Marine Le Pen gaga?

Gegen Marine Le Pen wird seit März dieses Jahres ermittelt, weil sie im Zusammenhang mit einem großen Terroranschlag in Paris, für den IS die Verantwortung reklamierte, wegen ein paar Tweets verfolgt, in denen sie Bilder von den Untaten des IS veröffentlichte, wovon sie eines zurückzog, von einer Hinrichtung eines Journalisten, weil die Familie protestierte.

Bilder der Gewalt habe sie gezeigt und sich somit gemäß dem entsprechenden Gesetz in Frankreich strafbar gemacht. Ihr drohen bis zu drei Jahren Haft. So weit so schlecht.

Jetzt aber scheint sich eine Eskalation anzubahnen, indem Frau Le Pen im Rahmen des Verfahrens gegen sie einem psychiatrischen Zwangstest unterzogen werden soll, was, wie ich‘s las, im freiesten Frankreich der Geschichte nach den Römern, in solchen Fällen Standard sei. Also alles ganz normal.

Frau Le Pen müsste in der Tat mit dem Klammerbeutel gepudert sein, ginge sie da widerstandslos hin. Denn wenn man sie für nicht gaga erklärt, ist sie wohl voll schuldfähig, andernfalls amtlich gaga, mit allen politischen Konsequenzen.

So hat Frau Le Pen nun auch angekündigt, sich nicht untersuchen lassen zu wollen. Es sei unglaublich. Wie weit jene wohl noch gehen wollten? Sie etwa zwingen?

So sieht das aus, wenn ein vorgeblich demokratisches Machtsystem gegen seine Kritiker die Handschuhe auszieht. Man kommt, wie in der gereiften Sowjetunion, nicht gleich mit der Neunmillimeter oder dem Gulag, man kommt erstmal mit dem Psychiater.

Wie viele Bilder über Gewalt, diese anprangernd oder verherrlichend, gibt es im Netz? Eine Milliarde? Fünf? Was ist mit all den Videos und Filmen?

Die Bilder von Le Pen aber waren so böse Bilder, gegen den lieben IS, dass man sie jetzt dafür hernimmt. Grandios. Genial. Famose Idee.

Sie kann sich jetzt, großzügig ist das, raussuchen, ob sie eine Verbrecherin ist oder verrückt. Das heißt, wenn man sie sich das selber aussuchen lässt.

Und dafür hoben im November 2017 nacheinander die EU und das französische Parlament extra ihre Immunität auf, diesem Verfahren seinen Lauf zu lassen, indem sie erklärt hatte, sie habe mit den Bildern gegen die Einlassungen eines Fernsehmoderatoren protestieren wollen, der den IS mit ihrem Front National verglichen hatte.

Während also das französische Militär auf den Straßen nicht genug ist, die meist moslemischen jungen Autobrandstifter, die ganze Viertel zerlegen, in den Griff zu bekommen, hat man allemal die Mittel, die führende Oppositionspolitikerin zu verfolgen, die durch ihre Bilder auf Twitter nach deutschen Maßstäben Volksverhetzung begangen habe.

Sehet also, Ihr lieben Germanen, oder auch Allemannen, oder Teutonen, dass im Halblateinisch sprechenden Spätfrankenreich jenseits des Rheins mehr oder weniger dieselben Aberwitzigen regieren wie hier. Man treibt es nur etwas römisch-katholisch-barocker. Auch noch etwas freimaurerischer, denn Frankreich hat pro Kopf mehr von diesen organisierten selbstverliebten Blasierten.

Selbst noch am Abend des Sieges der zu etwa fünfzig Prozent farbigen Franzosen bei der WM in Russland, über das weiße Kroatien, was als Beispiel für gelungene Integration in den Schafsmedien gefeiert wurde, mussten an der Hauptsiegesmeile am Triumphbogen Panzerwagen auffahren, der Neufranzosen Feierrandale Einhalt zu gebieten. Wahrscheinlich war Le Pen mit ihren Bildern daran schuld, störte die in ihrer Feierlaune entscheidend.

Von daher hat sie entweder schwer einen Sparren locker, oder sie ist die Verbrecherin.

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