Geunkt

Nun, da hier noch nicht einmal der Satzspiegel vernünftig eingerichtet ist, höre ich doch schon das dumpfe Stampfen der Empörten, die irgendwie spüren, dass schon wieder etwas an sie herankommen könne, das nur sie als dumpf empfinden, stets geschüttelt von ihrer sinnlosen Unruhe.

Oh, ich unke.

Vielleicht bleibe ich auch lieber erstmal unten in meinem Pfuhl, da, wo es selbst den Logenbrüdern zu schlickig und zu eklig wird.

Da warte ich dann, sende meine Botschaften nach oben und erfreue mich meines Schlicks alswie der Zarathustra am Berge, warte, bis sie sich so empören, dass sie sich auf den Treppen selber die Hälse brechen.

Dann schaffe ich es als erste Unke, denn bisher gab es nur einen Frosch, zum Menschen zurückgeküsst zu werden.

Ob ich in meinem Alter dann auch noch eine Prinzessin abkriege oder wenigstens eine guterhaltene Grafenwitwe, das weiß ich natürlich noch nicht, aber daran liegt im Ganzen ja auch wenig.

Hauptsache, ich muss nicht mehr unken.

Weißt Du, wie Dir als Unke der Wein schmeckt? Alles?

Gut, wenn ich wieder raufdarf, es wäre mir auch schon eine tüchtige Wirtin lieb.

Nein, ich will jetzt nicht jammern.

Bald bin ich hier raus, und dann ist mächtig was los!

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