Karle und Michel und die Plakatdoku

Karle Klempner sieht Michel Mull beim Kleben von Plakaten für die AfD. „Michel, du Depp, heute Nacht sind die alle in fünf Minuten mit dem Seitenschneider abgezwackt, und dein Parteiheld da, der liegt mit der Fresse im Blättermatsch. Wenn die Stadtreinigung keinen Bock hat ein paar Tage. Oder räumst etwa du die Sauerei dann weg?“ „Ich mache aus der Sauerei eine Doku, gegen die Antifanten.“ „Und wenn sie sie gar nicht zwicken?“ „Dann helfe ich nach.“ „Wie bitte, du willst die eigenen Plakate abzwicken, um es der Antifa in die Schuhe zu schieben? Die zwicken doch so schon genug ab!“ „Ja, aber je mehr, umso besser für meine Doku.“ „Da hast du nun auch wieder recht. Hast du denn wenigstens einen anständigen Seitenschneider? Lass mal sehen. Das Ding da?“ „Was hast du gegen meinen Seitenschneider? Du meinst etwa, die Antifa hat bessere?“ „Aber mit Sicherheit, mit einem vernünftigen Seitenschneider sind die mindestens doppelt so schnell wie du.“ „Das heißt ja, dass meine Doku unrealistisch werden könnte, wegen der Geschwindigkeit der Plakatschändungen?“ „Exakt.“ „Karle?“ „Ja, ich geh schon und hole dir ein anständiges Werkzeug.“

(Ich habe diesen Textteil aus „Von alten und von neuen Witzen“ herüberkopiert, da ich einzelne Späße doch lieber unter „Schönes“ sehen will, diesen hier zumindest auch.)

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