Lesen besser als Hören?

Ist menschliche Sprache über den Umweg der Schrift effektiver?

Mir fiel beim Schauen von englischsprachigen Spielfilmen, deren Dialoge eins zu eins lesbar unterlegt waren, mehrfach auf, dass ich die jeweilige Rede übers Lesen in weniger als der halben Zeit erfasst hatte, als der Schauspieler brauchte, die Passage aufzusagen.

Natürlich hatte ich damit nur den Inhalt, nicht dessen tonale Interpretation, wobei auch das nicht unbedingt ein Nachteil. Denn die mag ablenken, überdies die vielen Bilder dazu. Die mich allerdings beim Lesen, selbst wenn der Ton und die Bilder dabei, anscheinend viel weniger ablenken.

Wenn nun drei oder gar fünf Leute gleichzeitig durcheinander reden, kann ich das zwar gleichzeitig hören, aber nicht gleichzeitig lesen, wodurch eine Abfolgegewichtung irgendeiner willkürlichen Art immer verzerrend wirken muss.

Hier gilt es, auch daran zu forschen, an wie viel und an was man sich jeweils pro aufgewendeter Zeiteinheit erinnert. Was man über die Charaktere sagen wird, wenn man sie sieht und hört, und was, wenn man nur die Dialoge liest. Und zum Inhalt. Am besten fünf Minuten nach insgesamt gleicher Zeit. Das heißt, ich konnte zweimal lesen.

Wer außer Interesse auch Geld hat, der melde sich bei mir.

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