Vom unschuldigen Lachen und hinterfotzigen Heulen

Man ist sich ziemlich einig, dass man dreckig lachen könne, ja gar manche Menschen generell eine besonders dreckige Lache an den Tag legten.

Ebenso kann man boshaft oder dreckig grinsen und immerhin hinterlistig, arglistig oder verstohlen, höhnisch, sardonisch, teuflisch, hinterfotzig, diabolisch, zynisch lächeln.

Nur zum Weinen und Heulen, da werden derlei herabsetzende Eigenschaftswörter fast nie verwendet.

Dabei ist es gang und gäbe, zumal wenn Frauen oder auch gewiefte, skrupellose Kinder Geld aus einem Deppen rauslassen wollen, dass sie mindestens arglistig Plärren. Von Priestern, die vorgeben, von einer Heiligen Anwandlung befallen zu sein, auch ihren Jüngern, die eine gute Figur machen wollen, kennt man das ebenso.

Dem, der vielleicht ganz unschuldig und fröhlich lacht, grinst, lächelt, kann man also jederzeit auf Verdacht eins reindrehen, nur dem Weinenden kaum. Der oder zumal die ist ja praktisch sakrosankt. Nur ganz üble Hollywood-Vebrecher, die dürfen das und machen es auch entsprechend regelhaft.

Liegt wohl an der Feigheit und Dummheit der Leute.

Bisher 5 Kommentare

5 Antworten auf „Vom unschuldigen Lachen und hinterfotzigen Heulen“

  1. Ok ich gebe auf.
    Das wars.
    Ich habe Liebe verdient,
    nicht verbale Schläge.
    Du tust mir leid, Magnus.
    Ich verstehe Dich nicht.
    Du bist der Gott
    der alles genau weiß
    und die Schläge verteilen darf.
    Ciao.

  2. @ Gigi

    Im privaten Austausch schreibe ich natürlich „für Dich“.
    Hier aber schreibe ich das, was ich jedem sagen will, der Lust hat, es zu lesen.
    Und wo es mir mal darum geht, jemandem, zumal einer Frau, eins auszuwischen, dann sind das Kriegstreiberhexen wie Hillary Clinton und Volksverräterinnen (sie wollte übrigens auch mit in den Irakkrieg, trat dazu extra in Washington an, das zu sagen) wie Angela Merkel.
    Dir gegenüber gibt es hier nicht den geringsten Anlass.
    Ich bin, der ich bin, soll mal einer gesagt haben, und für diese Banalität lobt man ihn heute noch in den Himmel, wo er angeblich ja schon hingefahren sei.
    Ich bin auch der ich bin.
    Für diese Erkenntnis allein aber heische ich nicht Lob noch Anerkennung noch gar Anbetung und Geheiligtheit.
    Komm einfach mal runter und lache wieder.

  3. @ Gigi

    Soviel Erklärung noch.
    Ich schreibe hier natürlich auch für Dich, jetzt gerade, indem ich Dir antworte.
    Ansonsten schreibe ich aber durchaus nicht nur für die paar Leute, die den Weg schon hierhergefunden haben, sondern, zumal wenn es nicht um politisches Tagesgeschäft geht, den neuesten Schäuble-Schwindel oder etwa, auf dass mancher vielleicht noch in Jahren oder Jahrzehnten oder noch später etwas davon haben könne, eine Idee, eine Anregung, eine Formulierung, eine Maxime, seinen Spaß.
    Ich mache mir auch keinerlei Illusionen darüber, dass vielen ganz und gar nicht schmeckt, was hier serviert. Und mag manchem manches gefallen, gleich das Nächste überhaupt nicht. Ich versuche nicht, mir ein stabiles Publikum zu züchten, das mir aus der Hand frisst.
    Das habe ich schon früher nicht versucht, für derlei Unterfangen sind andere besser aufgestellt.
    Und gibt es von solchen Zeitgenossen ohnehin schon genug.
    LG

  4. „Vom unschuldigen Lachen und hinterfotzigen Heulen.“
    Vom modrigen Gutsein und unschuldigen Randalieren.
    Vom immerwährenden Abgeben an andere und der niemaligen Aufnahme der Eigenleistung.

    Vom immerwährenden Ruf nach dem Retter/Wisser und der verlorenen inneren Kraft und Weisheit.

    Von der Kunst, zu sagen, dass einer ein Depp ist, ohne dass dieser es merkt.

    Vom Mut der Außenseiter und der Feigheit der Masse.

    Vom Rückgrat der Blogger und den Attacken der Schreiber.

    Vom allgemeinen Betrug im Netz und den Stolperdrähten derer, die sich hinter arroganten Dichtungen hochstilisieren und deren oft eindeutig gebruchlandeten Lebens, wo ihnen bei direkter Betrachtung kein Dorfhund zuhören würde.

    Von der Falle des Wissens über die künstlichen Gesetze und den Notausgängen zu echter Weisheit.

    Vom bedrückenden, gelenkten Dasein und vom Sturm in die echte, lebhafte Freiheit.

    Von der Notweisheit der Einen und d e n e n es der „Herr“ im Schlaf gegeben.

    Vom Herrn der Ringe und den Herrn der Ringwegwerfer.

    Von den braven Ehebettschläfern und den Ehebettzersägern.

    Von den harschen Duckmäusern und den laschen Wüterichen.

    Von den niedlichen Nervensägerinnen und den bösen Verwüstungswiederheilerinnen.

    Vom exzessiven Saufen und den völlig irren Unterstellungen der Beobachter.

    Von der naiven Unschuld und von den Narben der wütenden Bosheit.

    Von der zaghaften Hoffnung auf Heilung und den scheuen Blicken des geschlagenen Hundes.

    Vom Nagellack auf den Zehennägeln und dem Wölkchen am Horizont.

    Vom ruhigen Wasser in der Aue und dem Rauch aus dem Schornstein der Hütte.

    Vom Wasser, das im Mund zusammenrinnt und dem Duft nach zerlassenem Käse mit Rosmarin.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.