Vom Freitode und den feigen Heuchlern

Bei den Christen und vielen anderen, die kruden Religionen anhängen, ist der Freitod eine schwere Sünde, eine Todsünde gar (lach).

So kenne ich das auch von den üblichen Reinkarnationsgläubigen, die zwar eher den Begriff der Sünde meiden werden, aber etwa von einem Frevel sprechen, gegen sich selbst wie die kosmische Ordnung, den man dann bitter zu bezahlen, für den man bitter zu büßen haben werde.

Nun, ich will gerecht sein: Ich kann nicht beweisen, dass sie alle irren.

Eins zum Bedenk gebe ich dazu aber doch. Und wenn es nur an verklebte Ohren dringen sollte.

Meint Ihr etwa, ein Heinrich von Kleist, der der Menschheit mehr gegeben, als zuwenigst fast alle von Euch, hätte, da er sich in seiner Verzweiflung schon jung das Leben nahm, an Euch gemessen, ob dieser seiner Tat, keine Kinder als Waisen hinterlassend, dem Kosmos oder sonstwem noch etwas abzuzahlen?

Die meisten von Euch können noch 25 Inkarnationen buhlen, schleimen, mit den Füßen scharren, Gebete absondern, meditieren, sonstwas für welchen Krumpf versuchen, und Ihr werdet der Menschheit nicht ein Viertel von dem geschenkt haben, was er ihr schenkte.

Und selbst wenn  sein Handeln “sündig”, “frevelhaft”, was auch immer gewesen wäre: Wer seid Ihr, darüber zu richten?

Für mich jedenfalls ist jeder Eurer täglichen Kniefälle vor unbewiesenen Lehrsätzen und Autoritäten, Euren sklerotischen Göttern, weitaus verderblicher!

Über SO EINEN maßt IHR Euch an, Euch zu erheben?

Für ein etwas Nichttun?

Ja, DAS passt zu Euch, zu Euch kniefälligen Heuchlern.

Tugend ist bei Euch eben vor allem Unterlassung.

Unterlassung, Unterlassung, nochmal Unterlassung.

Euer Glaube setzt sich letztlich aus zwei Teilen zusammen: Feigheit und Bosheit.

Die Bosheit, meist unwissentlich, die braucht Ihr zur Kompensation Eurer Feigheit.

Irgendwas an Euch muss ja irgendwie, im Wortsinne auf Teufel komm raus, erhaben sein.

Also frönt Ihr Euren Lügen, Eurer Unterwerfung.

Der Islam ist wenigstens so ehrlich, dass er diese offen fordert.

Viel mehr Gutes ist aber auch über den nicht zu sagen.

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