Von der neuen Nazifrage

Inzwischen fragen sich in den USA schon einige „progessives“ bzw. „liberals“ , ob das wirklich so klasse ist, mit dem „deplatforming“ von „rightists“, „racists“ und „nazis“, über welches sonst alle jubeln.

Sie fragen sich das eher nicht etwa aus Fairness gegenüber dem Gegner, vielmehr riechen die Klügeren den Braten schon für sich selbst.

Und wenn sie nur auf den naheliegenden Gedanken kommen, dass sie bald nicht mehr jeden einen Nazi schimpfen können, der ihnen nicht passt.

Darf man Zuckerberg zum Beispiel, ob seiner zweifelhaften Geschäftsmethoden, die man durchaus als bösartig ansehen kann, da alles, was bösartig ist, Nazi ist, noch einen Nazi schimpfen?

Wird man dann selber entplattformt?

Definiert Google irgendwann Gruppen, die auf Youtube nicht als Nazis bezeichnet werden dürfen, da dies „hate speech“ wäre?

Wie wird Google Leute listen, die Leute als Nazis bezeichnen, die man nicht als solche bezeichnen soll?

Und wenn man nicht einmal mehr jeden als dreckigen Faschisten bezeichnen darf, den man gerade so nennen will, was gar dann?

Es muss nachgerade fürchterlich sein für einen Antifantenaktivisten, wenn er den Gedanken auch nur halb denkt, er müsse bei seinen Beschimpfungen künftig auch aufpassen, wen er wie beschimpft. So weit, wo er stünde, behandelte man ihn wie die Bösen, denkt er sicherlich nicht gleich, aber sein Unterbewusstsein mag ihm schon etwas davon zu schmecken geben.

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