Von Oshos kahlen Krämpflingen

Dieser Osho hatte wirklich ein Rad ab. Mindestens eins.

Jetzt bekam ich von ihm zu lesen, dass der männliche Erdenbewohner etwa mit vierzehn Jahren seine Sexualität entwickele, was ja grob durchaus angehen mag, dann indes, wenn er achtundzwanzig Jahre gut gevö…t hätte, also mit 42, seine Sexualität ordnungsgemäß transzendiere.

Ich weiß ja nicht, wo dieser Spezialist seine Erkenntnisse herhat; was aber in einer Ehe, mit einer Ehe normalerweise passieren dürfte, wenn die, sagen wir mal, Achtunddreißigjährige, noch nicht völlig hirn- und wanstverspeckte Gattin sich das anschauen muss, da habe ich schon so meine Meinung zu.

Sie wird ihre Sexualität in ein anderes Bett transzendieren, und wenn sie keinen Mittdreißiger mehr abkriegen sollte, so nimmt sie auch noch einen nichtranszendierten Mittvierziger, ganz bestimmt.

Dem Transzendeur wird das natürlich völlig egal sein.

Mindestens so lange, wie er dann keine Alimente zahlen muss, damit das Bett des anderen warm bleibt.

Letztlich sagt jener Inder, dieser Halbseppl, dass männlicher Sexualtrieb und die Erfüllung desselben über 42 ein Ausdruck von Krankheit sei.

Orgasmusfeindlich ist er, so nebenher, auch noch.

Jede Ejakulation, jeder Höhepunkt, der nicht notwendig zum Zeugen von Kindern zustandekäme, sei ein Energieverlust. Nur das tantrische Ineinanderverharren tauge.

Kein Wunder, dass “Lehrer” (Sadhus) wie der künstlerisch völlig impotent.

Die Kunst erfordert nämlich mehr als transzendente Theoreme.

In einem allerdings hatte er recht (nicht nur darin): Dass Westler ihm für seine kruden diesbezüglichen Aussagen noch die Füße küssten, wer weiß, was sonst noch, belegte und belegt noch immer deren Dekadenz, deren Getrenntheit vom Leben, vom Selbste.

Bisher 27 Kommentare

27 Antworten auf „Von Oshos kahlen Krämpflingen“

  1. Osho ist mehr als verrückt, ja.
    Von ihm gibt es so viele irre Geschichten, immer widersprüchlich,
    doch er hat mir jahrelang fröhliche Lacher gebracht, in einigen
    Büchern jede 2., 3. Seite wohl. Die Perspektiven, die der Redner
    hat, weil geschrieben hat er ja nichts, haben mein eigenes
    Weltbild bereichert. Nachmachen konnte ich das Meiste nicht,
    doch mehr und mehr wurde mir bewusst, dass ich nur drei
    Perspektiven in mir habe. Die der Mutter, die der Kirche und
    die der Schule. Mehr nicht, wenn, dann kritisch, misstraurisch
    und zweifelnd beäugt, mit nicht wenig Abwehr.

    Haben wir ja in der Klosterschule gelernt, dass die Welt da
    draußen schlecht ist, die „weltlichen“, weil sie waren ja die
    „geistlichen“, also was viel Besseres. Das war nicht nur
    Richtungsweisend, sondern blanke Angstmache vor dem
    Leben. Nicht so Osho. Er sagt es gäbe nicht Falsch und
    Richtig. Wenn Du was aus der Reihe machst, dann beobachte
    dich selbst. Weil nur in der Beobachterrolle gewinnst du
    Bewusstsein und nur dann Veränderung.

    Stimmt auffallend, auch gegenüber dem, was die Kirche macht,
    nämlich alles ist Sünde, und du musst Buße tun, und Hölle als
    Konsequenz und so weiter.

    Ich empfehle jedem verklemmten Menschen, lies die Biographie
    von Osho. Wir haben Tränen gelacht, beim Vorlesen in der Familie.
    Das heißt nicht, dass ich Osho liebe, nein, er mag keine Kinder und
    ist so widersprüchlich. Hatte sogar mehr als 100 Stück von diesen
    Autos, weiß die Marke nicht, weil ein Pferd ist schön, wenn es
    schön ist, aber ein Auto? Was zum Fahren.

    Also dieser Irre, der da predigte, später in USA, der war Philosophie
    Professor in Indien, und seine „Studiensäle“ waren rammelvoll, bis
    auf die Fensterbänke mit Studenten. Mit seinem Vorgesetzten hatte
    er diverse Kämpfe wegen der Kleidung. Als Oma und Opa – Kind war
    Osho mehr als verzogen. Er war mit 5 Jahren so obergescheit, dass
    er einen Prediger, so einen Tempelmenschen total gediesst hat.

    So sagt mein Sohn immer, wenn ich was sage, und jemand schaut
    dann so lang…. kicher…

    Ich werde jetzt hier nicht kilometerlang das Leben von Osho erzählen,
    doch gelernt habe ich viel von ihm. Freier Denken. Freier Leben.
    Mehr probieren. Der Osho der hat irgendwo s i c h e r das genaue
    Gegenteil von dem gesagt, was da oben steht im Artikel. Ganz
    sicher. Darüber sprach er sogar selbst. Weil er wollte k e i n e
    neue Religion gründen, und das behauptete er auch von Buddha.

    Buddha war zu brav, nicht so extrem seltsam und verrückt.
    Da konnte man eine Religion drausmachen. Eine, die keine ist.
    Weil nur eine Philosophie.

    So viel heute zu Osho. 🙂 Gigi

  2. @ Gigi

    „An artist is not an artist in so far as he allows creation – not that he does it, it is not an act. That’s why all old poetry is anonymous.“

    Das fand ich eben, als ich mal „Osho on art“ in die Suchmaschine eingab, auf der Osho Online Library.

    Weiter oben, derselbe Tenor: „An artist is only an artist in so far as he allows creation to happen. It is not that h e creates. If he creates he is not a creator.“

    Ich kannte diese kranken Sprüche nicht, als ich den Artikel schrieb, ahnte aber doch sehr gut, dass dieser Seelenverkäufer in etwa so argumentieren würde.

    Er hatte vom künstlerischen Schaffensprozess keinen Plan, oder er log dreist dazu.

    So einfach ist das für mich.

    Dieser missratene Scharlatan wollte uns selbst noch einen Cervantes oder Vermeer oder Kleist als lediglich gehorsam tragende Ameisen verkaufen, indem er eben niemals auch nur ansatzweise etwas Vergleichbares auf die Erde brachte wie diese und viele andere. Ganz einfach ein Verführer aller, die von Dekadenz und Feigheit schon hinreichend erfasst, dass sie ihm folgen.

    Letztlich ein Menschenverächter, ein Menschenhasser, wie er im Buche steht.

  3. @ Gigi

    Auf diese Type hätte ich mich gerne mal inhaltlich vorbereitet und ihr auf offener Bühne erbarmungslos heimgeleuchtet. Nur, dieser hinterfotzige Feigling wäre sicherlich nicht angetreten.

    1. Lieber Magnus,

      ich kann es nicht verbergen, ich grinse.
      Leider habe ich den Eindruck, dass wir beide von völlig verschiedenen Menschen sprechen.
      In Anbetracht dessen, dass ich Einträge gefunden habe im Deutschen Sektenbüro im Netz, wundert mich das nicht, dass, na ja, ich gebe zu, ich verstehe kaum Englisch. Sind das Aussprüche von ihm selbst, oder ist das eine Beurteilung?

      Denkst Du, Deine Quelle ist objektiv?
      Es wird kolportiert, er sei vergiftet worden,
      was ich nicht wissen kann, doch Indizien sprechen dafür.
      Die selben Kräfte, die ihn vergiftet haben, könnten falsche
      Beurteilungen über ihn erstellen.

      Ich dachte gestern, dass der Kommentar verschwunden ist, doch heute habe ich ihn in der Seitenleiste gefunden. Soviel dazu.
      Also Osho.
      Bitte Magnus, es gibt Details, denen ich nicht folgen kann.
      Die Künstler. Also Du meinst, Osho hat nichts Derartiges hervorgebracht?
      Oder er hat die Künstler verhöhnt?
      Ich weiß, er war ein Irrer, doch einiges von ihm hat mich gefördert.
      Das ist ein Widerspruch?
      Ich würde nicht in so ein Reservat gehen mit einem Guru, sicher nicht.
      Tat ich auch nie. Ließ mich auch nicht bevormunden, oder so. Nach
      der Schulzeit. Vielleicht hat SEIN Irrsinn, der ganz am anderen Ende
      von mir stand, meinen Irrsinn aufgehoben. Er Freigeist, ich Kloster-
      Schülerin.

      Sozusagen in der Annäherung der Mitte.
      Doch ich bestehe keinesfalls darauf, dass meine Sichtweise vollständig
      ist, weil ich habe den Typen ja nie getroffen. Doch davon, dass meine
      Mutter dem Papst Joh. Paul ii die Hand geschüttelt hat, sie ist seit 25
      Jahren tot, kannte sie ihn auch nicht besser.

      Ja, da müssen wir beide jetzt warten, bis wir die Dimension wechseln,
      dann haben wir Klarheit. Also total falscher Einstieg von mir bei Dir.
      Schade. Das hat doch nichts mit uns beiden zu tun, dass wir hier
      ganz verschiedener Ansicht sind?
      Also Du bist für mich immer noch der tolerante, nette Magnus.
      Osho ist eben nicht unsere Ebene.

      Liebe Grüße und Danke, Gigi 🙂

  4. Dein Artikel selber, Magnus,
    das stimmt so für mich, wie Du das formuliert hast total.
    Ich denke, wir beide lesen Osho völlig verschieden.
    Ich nehme das, was da im Original von ihm steht, schon
    per se nicht ernst. So scheint es mir jetzt.
    Es ist, kann doch nicht verbindlich sein, was ein indischer
    Philosoph kundtut?

    Die Philosophie selbst nehme ich nicht ernst.
    Ich ging einmal in einen Philosophie – Kurs.
    Einige Zeit war es ganz interessant, mit den Schlüssigen
    Sätzen und so. Doch dann kam der Vortragende an die
    Stelle, dass die Philosophie sich nicht entscheiden
    könne, ob Liebe oder Hass die bessere Qualität hätte.

    Da war es für mich vorbei mit der Philosophie. Ist ja
    alles Theorie. N i c h t s muss in der Philosophie bewiesen
    werden! Alles Annahmen und Durcheinander, für mich.
    Also, das ist die Grundlage, auf der ich mich Osho und
    ähnlichen Typen nähere.

    Ich schrieb ja auch, dass ich jede 2., 3. Seite gelacht habe,
    bei der Lektüre. DAS ist es, was mir so gut tat. Der Typ
    war eben noch verrückter als ich!

    Gut, dass Du mir das jetzt hervorgeholt hast. Vielleicht kannst
    Du auch mit meiner Darlegung was anfangen? Liebe Grüße Gigi ;_) 😉

  5. OK Magnus,

    ich habe mich über Nacht nachjustiert. Kenne das aus anderen Blogs, dass sich Männer stark aneinander reiben, so als würden sie sich gleich an die Gurgel gehen. Doch sie schätzen sich sehr und halten dicke zusammen. Also, wenn es Dir weiter Spaß macht, dann kann ich am Thema dranbleiben, doch ich bin etwas langsam und möchte nicht so argumentieren, wie Ihr das untereinander macht.
    Wir können sehen, wie weit uns das bringt und wohin.

    Du und „diese Type“ auf einer Bühne. Ich habe ja schon gemerkt, dass Du sehr intelligent bist. Also d a s wäre sicher s e h r interessant für mich. Ich denke, dass der Inder das angenommen hätte. Was hat er denn zu verlieren? Doch Du Magnus, wärest kaum zufrieden gewesen mit seinen Antworten, denke ich. Diese Type ist wie Wasser. Der weicht ständig da hin, wo Du ihn nicht kriegen kannst. Das ist für mich nicht einmal Feigheit.

    Was hältst Du von Sèancen? Das wäre eine Möglichkeit, damit Du zu einem Ergebnis dahingehend kommst?

    Also, er ist für Dich ein missratener Scharlatan und Verführer. Ich akzeptiere einfach, dass Du zu diesem Schluss gekommen bist, ohne zu wissen wie, Du bist sehr intelligent. Ich halte es für möglich, dass es so ist. Doch nicht in allen Teilen, nicht auf jeder Ebene.

    Osho hat sehr viele Anhänger. Diesen Leuten allen per se zu unterstellen, sie hätten kein Hirn und kein Herz, würde ich mich nicht trauen. Ein Chauvinist, also Frauenverächter, oder überhaupt Menschenverächter, wie Du letzteres auch sagst von Osho, der hat doch nicht so viele Anhänger?

    Keiner von uns macht alles richtig. Einer, der in der Öffentlichkeit steht, macht immer in unseren Augen noch mehr falsch. Auf Wikipedia steht einiges, darunter auch Anhänger, die in seinem Resort in Poona waren. Ein Stern-Journalist fuhr zu ihm, um eine Reportage zu machen und wurde Anhänger.

    Mich würde jetzt interessieren, wie Du andere bekannte Leute klassifizierst. Nimmst Du an? Du kannst selber aussuchen, wem Du hier eine Klassifizierung geben möchtest. Ich bin echt neugierig.

    Gespannt auf Deine Antwort, Gigi 🙂 B-)

  6. Sex ab einem gewissen Alter zu transzendieren ist nur etwas für Menschen, die wirklich erwachen wollen. Für den großen Rest ist und bleibt Sex das Opium des Volkes.

    „An artist is not an artist in so far as he allows creation – not that he does it, it is not an act. That’s why all old poetry is anonymous.“

    Auch das stimmt! Die ganze Schöpfung ist schon vollkommen. Aber das „Zulassen“ ist eine gewaltige emotionale Tat. Erst danach kommt das Umsetzen durch den Intellekt in eine Form, je nach Talent. Das schmälert in keiner Weise den Verdienst der Künstler. Im Gegenteil.

  7. @ Hugin

    Irgendwann ist es wohl auch, wohlgemerkt auch, eine „gewaltige emotionale Tat“, wenn ein Künstler wirklich Großes in die Welt setzt. Davor aber hat der arme Tor doch praktisch immer bis in die tiefe Nacht aus dem Lateinischen übersetzt, endlos Lieder geübt, unzählige Pinsel abgemalt, alles selber zusammengetragen und unzählige Sandburgen gebaut und Skizzen und Versuche und erste beachtliche Werke geschaffen, was ihn erst zur nicht nur emotionalen Gesamttat, die eben eine Tat ist, und nicht ein Zulassen, alswelche das Gegenteil einer Tat, nämlich eine Nichttat, befähigte.
    Ich hoffe, das war nicht zu kompliziert.

  8. @ Gigi

    Es geriet mir alles eben ein bissschen durcheinander, also, dass ich Dir quasi drüben zu Osho antwortete, was aber nicht so schlimm sein sollte, da die Kommentare direkt nacheinander. Daher lasse ich das jetzt dort.

    Du sannst an:

    „Mich würde jetzt interessieren, wie Du andere bekannte Leute klassifizierst. Nimmst Du an? Du kannst selber aussuchen, wem Du hier eine Klassifizierung geben möchtest. Ich bin echt neugierig.“

    Klar „nehme ich an“. Zumal ich mir ja großzügigerweise die zu klassifizierenden Leute selber aussuchen darf. Ich kann Dir aber noch nicht sagen, wann ich über wen schreiben werde und ob meine Abhandlung auch zu einer Klassifikation führen wird in dem Sinne, wie ich nur vermuten kann, dass eine Klassifikation für Dich aussehen müsse.

  9. @ Hugin

    Hi, freut mich, dass Du mithältst. „Sex zu transzendieren.“ Es ist mir viel zu viel TamTam um diesen Sex. Echt. Er ist da. Warum ihn wegmachen wollen? Es ist erwiesen, und das schrieben Gurus selbst, dass dieser transzendierte Sex nur Ärger macht. Wenn er denn überhaupt echt transzendiert ist.

    Weil das Wurzelchakra damit lahm gelegt wird. Also die Energie wird hochgezogen in den Geist. Das kann high machen auf gewisse Art und Weise, abgehoben und so, doch der Unterleib wird krank, weil ihm die Energie abgeht. Alle Gurus wurden krank. Das haben sie aber vertuscht, dann hieß es eben, sie wären umgebracht worden. Oder so.

    An Osho gefiel mir, weil alles erlaubt war, in der Reihenfolge, in der ich seine Bücher las. Über Tanz und Sex wurde Befreiung geübt oder erworben. Was habe ich gelacht während ich das Buch „Mut“ las, und das „Buch der Frauen“. Nachmachen tat ich das natürlich nicht.

    Ich denke, Osho ist eine Münze, oder Medaille. Es gibt zwei Seiten. Die Eine und die Andere. Zwei Seiten, ein Osho. Es kommt darauf an, von welcher Seite man auf ihn sieht. Hinauf oder herab? Gleiche Augenhöhe ist immer das Beste.

    Bleibst Du dran, Hugin ? Liebe Grüße für jetzt, Gigi

  10. @ Magnus

    Du schriebst um 17:10 an Hugin. und hoffst, das war nicht zu kompliziert. Abgesehen von der Aussage:
    OK, Du denkst gefächert. Du siehst das Ganze Bild und willst das alles vermitteln. Das kenne ich von Leonidas. Sehr schönes Deutsch, gestochener Ausdruck. Ich bin im Deutschparadies! Hab ich nicht geträumt!

    Die Aussage ist sehr detailliert, präzise und ich kann ihr folgen. Einer lebt und ist ein Künstler-Tor. Tappst so irdisch, körperlich dahin und macht allerhand Kleinkram. Dann kommt ein Impuls und er lässt ihn zu. Doch die Tat ist gewaltig und er schafft ein Werk. Weil er sie tut, und nicht nur den Impuls spürt.

    Lässt sie „zu“ ist irgendwie widersinnig. Weil er braucht sich nur zu öffnen für den Impuls, doch das ist über Jahrhunderte implantierte Sprache….. Bin ich jetzt zu breit gefächert unterwegs?

    Macht mir Spaß hier bei Dir Magnus, ist OK, wenn du grad nicht so viel Zeit hast, weil ich bin langsam im Lesen und Schreiben… Träum was Schönes, 🙂 Gigi

  11. Das, was Du beschreibst, ist intellektuelle Wühlarbeit. Wenn der Künstler die Inspiration ZUGELASSEN hat und diese fest im Auge behält, wird sich alles andere, der praktische Teil, leicht ergeben, es sei denn, der Intellekt wird zum Meister erhoben. Dann ist alles mühselig. (Seltsames Wort. Offenbar macht Mühe manche doch selig.)

    Und nein, es war nicht „zu kompliziert“.

  12. @ Hugin

    Ich fange jetzt mit Deinem Kommentar an, statt mit Gigis zuvor.
    Und will ich nunmehr nur noch sagen, dass Du, betrachte ich es gutwillig, aus Unkundigkeit Unfug erzählst.
    Ich werde, sollte Dir nichts Besseres einfallen, auch nichts mehr dazu sagen.
    Dein Glaube mag stark sein, was Du erzählst indes, das ist nicht einmal schwach.

  13. @ Gigi

    Du hast schon gewonnen, denn eben habe ich Hugin gewissermaßen „klassifiziert“.
    Gleichwohl zum Rest.
    Vieles von dem, was Du sagst, gefällt mir, natürlich auch das, wo Du mich vielleicht verdient lobst, und zumal die Sache mit den verlogenen Sexentzugsgurus.
    Dabei sehe ich aber immer noch nicht die von Dir behauptete andere Seite der Osho-Medaille. Was steht auf dieser?
    Etwa, dass man lieb sein solle, am besten ohne körperliche oder sonst eine Liebe, weil das alles nur beschränkte, worüber der Meister selbstverständlich schon hinaus sei?
    Schön, wenn so einer an mir vorbei ganz hinaus ist.
    Ich habe auch von Dir noch keinen echten auch nur kleinsten erfassbaren Hinweis gehört, was man von dem lernen könne und nicht schon in tausend dummen Büchern stünde, dort schon lange vor ihm stand.
    Kläre mich auf. Ich bin ja noch jung.

  14. @ Magnus,

    macht mir Spaß, jetzt.

    „Ein Philosoph ist ein Blinder, der über Licht spricht.“ Osho
    DAS ist es, Magnus, der nimmt sich nicht mal selbst ernst.
    Das hat was.

    Du schriebst an anderer Stelle, dass sich, sinngemäß, die westliche
    Kultur gegen den Unfug Oshos wehren sollte. Die östliche Kultur wird
    oft als „weiblich“ bezeichnet und das spricht eben wieder unsere Frauen
    an. Was ich mittlerweile, während wir hier diskutieren so wahr nehme,
    dass hier die Frauen das wörtlich nehmen und ins sexuelle Koma gehen.
    Völlig ohne driftigen Grund. Weil Osho hat das, was Du als Erstes hier
    schriebst, selbst nicht gelebt. Meines Wissens nach hatte der bis zum
    Schluss eine Freundin. Das ist der nächste Baustein.

    Einen Guru belustigend finden in seinen Aussagen –
    vrs. d a s zu tun, was er sagt, das sind ja zwei verschiedene Paar Schuhe.
    Doch bei letzterem verstehe ich dann Deinen Unmut.

    Was mich betrifft, hat dieser Typ, der praktisch alles gelesen hat, was
    auf Papier steht, meinen Horizont erweitert, weil er gleich das Fazit
    dieser Lektüre zum Besten gab. Und d a g e g e n war auch ich, weil
    ich ja diese Klosterimprägnierung hatte. Was lachte ich schallend,
    wenn der die Kirche und ihre Dogmen zerlegte!

    Das war befreiend, machte mich mutig, anders zu denken, als es dieser
    Stempel erlaubte, den ich in mir trug. Osho hatte vor n i c h t s und
    niemanden Respekt. Ich denke, Du spürst das richtig, er hatte auch
    keinen Respekt vor Heiligem, Unantastbarem, weil ursprünglich Ge-
    wachsenem. Das hat seinen Ursprung wahrscheinlich in seiner Kind-
    heit, weil er von Oma und Opa total verzogen war, ohne Richtungs-
    weisung aufgewachsen.

    Die Betrachtung dieser Tatsache ist für mich äußerst interessant, weil
    es eine weitere Facette ist, die mich fasziniert. „Was passiert, wenn
    ein Kind völlig narrenfrei aufwächst“? Ja, das ist dann einer, der a l l e n
    gehörig auf den Geist geht.

    Du weißt sicher, dass Osho von der Kirche extrem bekämpft wurde?
    Kardinal Ratzinger, der spätere Papst Benedikt hatte ihn angeblich
    schwer in der Mangel. Aus dem Hintergrund. No na.

    Allein dieser Umstand spricht für sich, weil die Kirche tut nichts aus
    einer Laune, sondern sie funktioniert selbstschützend. Wovor hatte
    sie ANGST? Sie ist ja so souverän!!!! Denkste. Dachte ich mal….

    So viel jetzt, fordere mich weiter, wenn Du willst.
    Bin neugierig, was Du zurückschreibst…. Gigi

  15. Gigi, nur noch kurz zu Deinem Beitrag. Ich glaube nicht, dass das Weglassen des sexuellen Aktes krank macht. Das ist doch nur ein Aspekt der Sexualität. Diese ist doch sehr viel umfangreicher als der bloße Akt. Sie ist die Lebensenergie schlechthin. Sex, also nur der sexuelle Akt wird komplett überbewertet, da gebe ich Dir recht.

  16. @ Gigi

    Nun, wenn einen die katholische Kirche am Wickel hatte, geht man vielleicht anders mit Osho um als wenn nicht. Man sagt ja auch, dass der Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben werden könne. Ein gestörtes Verhältnis zur Sexualität und insgesamt gegenüber Frauen haben ja beide.
    Lustig finde ich es jetzt wieder und dabei wenig überraschend, dass ein für mich am Grunde recht nebensächlicher Artikel auf meinem jungen neuen Blog bislang am meisten Aufmerksamkeit in Form von Kommentaren einbrachte. Vielleicht sollte ich als nächsten meinen Altartikel „Jesus als Phäno-Mem“ hier einstellen. Da sind die Leute weiland richtig drauf abgefahren.
    Andrerseits lockt man so eben auch jede Menge Spinner an (das ist jetzt keine Anspielung auf Dich), schafft sich kommentarweis allerlei Ärger und ruiniert sich ganz arglos womöglich auch noch Seite und Ruf.
    Leute wie Du sollen hier durchaus ihren Platz haben, doch wünsche ich mir auch, wenn die Sache weiter Fahrt aufnimmt, Ansagen von religiös nicht angekränkelten Männern, die gnadenlos auf den Punkt kommen. Wofern es die irgendwo noch gibt. (Einen kenne ich, bei dem ich mir sicher bin, dass er das kann.)
    Ich schaue jetzt mal, ob ich nach meinem dreieinhalbtägigen Ausritt heute Abend noch etwas Neues zustande bringe, besonders an Dich denkend, als Geistesfutter.

    LG

  17. Hugin 13:42

    Meiner Auffassung nach wird Sex nicht überbewertet, sondern völlig falsch bewertet. Sex wird nicht als natürliche „Gegebenheit“ akzeptiert und dankbar angenommen, sondern verdrängt -Kirche – Gurus – usw. . Dann in der wiederkehrenden Form wirtschaftlich hochstilisiert und als „normal“ gefeiert!

  18. Kommi verloren, noch mal von vorne…..

    Osho und seine geschorenen Jünger, die da kämpfen.
    Ja, die kämpfen mit Oshos widersprüchlichen Reden.
    Hat ja nichts geschrieben, der Blinde. (Seine eigene
    Aussage über Philosophen.) Zitat:

    Ein Philosoph ist ein Blinder, der über Licht spricht.
    Zitat Ende.

    Osho hat nur gepredigt. Rajneesh war sein Spitzname.
    Geboren wurde er als Chandra Mohan Jain.
    Da war seine Mutter 14 Jahre alt.
    Später nannte er sich Acharya Rajneesh,
    noch später Bhagwan Shree Rajneesh

    Erst als er für Bhagwan, so nannte er sich daraufhin,
    sehr kritisiert wurde, nannte er sich Osho.
    Ein einfaches Wort, das so viel bedeutet
    wie Lehrer. Bhagwan wird oft mit „Gott“ übersetzt,
    doch es soll nichts als ein Zustand, eine Erfahrung sein:
    Bhagwan.

    Meine Ansicht ist, dass wir die östlichen Sitten und
    Gebräuche, die Wurzel dieser Kultur viel zu wenig kennen.
    Dem Orient wird nachgesagt, weiblich zu sein,
    dem Okzident, unserer Seite,- männlich zu sein, in seinem
    Wesen. Wir, die Linkshirngesteuerten, sie die kreativen,
    farbenfrohen Rechtshirngesteuerten.

    Allein die Kleidung der Inder bestätigt das angeblich.
    Grelle, lange, wallende Kleidung, auf brauner Haut, mit
    dem Grundton blau. Orientale Schönheit.

    Hier die klaren Linien, die Effizienz, die Tüchtigkeit.
    Erst wenn beide verschmelzen zu einem Ganzen, ist
    Harmonie angesagt. Ich frage mich: Ist d a s Erleuchtung?

    Thomas Hohensee: In 7 Tagen zur Erleuchtung.
    In diesem Buch wird deutlich: Erleuchtung ist eine
    Illusion. Buddha lief seiner Ehefrau davon. Zwangsehe,
    indische Kultur. Viele Jahre später, irgendwo unterm
    Bodhi – Baum, nach diversen Fastenkuren, die ihm
    fast das Leben kosteten, fiel bei Buddha der Groschen.

    Er bewies damit, dass kein Fasten nötig ist, um zur
    Erleuchtung zu kommen. Trotzdem fasten die Zen-
    Buddhisten und machen damit etwas nach, was Buddha
    als Irrweg erkannte. Als bei Buddha der Groschen fiel,
    nannte er das Erleuchtung. Wahrscheinlich ging ihm
    auch ein Licht auf.

    Doch so genau ist das auch nicht überliefert und ich
    wage zu bezweifeln, ob es etwas anderes war, als einfach
    die Ruhe des Herzens, nach all den Kämpfen.

    Doch der Okzident lässt sich immer noch an der Nase
    herumführen von wegen Erleuchtung.

    Ok besser, als das vorher, denke ich .
    Kommi verloren, gut so.

  19. an Hugin 13:42

    sorry, es fehlt ein Wort im 3.Satz:
    Dann in der wiederkehrenden p e r v e r s e n Form wirtschaftlich hochstilisiert und als „normal“ gefeiert!

  20. @ Gigi

    „Doch der Okzident lässt sich immer noch an der Nase
    herumführen von wegen Erleuchtung.“

    Genau so sehe ich das auch. Mir gefällt auch der Rest von dem, was Du 17:19h zu Osho und Buddha sagtest. Selbst das mit den verschiedenen Wegen über die Hirnhälften halte ich zumindest für bedenkenswert.

    Ein Satz allerdings missfällt mir: „Erst wenn beide verschmelzen zu einem Ganzen, ist
    Harmonie angesagt.“ (Gemeint Orient und Okzident)

    Hier ist eben doch wieder zweierlei zu finden, was ich schon lange nicht mag. Erstens wird damit unterstellt, dass es uns im Westen an Gefühl fehle, entsprechend auch an Denkern und Schriften und Kunstwerken, was ich für völlig daneben halte, ich will entsprechende Beispiele erst gar nicht aufzählen. Zweitens halte ich vom „Verschmelzen“ gar nichts.

    Und noch ein Drittes kommt hinzu: „Mein Orient“ liegt eher in China und in Japan und in Korea, als dass er im arabischen oder indischen Raum zu finden wäre. Ich kann mit Konfuzius tausendmal mehr anfangen als mit sämtlichen Kaliyugas und Koranen.

  21. @ Magnus
    da kommst Du jetzt an meine Unaufmerksamkeit und
    auch an meine Bildungslücken. Das, was Du mir hier
    antwortest, geht für mich sehr in die Auffächerung.
    Du beleuchtest das s e h r gut, finde ich.

    Verschmelzen, das war geistig angedacht, doch auch
    aus einer Missachtung der beiden Seiten der Medaillen.
    Orient und Okzident sind eben die beiden Seiten der
    „Medaille Erde“.

    Mein Wunsch nach Harmonie und Perfektion ist zuweilen
    so stark, dass ich damit einiges durcheinanderbringe.
    Ich bin nicht der Auffassung, dass es uns im Westen an
    Gefühl fehle, doch spüre ich hier im Westen das Gefühl
    nicht an der Oberfläche der Menschen. Es scheint
    eingehüllt zu sein in verschiedene Sektoren oder auch
    verpackt und gezügelt freigegeben, kontrolliert.

    An Denkern, Dichtern und Künstlern fehlt es uns wahrhaft
    nicht, das steht außer Debatte. Ich finde sogar, dass sie
    diszipliniert und geordnet eine hohe Schaffenskraft bewiesen
    und heute noch gefeiert werden.

    Dein letzter Absatz,
    ja, der Okzident ist zerklüftet. Daran dachte ich schon zweimal
    nicht. Ich schätze an Dir, dass Du so aufmerksam bist.
    Dass sich niemand aufregt über meine Zeilen zu Buddha, das
    bedaure ich. Ich spreche dem Buddha die Erleuchtung nicht
    ab, doch ist schon der Begriff „Erleuchtung“ per Definition
    nicht zu erfassen.

    Soviel jetzt, gehe Deine Empfehlungen durch….. Ciao, Gigi

  22. @ Magnus

    Auf Kaliyugas und Korane fiele mir schon noch einiges ein,
    doch ich gebe zu, hier so öffentlich bin ich zu feige dazu.
    Habe eben in Deinem alten Blog gestöbert und bin auf
    allerhand Interessantes gestoßen.

    Mensch braucht, um sich sagenhaft auszutauschen einen
    echten Kick, um dann ins Verbeißen überzugehen und
    Andersdenkende mehr und mehr fast zu fressen…..

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