Lohr links!!!

Lohr ist alltrotz meiner Nähe in Rohrbach ein hübsches, properes Fachwerkstädtchen am Main und am Rande des eigentlichen Spessarts, und alle Lohrer sind fest davon überzeugt, dass Schneewittchen von dort stammt.

Ich habe aber von vor Jahren noch diesen Spruch in den Ohren, in „meinem“ Karlstadt, Kneipe spät, jeder verstund‘s, er schien allen geläufig: „Lohr links!!!“

Damit, da Lohr in der Tat über ein Irrenhaus verfügt, hörte ich Leute, die da wohl hingehörten, heftigst angefrankt.

Das fragliche Mentalasyl liegt nun aber auf der rechten Seite des Mains, jedenfalls, wenn man ganz normal flussab rechnet.

Nun, ich vermute, dass dieser geographisch-semantische Fehler nicht daran liegt, dass heutzutage selbst Irre lieber links sein sollten als rechts, sondern ganz einfach an dem schönen, prägsamen Stabreim.

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Vom Hotsegsagt und vom Santa Maria

Es ist schon merkwürdig, was manchen Leuten offenkundig dauerndzu derart im Hirn herumgeht, dass sie es vor anderen, bei der Arbeit, völlig versonnen, immer wieder deutlich hörbar vor sich hinsagen.

Der eine, der mir dazu einfällt, war ein begnadeter Schlossermeister, ein Handwerker, wie ich wenige kennengelernt, er hatte nach einem schweren Unfall seine Meisterprüfung noch einmal mit einer Eins abgelegt, nur, um es dem Rest zu beweisen.

Der, Schwabe, sagte immer wieder: „Hotsegsagt“. Also zu Deutsch: „Hat sie gesagt.“ Ich frug ihn nie, wer sie sei und was sie gesagt habe, auf dass sie und das Gesagte ihn so beständig beschäftigen könne.

Ein anderer Arbeitskollege, der war Steinmetz und Italiener, oder auch Italiener und Steinmetz, der ward von meinem Kumpel, in dessen Vaters Firma ich mir in Werkstatt und am Bau ein paar Kröten verdiente, spöttisch grinsend nur der „Santa Maria“ geheißen, denn das war, was er mindestens zwanzig Mal am Tage sagte.

Also ging es wieder um ein Weib. Man weiß zwar nicht viel davon, was die Heilige Mutter Jesu so alles gesagt haben soll, doch mitunter wird sie wohl wenigstens mit ihrem Gottessohn geredet haben. Oder traute sie sich das als brave Jungfrau der unbefleckten Empfängnis gar nicht?

Diese zwei beiden hatten darin nicht einen vorübergehenden Spleen, so wie ein anderer Kollege vom Messebau, Exbundler mit Einzelkämpferausbildung, der eine zeitlang, immer wenn etwas beschlossen oder fertig war, „Öpfel“ sagte: Die blubberten ihre drei bis fünf Kernsilben jahrein jahraus raus.

Immerhin, ich gehe davon aus, dass ihnen das einen gewissen Halt gab.

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Unerklärliches rättelt am schlimmsten

Hat man öfter mit paranormalen Phänomenen zu tun, oder auch nur mit welchen, die also erscheinen, so sind diese selber sehr leicht weniger das Problem, als dass man so gut wie keinem davon erzählen kann, ohne sich lächerlich zu machen oder für irr gehalten zu werden.

Denn, wann immer der Mensch sich etwas ganz und gar nicht oder auch nur weitgehend nicht erklären kann, fragt er ja gerne andere um Rat beziehungsweise deren Einschätzung der Sache und um Hilfe.

Damit haben nur bereits anerkannte Esospinner kein weiteres äußeres Problem daran, in dem sie ihren Ruf ohnehin schon ruiniert haben, oder genau damit vor ihren Gläubigen bereits zum Guru, zum Erleuchteten aufgestiegen sind.

Auch, lebt man zum Beispiel allein im Wald und es streicht ein Rudel Wölfe um die Blockhütte, so weiß man, verliert man deshalb nicht die Nerven, durchaus, was zu tun ist: gnadenlos grobschlächtig mit Feuer und Schwert auftreten, also ein schönes Feuer vor der Hütte, immer die Knarre, hat man eine, dabei, damit auch öfter mal geknallt und vielleicht schonmal eins der Viecher erledigt, damit der Rest sieht, wo Bartel den Most holt, dazu stets einen Rapier in der Hand und ein gutes festes Messer am Gürtel. Das gibt einem nicht nur ein besseres Gefühl, sondern die Biester merken das auch, spätestens, wenn das erste von ihnen abgestochen. Gegen einen kräftigen, mit einer Stichwaffe ausgerüsteten Mann (oder auch eine kräftige Frau), der weiß, wie Kanine funktionieren, zuvörderst auf seine Gurgel aufpasst, hat ein Wolf gar keine Chance, zwei wenig Chancen, und selbst drei noch sehr gemischte Karten.

Dazu kommt natürlich nicht nur, dass man konkret weiß, was zu tun ist: Man kann von der Sache auch überall erzählen, gegebenenfalls Unterstützung erbitten, ohne dass man für wahnsinnig gehalten wird, es sei denn die Hütte steht an einem Ort, wo die letzten fünfhundert Jahre kein Wolfsrudel mehr gesichtet wurde oder Wölfe noch nie ein Habitat hatten.

Kurzum, der gesunde Mensch, der halbwegs gesunde Mensch, geht leichter mit einer Gefahr um, die er dingfest machen und sich irgendwie dawider wappnen kann, zudem seines Leids klagen, denn wenn er keinerlei oder kaum eine Erklärung hat und sich damit keine auch nur halbwegs verlässlichen Mittel dagegen zu erfinden weiß.

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Verschwörungen wirksam abgeschafft

Angesichts der ständigen Tiraden gegen „Verschwörungstheoretiker“, womit gemeint, das seien alles paranoide Spinner, frage ich mich doch, seit wann es nachweislich gar keine Verschwörungen mehr gibt, außer in Hollywood-Filmen.

War die Verschwörung zur Ermordung Julius Cäsars die letzte echte Verschwörung?

Oder gab es danach auch noch welche?

Gibt es etwa erst seit 1945 keine Verschwörer und damit Verschwörungen mehr?

Sind alle vernünftigen Gedanken an Verschwörungen entkraft, seit man sagen darf, dass es die Bilderberger gibt (die sind erst seit wenigen Jahren als wirklich anerkannt) ?

Das Klügste scheint, man macht es wie Josef Stalin. Jeder, der zum Verschwörer werden könnte, wird vorsorglich erschossen. So gibt es nie Verschwörungen, womit man auch das eigentliche Übel, nämlich die Verschwörungstheoretiker, mit der Wurzel ausreißt.

Leichter aber wohl, man schafft zuerst die Verschwörungstheoretiker ab, und erst danach die Verschwörungen und Verschwörer.

Von denen es dann ja logischerweise schon fast gar keine mehr gibt.

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USA: Rekordfrost wegen Erderwärmung

Die granatenmäßige menschengemachte Erderwärmung erweist sich gerade durch Rekordkälte in den USA. Allerdings, wäre der Winter dort ungewöhnlich warm, so wäre das ein ebenso schlagender Beweis dafür. So, wie jede Dürre oder Überschwemmung. Immerhin, man empfiehlt den Leuten in Mittleren Westen, möglichst wenig zu reden und tief einzuatmen: Klar, denn das verschärfte die Lage durch erhöhten CO2-Ausstoß zweifellos zusätzlich erheblich.

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Berlin kennt keine Gnade

Zuerst der Diesel-Quatsch, jetzt auch noch der Kohleausstieg zu gigantischen Kosten, unter Stillegung großer deutscher Industriezweige (wer produziert dann ersatzweise wo wie sauber? – egal…), und alles bezahlen natürlich die glücklicherweise rechtzeitig hereingeholten syrischen Ingenieure, Ärzte und Informatiker.

Die Grünen fahren dann mit Elektroautos herum, mit französischem Atomstrom betankt, mit Akkus aus nachwachsendem bolivianischem Öko-Lithium.

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