Drückt der Zensurkrieg die Aktien des Kartells?

Der Börsenwert des US-Tech-Kartells ist letzthin mächtig abgeschmolzen, holdrio!

Die Analysten bringen allerlei möglichen nachvollziehbaren Gründe dafür vor, die ich hier weder im einzelnen aufführen noch bewerten will, allzumal zum Beispiel die gefühlten 20 Milliarden Apps sowie der chinesische Markt undsoweiter nun wirklich keine Dinge sind, von denen ich technisch wie in ihren Auswirkungen irgend genauere Kunde zu haben mir anmaße.

Auf einem Gebiet meine ich mich aber recht gut auszukennen, und ich versuche da, so gut als möglich auch die neuesten Wasserstände zu verfolgen, und das ist dasjenige der Zensur im Netz.

Und da hat sich seit Sommer dieses Jahres mächtig was getan. Bei Google, Apple, Facebook, Amazon, Twitter, also allen Five Eyes. Merkelland ist eh schon seit langem krass, und nun will auch die EU nochmal mächtig reingrätschen, unter dem dünnen Deckmantel des Urheberrechtsschutzes. Und Trump droht mit Regulierung, denn man schießt ja ganz klar bevorzugt Konservative und Patrioten für Dinge ab, die wenn sie dreimal so bösartig von der anderen Seite kommen, allenfalls mal aus Versehen gelöscht werden, deren Betreiber entplattormiert. (Algorithmen tun sich immer noch schwer mit Satire, wissen oft nicht gleich, dass da ein guter „Progressiver“ grob vom Leder zieht, schmeißen den dann kurzfristig auch raus.)

Könnte es sein, dass dieser Zensurkrieg ein eher nicht vor die breite Öffentlichkeit gebrachter, wesentlicher Grund für den Abzug einer deutschen Billion Dollar aus den Aktien ist? Und zwar in erheblichem Maße durch Leute, denen Zensur scheißegal ist oder eher willkommen, solange sie einigermaßen reibungslos funktioniert und ihre Interessen schützt?

Nicht nur ich dachte in den letzten Monaten, dass die alle zusammen vom Affen gebissen sein müssten, Millionen über Millionen von Nutzern vor den Kopf stoßend, indem sie in den USA bislang keineswegs dazu gezwungen wären. Antiweiße, antimännliche Promasseneinwanderungs-NGOs und andere Schreihälse der „liberals“ schreien immer; man hätte sie mit Verweis auf den ersten Verfassungszusatz jederzeit abspeisen können, und so gut wie nichts wäre passiert.

Nun gut, die Leute von Blackrock oder Goldman Sachs, die kaum aus moralischen Gründen Gelder umschichten, werden mir nicht mitteilen, inwieweit sie diesen meiner Ansicht nach potentiell kritischen Faktor bedenken.

Ich kann mir aber vorstellen, dass die dort umsichtige Leute haben, die genau das tun.

Nachtrag

Mir fällt eben noch ein, dass ich vorhin als einen möglichen Grund für die Börsenverluste angegeben sah, die Giganten machten sich jetzt wieder mehr Konkurrenz, dahingehend, wer die beste „Cloud“ zum Angebot brächte. Was implizit heißt, dass sie sich sonst nicht viel Wettbewerb liefern (außer Apple und Google mit den Telefonsystemen, soweit ich weiß). Nur beim Zensieren übertrumpft grade einer den anderen.

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