

Er: „Boah war deine Hassbotschaft so wichtig, dass du sie zweimal 

posten musstest? Du merkst ja nicht mal, wie du dir widersprichst. 

Du bist voller Hass und erzählst hier einen auf Liebe. Fällt dir das

nicht auf, oder ist dein Hirn vernebelt, oder was ist los mit dir, 

nimmst du Drogen?“

 

Sie: „Ich denke, wenn du meinen Rat befolgst, kann es nur

besser für dich werden, na wenn das keine Liebe ist.“

 

Er: „Nochmal. Du verwechselst deinen Hass mit Liebe. Noch 

nicht mal das kannst du auseinanderhalten.“

 

Andere Kommentare.

 

Einer mischt sich ein: „Tula reagiert wie ein typisches Arschloch .“

 

Er: „Klar, sie kann die Wahrheit nicht vertragen. Ich empfehle

mindestens 2 Jahre Psychotherapie.“

 

Eine mischt sich ein: „Düberr ist grüner Staatspopulist. Herrlich.

Wieviel Taniemen bekommste denn?“

 

Und jetzt wird es ganz, ganz heftig. Diese letzte nochmals:

 

„Merkel wurde schon von einem Unterwasserobjekt abgeschoben. 

Ich habs reinbekommen. Sie kann nur mit spezieller Technik hin. 

Ich krieg eher die Abschiebung rein.“

 

Dazu hier mein Senf:

Immer auf die Kleinen Dicken! Das ist Diskriminierung, 

wenn nicht überhaupt Rassismus!

 

Hier der Link für diese absoluten Highlights der Zicken:

 

https://faszinationmensch.com/2018/10/28/warum-wasser-auf-worte-und-gefuehle-reagiert/

 

Bitte auf die stoisch – unberührten Schreiber achten,

sie scheinen nicht zu bemerken, dass um sie herum ein 

wildes Zickenwesen bockt!

 

Es wird argumentiert mit nur einem Wort wie „Krieg!“ oder im 

weiteren Sinne mit „Ungerecht!“ , oder mit Moral und Ethik.  

Pazifisten sind nicht beliebt, weil sie den Staat unterhöhlen, doch

gerade diese bringen oft gleich mehrere der Mitschreiber auf die

emotionale Palme.

 

Für die eifrigen, politischen Kommentare der Männer wird mit

dem „Test Oster on“ argumentiert und zementiert.  Na bitte, 

wenn d a s kein Grund ist für den Kommentar mit Pfeffer, was dann?

 

Es gibt Bloghalter, die hier unterbinden, dulden, oder ganz bewusst

dulden, weil der Weg und das Ergebnis ein Grund oder Hindernis ist. 

Doch sinnlose Plänkeleien, die kein Ergebnis bringen, lässt auf einen 

führungsschwachen Bloghalter schließen. Ein väterlicher Typ, der 

sich nicht durchsetzen kann. Oft werden Kommentare von Frauen 

per se freigeschaltet, und der Bloghalter übersieht geflissentlich, 

was die netten Mädels da alles schreiben. 

 

Auch Bloghalterinnen zicken zuweilen, sind parteiisch, uneinsichtig

und werden gehasst für ihre Zensur. Bis in die Jahre danach!

Manche Blogs haben ihren eindeutigen Ruf weg. 

 

Zicken sind charmant bis dem Wahn nahe und ein gut in sich 

ruhender Charakter, auch weiblich, wird jede Zicke mannhaft

und ohne zu schwanken parieren. 

 

Ich kann mich nicht bremsen, ich muss selbst noch einen 

Kommentar loswerden: „Putzt Eure Doktorhüte und um Himmels

und des Nudelmonsters und der Religionen willen, löschst 

mich nicht aus den 2D – Blogs, denn im realen Leben bin ich so 

gut wie nicht mehr vorhanden.“

 

 

 

 

Bisher kein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.