In Russland alles bei der Alten

Schon merkwürdig, das mit den Russen. In jeder Zeitung steht, was das für übele Machos und Chauvis, dabei haben die Frauen dort den Längeren.

Der Nikolayev den kürzeren als die Nikolayeva, ein Artemiev als eine Artemieva, und dazu sind es auch noch Evas.

Womit auch klar, wer da wen verführt.

In Russland ist halt in Wirklichkeit immer noch alles bei der Alten.

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Schafgasse 1 in Hammelburg

Da ist mir gerade meine alte Werbung für meine Nachhilfeschule in Hammelburg wieder in die Hände gefallen. Die hatte ich an der Hauswand auf einer Tafel angebracht, unten „NACHHILFE – Die TAUGT!“, mittig ein grünes Unendlichkeitszeichen und oben zwei laminierte A4-Blätter quer, die großen Anfangsbuchstaben in Rot (leicht aktualisiert):

 

Lebendiges sich vorstellen aus allen Zeiten

Eigenes Denken in Geschichten erleben

Selber in alle denkbaren Welten fliegen

Eigene Bilder im Kopfe schaffen

Natur und sich selbst erkennen

 

Bereitsein

Innigkeit

Lernen

Denken

Unternehmen

Neusuchen

Geist

 

Manche nahmen das ernst.

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Rätsel Zufall

Eine der schwierigsten Fragen ist jene nach dem Zufall.

Da gibt es Leute, die meinen, Zufälligkeit in dem Sinne, wie der Normalmensch den Begriff versteht, das gäbe es gar nicht.

Alles, was geschähe, habe man nunmal karmisch oder durch sein Verhalten angezogen, das ganze Konzept sei von unilluminierten Köpfen verbreiteter Quatsch, ja halte die ganze Menschheit unten. Von dieser einseitigen Sichtweise halte ich nichts.

Dass es aber, andererseits, Verbindungslinien gibt, die uns mitunter bestimmte „Zufälle“ bringen, uns unerklärliche oder zumindest schwer erschließbare, allein schon über unser Hinschauen und Hinhorchen oder eben nicht, ob tumben, stumpfen Vorbeigehens, was viele Fälle in unsere Wahrnehmung und damit Wirklichkeit bringt oder eben auch nicht, bezweifle ich nicht im mindesten. Es gibt da, meine ich, Dinge zwischen Himmel und Erde, manche nennen es Magnetismus oder morphische Felder oder Liebe oder Bestimmtheit, die zumindest ich noch sehr unzulänglich erschlossen und begriffen habe.

Gut, das war schon lang und breits genug dazu; vorläufig kann ich nur sagen, dass sich jeder, zumal hinsichtlich Vorfällen, die höchst eigenartig, selber seinen Reim machen möchte.

Aber noch mit der Einschränkung, vielmehr dem Rat zur Vorsicht, dass es ja jeden Tag Milliarden möglicher Zufälle für jeden gibt, also, dass diese alle denkbaren und auch uns noch nicht denkbaren Möglichkeiten bieten, sich als etwas ganz Besonderes auszugeben und zu tarnen. Der Zufall birgt eben das Zufällige und das im herkömmlichen Sinne Nichtzufällige. Das ist, was ihn so tückisch macht, deshalb haben wir daran so viel zu rätseln.

 

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Vom Spenden

Hier kam auf, wie es denn mit dem Spenden sei.

Ich sagte in einem Zusammenhang, der jetzt nicht wesentlich, dazu: „Ich misstraue grundsätzlich allen, die vorgeblich oder tatsächlich für andere Spenden sammeln (außer eindeutig nachvollziehbar für nächste Angehörige). Ganz im Gegensatz zu Leuten, die klarstellen, dass sie selber um Unterstützung bitten. Viele Schaffende im Netz z.B. sagen offen, dass sie das Geld nur für sich und ihre Arbeit wollen. Völlig in Ordnung.“

Aleister Crowley, der Böse, meinte zur Sache, dass man niemals an eine Organisation spenden solle, die in einem größeren Haus lebe als man selber.

Und: Wer Kinder hat und nicht viele Mittel, der sollte sich schon bei einer kleinen Spende fragen, ob auch nur die gerechtfertigt sei.

Und: Wer selber vieles kostenlos darbietet, wieso sollte der, bei geringen Mitteln, anderen Spenden zukommen lassen, weil sie das auch tun?

Ist das Spenden nicht Sache derer, die entweder viel haben oder alles, was sie tun, außer im Familienkreise und vielleicht für ein paar Freunde, für Geld tun?

Ja, selbstverständlich spendete ich einigen tüchtigen Leuten einiges, auch wenn ich weiterhin kostenlos viel böte, wäre ich selber finanziell aus dem Schneider.

Ich werde aber, sollte doch noch pekuniärer Reichtum in mein Leben treten, wie schon lange angedacht und früher schon dargelegt (nicht hier, in meinem alten Blog), begabten jungen Menschen Privatstipendien geben. Dazu auch was nach hier und dort. Das aber ist mein erstes Gebensziel. Denn ich meine, damit insgesamt am meisten bewirken zu können.

Nach Klima und Afrika aber gibt es von mir nichts, denn von beidem gibt es genug für alle. Nicht ist es mein Los, in Schwarze Löcher und Bauchpinselschwindel hineinzuspenden.

Ja, ich habe schon kostenlos auch Unterricht gegeben, und ich werde das für gute Schüler in Not auch wieder tun. Ich habe kostenlos Leuten Texte gerichtet und werde das auch wieder tun. Aber nicht für jeden.

Ich bin nicht für jede Not dieser Welt verantwortlich. Wer auch nur mein Gesicht im Netz mal anschaut, der wird leichthin sehen können, dass ich selber schon arge Not hatte, wenn auch nicht noch Hunger dazu. Wobei nicht einmal das stimmt, denn man fütterte mir in schlimmster Lage den übelsten Fraß, der in Mitteleuropa vielleicht gerade noch durch das Lebensmittelrecht gegangen wäre. Vielleicht. Man schaute da nicht so genau hin.

Man spendet ohnehin mehr, indem man selber unentgeltlich Gutes und Schönes schafft, denn dass man etwas Geld irgendwohin gäbe.

 

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