Witzlos

Jürgen von der Lippe hat erklärt, dass er über den Islam keine Witze mache, da ihm sein Leben wichtiger sei als ein guter Gag. Fast alle Kommentatoren auf welt.de äußern dafür Verständnis und rechnen ihm obendrein seine Ehrlichkeit an.

Nun, ich halte die jüdische Religion teilweise auch für etwas abseitig, doch ist nicht zu bestreiten, dass Juden über sich wie über ihre Religion grandiose Witze machen.

Einen erzählte mir ein ganz großer christlicher Judenfan.

Moishe kommt nach Hause und erzählt nach seinem Gang aufs Amt seiner entsetzten Frau, dass die Familie künftighin Schweißfuß heißen werde, so sei es abgemacht. Sie tobt. Er darauf: „Was glaubst du wohl, was mich allein das „w“ in Schweißfuß gekostet hat?“

Den anderen, weiß nicht mehr wo aufgegabelt, mag ich auch gerne: Moishe geht zum Metzger, zeigt auf einen schönen Schinken und verlangt ein Stück von dem Fisch da. Das sei aber doch ein Schweineschinken, so der Metzger. Moishe dazu: „Ich will nicht wissen, wie der Fisch heißt, ich will ein Stück von dem Fisch.“

Vorletztes Jahr unterrichtete ich zwei indische Ingenieure bei einem Pharmagroßkonzern. Wir kamen auf religiöse Vorstellungen, beide Hindus, ich frug sachte an, ob man das im kulturellen Vergleich ganz locker angehen könne. Na klar meinten die, zwar nicht alle, aber viele von ihnen machten selbst Witze über ihre merkwürdigen Gebräuche.

So gebe es einen Kult, bei dem verheiratete Frauen ein Ringelreihenritual abhalten, in dem sie dafür beten, dass sie die nächsten sieben Reinkarnationen denselben Ehemann bekämen, ihren. Ich konnte gut mitlachen.

Dass der Islam witzlos ist, keinen Witz verträgt, sagt für sich schon genug über diese Religion.

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